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Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 2. Vorkriegsrennfahrer

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 2. Vorkriegsrennfahrer

von Michael Zeitler

Im zweiten Teil der Serie über Schweizer GP-Piloten geht es um die Fahrer vor 1950.

| Faenza (!NS!DE RAC!NG) - Dabei haben Schweizer Rennfahrer Tradition. Mario Leopori war einer der ersten Schweizer im GP-Sport, als er einen Bugatti beim Monaco GP 1929 auf den 7. Platz steuerte. Ein anderer war Hans Stuber, der ein Jahr drauf im selben Grand Prix und ebenfalls mit einem Bugatti 6. wurde. Über Stuber ist weit mehr bekannt als über Leopori, der eine Eintagsfliege im Motorsport war. Stuber, geboren 1896, fuhr dagegen bei zahlreichen Rennen. Der beliebte Rennfahrer verzichtete aber häufig auf GP-Rennen und betrieb hauptsächlich Bergrennen, weil er seine Zeit für den Motorsport durch seine Verpflichtungen als Hauptmann der schweizer Army eher begrenzt war. 1937, ein Jahr, nachdem er 1936 beim Schweiz GP für die Scuderia Maremanna fuhr, beendete er seine Rennfahrerkarriere. 1956 verstarb Stuber auf der Beerdigung eines Freundes an einem Herzinfarkt!

Armand Hug galt als einer besten schweizer Rennfahrer der Vorkriegszeit. 1915 wurde er in eine wohlhabende Familie geboren, begann seine Rennkarriere bei Bergrennen mit einem Bugatti. Bald stieg er auf Rundstreckenrennen um und gewann in der Voiturette-Klasse einige Rennen. Die Voiturette-Klasse war damals die 2. Liga des Motorsports, ähnlich der GP2 heute. Später wurde die Voiturette-Klasse in Formel-2 umbenannt. 1938 ging es dann richtig los: Er kaufte sich einen Maserati 4CM und trat damit bei einigen GP-Rennen an, eingesetzt von der Ecurie Helvetia von Ciro Basadonna. Hug war schnell an der Spitze dabei: Er gewann den Schweiz GP, wurde beim Modena GP 2., beim Mailand GP 3. Die Erfolge vernahm auch die restliche GP-Szene. Bei Maserati war er ein potenzieller Kandidat für das Werksteam, wäre er Italiener gewesen. Piero Dusio, der beim Italien GP 1952 mit einem Cisitalia fuhr, holte Hug aber zur Scuderia Torino, die er für 1939 aus dem Boden stampfte und die ebenfalls einen aktuellen Maserati-GP-Renner einsetzte. Hug gewann das Rennen in Reims, danach beendete ein schwerer Unfall in Albi seine Rennkarriere.

Hug verunfallte schwer, als er in einen Telefonmasten knallte, er wurde aus dem Auto geschleudert und flog 20 Meter durch die Luft, bis er auf dem Boden aufprallte. Die beiden nachfolgenden Fahrer Wakefield und Delorme hielten an und halfen Hugh, der den Unfall überlebte. Hug wurde in die Praxis von Dr. Escudie gebracht, der allerdings keine hoffnungsvollen Diagnosen stellen konnte. Gerüchte machten die Runde, dass Hug am Schädel operiert werden musste, was aber von den Ärzten dementiert wurde. Noch Tage nach dem Unfall war der Schweizer nicht bei Bewusstsein. Das erlangte er wieder, trotzdem waren seine Kopfverletzungen so stark, dass er bis zu seinem Tod Ende der 60er Jahre behindert blieb. Bereits 1934 zog sich Armand Hug bei einem Unfall eine Gehirnerschütterung zu.

Auch Christian Kautz hatte einen schweren Unfall. Anders als Hug überlebte Kautz den Crash allerdings nicht. Der Sohn eines Multimillionärs aus der Schweiz kam 1937 zu Mercedes Benz, bevor er 1938 zu Auto Union wechselte. Kautz fuhr nur ein paar wenige GP-Rennen, zeigte aber gute Leistung: Beim Monaco GP 1937 wurde Kautz 3. hinter Manfred von Brauchitsch und Rudolf Caracciola. Beim Schweiz GP 1948 verrannte sich Kautz. Beim gleichen Rennen starben auch Achille Varzi und Omobono Tenni. Ulrich Maag reifte 1934 zu einem starken GP-Piloten an. Mit seinem eigenen Rennstall setzte er privat Renner für sich ein und wurde beim Deutschland GP 1934 solider 6. Mehr konnte Maag nicht mehr zeigen: Noch im selben Jahr verstarb der Schweizer bei der Anreise zu einem Rennen. Adolfo Mandirola fuhr bei einer Vielzahl an GP-Rennen, meistens für die Ecurie Genevoise. Beim Frontiers GP 1938 wurde er 5.

Hans Rüsch gewann vor dem Krieg einige GP-Rennen, obwohl er stets nur Privatfahrer war. 1936 gewann Rüsch zusammen mit Dick Seaman auf einem Alfa Romeo den Donington GP, 1937 den Finnland GP, sowie den Frontiers GP und den Bukarest GP in Rumanien. Bis zu seinem Tod im August 2007 war Rüsch der älteste noch lebende GP-Sieger. Louis Braillard fuhr bis 1934 GP-Rennen, dann trat er zurück. Gemeinsam mit Benoît Falchetto gründete er 1933 die Ecurie Braillard, die von Louis’ Schwester Nelly Braillard finanziert wurde. Braillard gewann für sein eigenes Team 1933 den Albi GP mit einem Bugatti. Falchetto gewann für das Team 1934 zwei Rennen.

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