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Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 1. Prolog

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 1. Prolog

von Michael Zeitler

Mit Sébastien Buemi hat die Schweiz wieder eine F1-Hoffnung und !NS!DE RAC!NG eine neue Serie: Schweizer GP-Piloten.

| Faenza (!NS!DE RAC!NG) - Giorgio Mondini und Neel Jani waren in den letzten Jahren nah dran. Nah dran, Jean-Denis Deletraz als bisher letzten Schweizer F1-Fahrer abzulösen. Mondini war bei Midland Testfahrer, Jani bei Toro Rosso und davor bei Sauber Petronas. Zum Stammfahrer rückte weder der eine, noch der andere auf. Doch nun kam Sébastien Buemi. Die Vorschuss-Lorbeeren für Buemi hielten sich in Grenzen: Seine Resultate in der GP2 waren überschaubar, das F1-Cockpit bekam Buemi hauptsächlich, weil er im Red-Bull-Kader fuhr und Toro Rosso im Red-Bull-Besitz ist. Der Red-Bull-Kader gilt nicht als der Beste, lediglich Sebastian Vettel schaffte es zuvor zu größeren Erfolgen, aber Vettel gilt auch nicht als Fahrer, der nur von Red Bull entdeckt wurde. Der Nachwuchs-Coach von Red Bull, der ehemalige F1-Fahrer Dr. Helmut Marko, stand wegen seiner teilweise abenteuerlichen Fahrerauswahl nicht selten bereits ins Kreuzfeuer. Doch Buemi lässt die Kritik versumpfen: Der Enkel des ehemaligen F1-Konstrukteurs Georges Gachnang fährt im Toro Rosso Ferrari seinen Teamkollegen Sébastien Bourdais an die Wand. Bourdais ist immerhin ein 4-maliger IndyCar-Champion! Freilich sprechen die Misserfolge von Bourdais auch nicht unbedingt für die Qualität des Indy-Feldes, aber das soll die Leistung von Buemi nicht schmälern. Dem Schweizer wird nun eine glorreiche Zukunft vorausgesagt. Damit hat die Schweiz nicht nur endlich mal wieder einen GP-Fahrer, sondern auch ein absolutes Talent.

Schweiz mit weiteren F1-Hoffnungen: Die Leistungen von Buemi lassen den Schweizer Motorsport wieder hoffen. Denn den Schweizer Nachwuchsfahrer werden einige Hürden in den Weg gestellt. Die größte Hürde ist das Rundstreckenrennverbot, das in der Schweiz seit 1955 gilt. Nach dem schrecklichen Unfall beim 24-Stundenrennen von Le Mans mit fast 100 Toten wurde das Gesetz verabschiedet, seit Jahren versuchen vereinzelte Politiker, Motorsportler und Autoverbände das Rennverbot aufzuheben – mit fundierten Argumenten: Die viel gefährlicheren Bergrennen sind in der Schweiz nämlich nach wie vor erlaubt, die Sicherheitsbestimmungen bei Rundstreckenrennen längst nicht mehr mit jenen von 1955 zu vergleichen.

Schweizer Rennfahrer weichen deshalb nach Frankreich, Italien oder Deutschland aus, um ihrer Leidenschaft Motorsport nachzugehen. Trotzdem haben es Nachwuchsfahrer aus dem Alpenland freilich schwerer. Dennoch luhren zwei weitere Schweizer Rennfahrer auf einen F1-Einstieg: Zum einen gibt es da immer noch Neel Jani. Der Schweizer hat bei den Testfahrten im Toro Rosso Cosworth 2006 nicht den Besten Eindruck gemacht, hat sich inzwischen aber mit GP2-, IndyCar- und vor allem A1 GP Rennen weiterentwickelt. Jani führte das schweizer A1 GP Team in der Saison 2007/’08 zum Titel, wurde diese Saison Vizemeister, wie schon 2005/’06. Damit ist das schweizer Team das erfolgreichste in der Geschichte dieser Serie. Jani ist mit 10 Siegen zudem der erfolgreichste Fahrer im Feld, vor Nicolas Hülkenberg (9) und Alexandre Premat/ Johnny Reid (je 7).

Der zweite Schweizer Trumpf ist Romain Grosjean. Der derzeitige Spitzenreiter der GP2, der 2. Liga der Formel-1, ist Doppelbürger: Er ist Schweizer und Franzose. Er startete mit der französischen Rennlizenz, weil er sich dadurch bessere Chancen ausrechnet: Bei Renault ist er prompt bereits als Testfahrer an Bord. Und in der Schweiz gibt es das bereits angesprochene Rundstreckenrennverbot. Grosjean hat im Gegensatz zu Neel Jani keine schlechten Karten bezüglich eines F1-Stammcockpits 2010: Er soll bei Renault, Campos, sowie Toro Rosso Chancen haben.

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