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Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 12. BS Fabrications

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 12. BS Fabrications

von Michael Zeitler

BS Fabrications fuhr die meiste Zeit des F1-Lebens mit McLaren-Kundenrenner in der Formel-1. Größere Erfolge erzielte das amerikanische Team aber eh in der Formel-3000.

| Charlotte (!NS!DE RAC!NG) - Hinter dem BS-Fabrications-Team steckte mit Bob Sparshott ein US-Amerikaner, aber ansonsten war das Team europäisches durch und durch. Sparshott selbst, der bis heute im historischen Motorsport involviert ist, war in der Formel-1 Ingenieur bei Lotus, bevor er seine Firma gründete. Zunächst war BS Fabrications nichts anderes als ein Zulieferer für andere F1-Rennställe, schließlich baute man sich allerdings selbst ein Team auf.

Beim Südafrika GP 1977 stieg das Team auf, baute allerdings keine eigenen Rennwagen, sondern setzte in den ersten 3 Rennen auf Kundenfahrzeuge von March, ausgestattet – wie in den 70er Jahren üblich – mit einem Ford-Cosworth-Motor. Ein bisschen Patriot war Sparshott trotzdem und verpflichtete als Fahrer deshalb einen Landsmann: Brett Lunger. Lunge fuhr in den beiden Jahren zuvor für Hesketh und Surtees eher bescheiden GP-Rennen. Der Einstand von BS Fabrications endete mit einem 14. Platz. Nach den ersten 3 Rennen schloss man einen Deal mit McLaren ab. Das Team wurde damals von einem US-Amerikaner geleitet, von Teddy Mayer, und war dem amerikanischen Motorsport sehr verbunden, engagierte sich ja auch in der IndyCar. So war es ein Leichtes für Sparshott mit McLaren einen Deal zur Lieferung von Kundenchassis auszuhandeln. Ab Rennen 4 fuhr BS Fabrications mit McLaren-Ford-Renner. Besserung gab es trotzdem kaum: Platz 9 in Holland war das beste Resultat.

Das änderte sich auch 1978 kaum: Immer wieder Rennen, für die sich Lunger erst gar nicht qualifizieren konnte, immer wieder aber auch Top-10-Platzierungen wie den 7. Platz beim GP von Belgien. An den fahrerischen Qualitäten von Lunger lag es nicht unbedingt: Bei 3 Rennen griff auch Nelson Piquet, später immerhin 3 Mal F1-Weltmeister, an das Steuer eines von BS Fabrications eingesetzten McLaren Ford M23.

Sparshott war das nicht genug. Er wollte sein F1-Projekt noch viel größer aufbauen. 1979 zog man sich erstmal zurück und fuhr nur noch in der britischen Formel-1. In der so genannten Aurora-Serie setzte man F1-Renner von Arrows für Rupert Keegan, Guy Edwards und Ricardo Zunino ein. Gleichzeitig heuerte man die beiden Designer David Polland und Nigel Stroud an. Stroud war in der Konstruktion von Sportwagen-Autos eine große Nummer, arbeitete in der Formel-1 aber auch für Hesketh und ATS. Gemeinsam mit Polland sollte er einen eigenen F1-Renner von BS Fabrications bauen. Als Fahrer war Piquet vorgesehen, ein Motorenvertrag mit Cosworth war bereits fix. Für die Saison 1980 sollte das Debüt des BS Cosworth kommen. Der Konjunktiv deutet es bereits an: Das Projekt kam zu keinem Ende. Das Projekt lief im Hintergrund weiter und sollte 1982 mit Zunino als Fahrer einen erneuten Versuch starten – aber auch der 2. Anlauf ging schief. Es blieb bei den 20 Rennen, die man 1977 und 1978 in der F1-WM bestritt.

Das bedeutet aber nicht, dass sich Bob Sparshott zurücklehnte und die Motorsport-Szene verließ. Stattdessen versuchte er es eine Etage tiefer und brachte 1984 mit BS Automotive ein Team in die Formel-2-WM, die 1985 zur Formel-3000 wurde, aus der die heutige GP2 herausging. In der 2. Liga war das Team wesentlich erfolgreicher: Pascal Fabre gewann bereits 1984 ein Rennen, aber mit Christian Danner trumpfte man 1985 so richtig auf: Der Deutsche holte für das Team den Titel. Danach baute BS Automotive aber wieder ab und verschwand schließlich ganz.

Alle F2/F3000-Siege von BS Automotive
Hockenheim 1984: Pascal Fabre vor Thierry Tassin (Onyx; March BMW)
Pau 1985: Christian Danner vor Emanuele Pirro (Onyx; March Ford)
Dijon 1985: Christian Danner vor Mike Thackwell (Ralt; Ralt Ford)
Zandvoort 1985: Christian Danner vor Mike Thackwell (Ralt; Ralt Ford)
Donington 1985: Christian Danner vor Mario Hytten (Onyx; March Ford)

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