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Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 11. Parnelli

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 11. Parnelli

von Michael Zeitler

Parnelli Jones und Vel Miletich brachten für ein paar Rennen ein amerikanisches F1-Team an den Start. In der IndyCar war das Team aber wesentlich erfolgreicher.

| Charlotte (!NS!DE RAC!NG) - Parnelli Jones und Velco Miletich brachten Mitte der 70er Jahre einen amerikanischen Rennstall in die Formel-1. Parnelli Jones war selbst erfolgreicher Rennfahrer: Jahrelang fuhr der US-Amerikaner Nascar-Rennen. Auch in der IndyCar erzielte Jones Erfolge: 6 Rennen konnte er für sich entscheiden, darunter auch das Indy 500 im Jahre 1963 für das Team von JC Agajanian, in einem Watson Offenhauser. Parnelli Jones gab seine Rennfahrer-Gene weiter: Seine beiden Söhne wurden Rennfahrer. Page Jones hat seine Karriere allerdings bereits beendet, nachdem er sich bei einem schweren Unfall Verletzungen zuzog. PJ Jones fuhr von 1996 bis 1999 für All American Racing und Patrick Racing in der IndyCar, seit 2002 fährt er fallweise beim Indy 500 mit. Auch für 2009 war er in Indianapolis, um sich ein Cockpit zu ergattern, scheiterte aber. 2007 ging sein bisher letzter Versuch in Indy schief: Er scheiterte für das Leader-Team von R. Kent Baker an der Qualifikation für das Rennen.

Alle 6 IndyCar-Siege von Parnelli Jones
Phoenix 1961: Parnelli Jones vor Roger Ward (Leader Card; Watson Offenhauser)
Indiana 1962: Parnelli Jones vor Don Branson (Leader Card; Watson Offenhauser)
Indianapolis 1963: Parnelli Jones vor Jim Clark (Lotus; Lotus Ford)
Milwaukee 1964: Parnelli Jones vor Roger Ward (Leader Cards; Watson Ford)
Trenton 1964: Parnelli Jones vor Don Branson (Leader Cards; Watson Ford)
Milwaukee 1965: Parnelli Jones vor Joe Leonard (All American Racers; Halibrand Ford)

Ende der 60er Jahre gründete Parnelli Jones sein eigenes Rennteam. Als Teilhaber und vor allem Sponsor kam Vel Miletich an Bord, der Serbo-kroatische Wurzeln hatte. Das Team wurde Vels Parnelli Jones Racing genannt, oder kurz Parnelli. Miletich war in Amerika Ford- und Chrysler-Handler, bevor er sich mit Parnelli Jones zusammentat. Zunächst ging das Team in der Formel-5000 und der IndyCar an den Start. Al Unser gewann in einem Colt Ford 1970 und 1971 das Indy 500 für Parnelli. Später baute Parnelli sogar selbst Chassis: In der IndyCar gab es von 1972 bis 1982 Parnelli-Chassis, die 19 Mal ein Rennen gewinnen konnten. 6 Siege gingen dabei auf das Konto von Danny Ongais, 5 auf Al Unser, 4 AJ Foyt, 3 Joe Leonard und einen Andretti. Für den Chassis-Bau wurde Maurice Philippe angeheuert, der zuvor bei Lotus arbeitete.

Der F1-Einstieg kam 1974. Gerüchte gab es jedoch schon ein Jahr zuvor. Roman Slobodinskij sollte einen Eagle-Renner für den Einsatz konstruieren. 1969 fuhr davor letztmals ein Eagle in der Formel-1, 1973 war das All American Racing Team, das ja hinter den Eagle-Rennern stand, längst in der IndyCar. Doch während sich die Chance mit Eagle wieder in Luft auflöste, baute das Team einen eigenen F1-Renner: Den Parnelli Ford VPJ4. 1974 fuhr man bei den beiden Nordamerika-Rennen in Kanada und den USA erstmals in der Formel-1 mit. US-Rennlegende Mario Andretti kam als Fahrer an Bord und saß auch bei allen restlichen F1-Rennen von Parnelli am Steuer. 1975 fuhr das Team eine komplette Saison. Dabei war man leistungsmäßig hinteres Mittelfeld, sowohl von der Schnelligkeit, als auch von der Zuverlässigkeit. Immerhin gab es bei 2 Rennen Punkte: Beim Schweden GP gab es Rang 4, beim Frankreich GP Rang 5. 1976 startete Parnelli nur noch Beim Südafrika- und USA GP. In Südafrika steuerte Andretti den verbesserten Boliden (Parnelli Jones VPJ4B) auf den 6. Platz. Insgesamt kommt Parnelli in der Formel-1 also auf 6 WM-Punkte. Der Höhepunkt war sicherlich der Spanien GP 1975: Damals gab es Führungsrunden für das Team und Andretti fuhr im Parnelli Jones die Schnellste Rennrunde.

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