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Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 3. Privatfahrer und Eintagsfliegen

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 3. Privatfahrer und Eintagsfliegen

von Michael Zeitler

Einige schweizer F1-Piloten waren nur kurz in der Formel-1. !NS!DE RAC!NG erinnert im Rahmen der Serie über Schweizer GP-Piloten aber auch an sie.

| Faenza (!NS!DE RAC!NG) - Speziell in den 50er Jahren gab es zahlreiche Schweizer, die sich privat zu F1-Rennen meldeten. Einer von diesen Fahrern ist Toni Branca gewesen, der 1950 und 1951 bei insgesamt 3 WM-Rennen auftauchte. Dabei fuhr er jeweils mit einem Maserati. Beim Belgien GP 1950 holte er sich mit Rang 10 das beste Resultat seiner F1-Karriere. Bessere Resultate erzielte Branca bei Rennen außerhalb der WM. Nach 1951 fuhr der Schweizer vor allem noch bei Bergrennen, aber auch in Le Mans zum 24-Stundenrennen. Auch Ottorino Volonterio war ein solcher Privatfahrer. Zwar fuhr er den Spanien GP 1954 für Emanuele de Graffenried, die restlichen beiden F1-WM-Rennen seiner Karriere meldete er allerdings privat mit einem Maserati. Beim Deutschland GP 1956 wurde er mit einem Rückstand von 6 Runden nicht mehr gewertet, beim Italien GP 1957 wurde er 11. Der gelernte Rechtsanwalt, der sich vor allem bei Sportwagenrennen aufhielt, war bei GP-Rennen eher eine rollende Schikane als ein viel versprechendes Talent.

Neben den Fahrern, die sich privat meldeten, gab es auch noch die Eintagsfliegen. Damit sind Fahrer gemeint, die nur ein WM-Rennen gefahren sind. Beispiel: Xavier Perrot. Der Schweizer fuhr beim Deutschland GP 1969 einen Brabham Ford der Squadra Tartaruga auf Platz 10. Es folgten noch einige F2-Rennen, bis Perrot sich den Bergrennen widmete. Mit einem March-F2-Renner gewann er 1972 prompt den Europa-Titel – als bisher letzter Schweizer. Perrot begann seine Rennfahrerkarriere bereits mit Bergrennen. 1973 hing er den Helm an den Nagel um sich seiner KFZ-Werkstatt hinzugeben. Im Dezember 2008 lebte Perrot 76-jährig ab.

Albert Scherrer fuhr beim Schweiz GP 1953 für das HWM-Werksteam, spulte allerdings nicht 90% der Renndistanz ab und kam deshalb nicht in die Wertung. Scherrer fuhr aber auch hauptsächlich Berg- und Sportwagen-Rennen. Auch Heinz Schiller brachte bei seinem einzigen Grand Prix im Rahmen der WM keine vernünftige Position zu Stande: Beim Deutschland GP 1962 schied er mit einem Öldruck-Problem an seinem Lotus BRM der Ecurie Filipinetti aus. Schiller war ein wahrer Künstler, wenn es darum ging, irgendetwas schnell fortzubewegen: Bevor er überhaupt auf die Idee Motorsport kam, wurde Schiller Sppeeboot-Meister! Erst in den 50er Jahren begann er auch mit Motorsport-Rennen, fuhr Sportwagen, Bergrennen und Formel-Rennen. Größere Erfolge schaffte er in allen Klassen mit Ausnahme der Formel-Serien. Schiller fuhr einige F1-Rennen ohne WM-Status. 1967 hatte Schiller bei einem Bergrennen einen schweren Unfall mitsamt sämtlichen Knochenbrüchen. Noch 3 Jahre später könnte er nur mit Krücken laufen – das Ende seiner aktiven Karriere. Er gründete noch ein eigenes Rennteam, das 1977 und 1978 mit Porsche-Rennern in Le Mans starteten, allerdings ohne Erfolge. 2007 verstarb Schiller.

Rudolf Schoeller fuhr beim Deutschland GP 1952 einen Ferrari für die Ecurie Espadon, in der er selbst Teilhaber war. Schoeller schied mit Aufhängungsschaden aus. Schoeller fuhr bereits vor dem 2. Weltkrieg Autorennen. Deshalb war er zum Zeitpunkt seines GP-Debüts bereits 50 Jahre und 99 Tage alt! Damit liegt er auf Platz 10 in der ewigen Bestenliste der ältesten GP-Debütanten. Auf Platz 1 liegt nach wie vor der Belgier Arthur Legat, der beim Belgien GP 1953 stolze 53 Jahre und 233 Tage alt war. Es folgen Philippe Etancelin (53 Jahre, 135 Tage) und Adolf Brudes (52 Jahre, 293 Tage). Jo Vonlanthen kommt ebenfalls nur auf ein F1-WM-Rennen: Beim Österreich GP 1975 fuhr er einen Williams Ford bis ihn ein Motorschaden stoppte. Obschon auch Vonlanthen relativ spät erst zum Motorsport kam, durchlief er eine normale Laufbahn, beginnend mit der Formel-Vau, über die schweizer F3-Meisterschaft (Meister 1972 mit einem Tecno) und danach noch letzte Feinschliffe bei F2-Rennen, ehe es in die Formel-1 ging. Neben dem angesprochenen F1-Rennen fuhr Vonlanthen auch noch 2 F1-Rennen für Ensign, die aber nicht zur Meisterschaft zählten. Noch heute fährt er bei historischen Rennen. Beim GP von Deutschland 1962 ging auch Heini Walter in einem Porsche für die Ecurie Filipinetti an den Start und wurde 14. Walter, der im Mai 2009 im Alter von 81 Jahren verstarb, fuhr vor allem Bergrennen, wurde 1961 Berg-Europameister.

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