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Serie: Formel-1 - Teamchefs bei Renault/Benetton/Toleman: 2. Jean Sage

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Teamchefs bei Renault/Benetton/Toleman: 2. Jean Sage

von Michael Zeitler

Jean Sage war der erste Renault-F1-Teamchef und ist damit auch der erste Teamchef, der in unserer Serie über die Renault-Teamchefs vorgestellt wird. Eigentlich ist das nicht mehr nötig: Erst vor wenigen Tagen mussten wir einen Nachruf für den Franzosen erstellen...

| Enstone (!NS!DE RAC!NG) - Als Renault 1977 mit einem eigenen Werksteam in die Formel-1 kam, war Jean Sage ein wichtiger Kopf hinter dem Projekt. Gemeinsam mit Gerard Larrousse leitete der Franzose das Renault-Team. Offiziell war er dabei in den ersten beiden Jahren Teamchef, aber auch danach war er in einer ähnlichen Funktion im Team tätig, als Teamdirektor. Sage blieb bis zum Werks-Ausstieg 1985 an Bord. Dass Renault Sage und Larrousse für die Leitung des F1-Teams anheuerte, war kein Zufall: Die beiden besaßen in der Formel-2 bereits einen eigenen Rennstall, der ebenfalls stark von Renault unterstützt wurde. Hauptgeldgeber hinter dem Rennstall, der sich Ecurie Elf Switzerland nannte, war der schweizer Amateur-Motorsportler Paul Archambeaud. In der Formel-2 hatte das Team Erfolg: Jean-Pierre Jabouille gewann 1976 den EM-Titel, mit einem eigens gebauten Jabouille Renault! Jabouille war mit Andre de Cortanze auch für die Konstruktion des ersten F1-Renaults verantwortlich, der freilich auch von Jabouille selbst pilotiert wurde. Unter Sage als Teamchef konnte Renault keinen Punkt an Land ziehen, erst Ende 1978 ging es steil bergauf. Dann übernahm aber Larrousse den Posten des Teamchefs, wie bereits erwähnt war das allerdings reine Formsache.

Alle F2-EM-Siege von Ecurie Elf Switzerland
Hockenheim 1975: Gerard Larrousse vor Hans Joachim Stuck (March; March BMW)
Salzburg 1975: Jean-Pierre Jabouille vor Hans Binder (Jörg Obermoser; March BMW)
Vallelunga 1976: Jean-Pierre Jabouille vor Patrick Tambay (Elf; Martini Renault)
Salzburg 1976: Michel Leclère vor Maurizio Flammini (March; March BMW)
Mugello 1976: Jean-Pierre Jabouille vor René Arnoux (Elf; Martini Renault)
Hockenheim 1976: Jean-Pierre Jabouille vor Michel Leclère (Elf Switzerland; Jabouille Renault)
Gesamt: Jean-Pierre Jabouille (4), Gerard Larrousse (1), Michel Leclère (1)

Sage und Larrousse lernten sich in der Rallye-Szene kennen. Larrousse war nämlich selbst Rennfahrer (gewann auch ein F2-EM-Rennen für das gemeinsame Ecurie-Elf-Switzerland-Team), auch in der Rallye-Szene. Als Beifahrer fungierte oftmals kein geringerer als Jean Sage. Bei der Korsika-Rallye 1966 bauten die beiden einen schweren Unfall. Sage brach sich dabei einen Halswirbel, damit war dessen aktive Fahrerkarriere beendet. Denn auch Sage fuhr selbst Rennen, schaffte es sogar schon bis zu einigen belanglosen Auftritten in der Formel-3.

Aktuell ist Jean Sage durch seinen Tod wieder in aller Munde. Er verstarb diese Woche an einem Krebsleiden, 68 Jahre alt. Im Sommer noch zeigte er sich bei der Ernestal Classic, einem Rennen für historische GP-Rennen kampfstark. Bei historischen Rennen war Sage eine gern gesehene Figur, trat bei einigen solcher Rennen auch als Veranstalter oder Fahrer auf. Er selbst war im Besitz mehrere Ferrari-Rennwagen (Ferrari war seine tatsächliche Liebschaft), aber auch eines Talbot-GP-Renners aus dem Jahre 1939. Der Talbot war ein gelungener Wurf, noch 10 Jahre später konnte Harry Schell damit den Luxemburg GP gewinnen!

Zwischen den Stationen Renault und historischem Motorsport arbeitete Jean Sage 1989 und 1990 noch in der Führungsriege des französischen Ferrari-Teams von Charles Pozzi, das in der GT-Szene unterwegs war.

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