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Serie: Formel-1 - Die Vorbesitzer von MercedesGP: 2. Ken Tyrrell

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Die Vorbesitzer von MercedesGP: 2. Ken Tyrrell

von Michael Zeitler

Ken Tyrrell besaß sein eigenes Team von 1960 bis 1997. Ein Portrait des Gründers des heutigen Mercedes-Werksteams.

| Brackley (!NS!DE-RAC!NG) - Ken Tyrrell ist bis heute einer der berühmtesten F1-Teamchefs in der Geschichte. Obschon er immer wieder auch mal über das Limit des F1-Reglements stolperte, etwa bei der Tankaffäre 1984, genoss Tyrrell einen guten Ruf. Er ist so zu sagen das britische Exemplar von Peter Sauber. Denn auch Ken Tyrrell gilt als einer der Talententdecker. Auch ein deutsches Talent fand durch Ken Tyrrell den Weg in die Formel-1: Stefan Bellof. Der Deutsche sollte 1986 zu Ferrari wechseln, aber der Durchbruch blieb ihm versagt: Er verstarb 1985 bei einem Sportwagenunfall.

Clever war Ken Tyrrell schon immer. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete er ein Bauholzunternehmen. Er wusste, dass Holz nach dem Krieg besonders gefragt war. Das Unternehmen machte Tyrrell zu einem wohlhabenden Mann, der sich damit dem widmen können, was Männer gerne haben: Schnelle Autos. 1952 bestritt er auf einem Cooper-Norton sein erstes Rennen, ein Clubrennen in Silverstone. Seine Anfangskarriere war fest mit Cooper verbunden. Als John Cooper zwischenzeitlich erkrankte, übernahm Ken Tyrrell die Leitung des Cooper-Teams in der Formel-1. Das ist aber bereits Jahre später, denn zunächst fuhr er weiterhin selbst Rennen. 1958 fuhr er sogar einen F1-Lauf, allerdings keinen, der zur Fahrermeisterschaft zählte. Beim Rennen in Aintree saß er jedoch in einem Cooper Climax vom Team Nicon Garage. Tyrrell schied aus. 

Im gleichen Jahr machte er aber die Entdeckung, dass sein Talent auf der anderen Seite der Boxengasse besser aufgehoben wäre. Der Ex-F1-Pilot Alan Brown und dessen Geschäftspartner Cecil Libowitz betrieben einen eigenen Rennstall, das United Stable Team, das sich beim USA GP 1959 vergeblich versuchte zu qualifizieren. Beide holten Tyrrell an Bord, denn Tyrrell sollte durch seine guten Kontakte zu Coopers beiden helfen, einen Cooper für die Formel-2 zu verschaffen. Zu dritt wollten sie ein Team einsetzen. Dieses Schlüsselerlebnis ließ Tyrrell umdenken und er kümmerte sich künftig um das Management von Teams.

Besser gesagt von einem Team: Der Tyrrell Racing Organisation. Das Tyrrell-Team, also der Ursprung des heutigen Mercedes-Werksteam, wurde 1960 aus dem Boden gestampft. Tyrrell blieb bis 1997 an Bord, holte auch seine beiden Söhne ins Team. Als man den Rennstall an BAR verkaufte, besaß Bob Tyrrell nicht weniger als 23% des Tyrrell-Teams. Ferner war er als Direktor auch ins Renngeschäft eingespannt. Anders als der zweite Tyrrell-Sohn Kenneth. Ihm gehörten dennoch 10% des Teams. Traurig: 2 Jahre nach dem Ausscheiden von Ken Tyrrell diagnostizierten die Ärzte Krebs bei ihm. Nach 2 Jahren endete sein Krebsleiden – jedoch mit negativem Ausgang.

Einen ausführlichen Rückblick auf das Tyrrell-Team gibt es in Kürze auf !NS!DE RAC!NG.

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