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Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 5. Fußnoten-Fahrer

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Schweizer Rennfahrer: 5. Fußnoten-Fahrer

von Michael Zeitler

Im Laufe der GP-Geschichte gab es auch einige Schweizer, die zwar gefahren sind, aber nicht die größte Bedeutung hatten. Mit anderen Worten: Sie bilden nicht mehr als nur eine Fußnote. Lesen Sie in diesem Teil unserer Serie über Schweizer GP-Piloten mehr über Deletraz, Kessel, May und anderen.

| Faenza (!NS!DE RAC!NG) - Im Verlauf der F1-WM gab es auch Schweizer, die keine besondere Rolle in der Geschichte spielten. Sie waren nichts weiter als Fußnoten. Eine solche Randnotiz war auch Andrea Chiesa. Chiesa fuhr 1992 bei Fondmetal, konnte sich bei den 10 Versuchen aber nur für 3 Rennen qualifizieren. Bei allen 3 Rennen schied Chiesa in Folge von Drehern oder Unfällen aus. Zuvor fuhr Chiesa 4 Jahre lang in der Formel-3000, auch dort ohne größere Erfolge gefeiert zu haben. Zuletzt fuhr Chiesa in Le Mans für Spyker Sportwagen.

Jean-Denis-Deletraz war in letzter Zeit häufig in aller Munde, weil er der letzte Schweizer F1-Fahrer war – bis Buemi kam. Nachdem er nun auch das nicht mehr ist, wird Deletraz auch immer mehr zu einer Fußnote. Deletraz fuhr nur 3 GP-Rennen: Beim Australien GP 1994 für Larrousse (Getriebeschaden), den Portugal- und Europa GP 1995 für Pacific. Beim europäischen Grand Prix wurde er dabei 15., seine beste Platzierung in der Formel-1. Der 48-Jährige, der ein so genannter Bezahlfahrer war, also für seine F1-Rennen jede Menge Sponsorengelder mitbrachte, fährt seit Jahren Sportwagen und konnte auch 3 Mal die LMP2-Klasse gewinnen. Dass Deletraz ein Bezahlfahrer war, war in der Formel-3000 noch offensichtlicher, als er 1990 einfach das FIRST-Team kaufte um einen Platz zu haben.

Genau wie Deletraz war auch Gregor Foitek ein Pay-Driver. Foitek kam 1989 bei EuroBrun unter, qualifizierte sich aber für kein Rennen, auch nicht beim Spanien GP, als er für Rial fuhr. 1990 ging er zunächst für 2 Rennen zu Brabham, brachte den Brabham Judd auch beide Male in die Startaufstellung, nicht aber ins Ziel. Er ging zu Onyx, wo er beim Monaco GP mit Platz 7 sein bestes F1-Ergebnis herausfuhr. Sein Vater Karl Foitek wurde bei Onyx sogar Teilhaber, was Foitek natürlich das Cockpit sicherte. Karl Foitek, in den 70er Jahren selbst ein Sportwagen-Fahrer, kaufte sich gemeinsam mit Peter Monteverdi, ebenfalls ein ehemaliger Rennfahrer, der in den 60er Jahren bereits einen F1-Renner konstruierte, der aber kein F1-WM-Rennen bestritt, das Onyx-Team. 1992 fuhr Foitek bei Foyt 2 IndyCar-Rennen, die er aber beide nicht beenden konnte.

1987 startete ein Schweizer namens Franco Forini bei 2 F1-WM-Rennen, beim Spanien GP war er zudem gemeldet, schaffte aber die Qualifikation für das Rennen nicht. Danach schmiss ihn das Osella-Team auch wieder raus. Bei den anderen beiden Rennen überquerte er die Ziellinie jeweils nicht – allerdings war stets die Technik des Osella Alfa Romeo FA1 schuld. Nach seinen F1-Rennen schlug Forini einen ungewöhnlichen Weg ein: Der heute 50-Jährige ging 1988 wieder in die italienische Formel-3 zurück, die ihm mit dem Titelgewinn 1985 groß gemacht hatte. Denn die einzelne F3000-Rennen 1986 konnten es nicht gewesen sein, die Osella zu einer Verpflichtung von Forini überzeugten, schon eher der Titel 1985 mit Forti und einem Dallara VW in der F3, sowie sein Sponsorengeld in der Tasche. Nach 3 Jahren Formel-3 (2 als Fahrer, eines als Manager des MC-Motorsport-Teams) fuhr Forini noch Kartrennen, ehe er den Helm an den berühmten Nagel hing und eine eigene Tankstellenkette aufbaute.

Loris Kessel fuhr 1976 bei insgesamt 3 F1-Rennen für RAM. Mit seinem Brabham Ford wurde er beim Belgien GP immerhin 12. Im folgendem Jahr setzte er einen privaten F1-Renner beim Italien GP ein, konnte den Apollon Ford aber nicht qualifizieren. Der Apollon-Renner war im Prinzip eine Weiterentwicklung eines alten Williams-Chassis. Später fuhr er noch gelegentlich Bergrennen und Sportwagen (1993 auch beim 24-Stundenrennen von Le Mans). Seit 2000 führt Loris Kessel ein eigenes Team, das auch nach ihm benannt ist. Das Team startet unter anderem in der FIA GT3 Europameisterschaft. Das Team setzt vor allem Ferrari-Renner ein. Nicht mit Ferrari-Renner, sondern mit einem Lotus Climax der Scuderia Colonia fuhr Michel May beim Monaco- und Frankreich GP 1961, wurde in Frankreich 11. May, der 1959 in der Formel-Junior in den Formel-Sport einstieg, war auch für den Deutschland GP gemeldet. Im Training hatte er aber einen schweren Unfall, in Folge dessen nicht nur ein Start im Rennen nicht möglich war, sondern er zog sich auch komplett als aktiver Protagonist zurück. Dafür arbeitete er später noch in der Motorenabteilung bei Ferrari und Porsche. May war ursprünglich nämlich auch Ingenieur.

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