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Serie: Formel 1 - Japanische Teambesitzer: 4. Matsuhisa Kojima

Geschrieben von: Michael Zeitler.

 

F1: Serie: Japanische Teambeitzer: 4. Matsuhisa Kojima

Michael Zeitler

 

Matsuhisa Kojima gründete in den 70er Jahren ein Team, das sogar eigene F1-Renner baute. Und Erfolge waren durchaus da.

 

 

Matsuhisa Kojima verdiente sich sein Geld als Bananenimporteur. Mit diesem Geld finanzierte er sich seine Rennfahrerkarriere. Ende der 60er Jahre war er ein erfolgreicher Motocross-Fahrer für Suzuki. Anfang der 70er Jahre suchte sich Kojima aber eine andere Aufgabe im Motorsport: Er gründete das Kojima Racing Team. 1974 fuhr das Kojima-Team, das auch in der japanischen Formel-3 aktiv war, erstmals in der japanischen Formel-2. Als Fahrer des Surtees Ford TS15 wurde Masahiro Hasemi engagiert, sowie Kazuyoshi Hoshino. Gleich das 2. Rennen konnte das Team gewinnen, nämlich in Suzuka, vor dem späteren Meister Noritake Takahara. Vizemeister wurde Hasemi. Hasemi fuhr auch 1975 ein paar Rennen für das Team, das nun einen March Renault einsetzte. 1976 wurde er für Kojima in einem March BMW wieder hinter Takahara Vizemeister, ohne jedoch ein Rennen zu gewinnen. Auch Moto Kitano (mit einem March Nissan) und Kenji Tohira (March BMW) fuhren 1976 für Kojima, allerdings recht erfolglos. Als Gäste starteten auch Hans Joachim Stuck und Vittorio Brambilla für Kojima. 1977 setzte Kojima auch erstmals einen eigenen Rennwagen in der Serie ein, den Kojima BMW KE008. Hasemi wurde damit Gesamt-4. Ein Kojima-Renner ging auch an das Speedstar Racing Team. Kunimitsu Takahashi gewann damit sogar ein Rennen. Auch 1978 setzte Speedstar für Takahashi, der wieder ein Rennen gewann, und Masao Segawa Kojima-Renner ein. Kojima fuhr 1978 auch bei ein paar Rennen in der europäischen Formel-2 mit, also der F2-EM. Yoshimi Katayama, der nichts mit dem späteren F1-Fahrer Ukyo Katayama zu tun hat, wurde 1979 im Kojima BMW KE011P Gesamt-9. Es war aber auch die letzte Saison für Kojima in der Serie. Bis in die 80er Jahre hinein blieb das Team jedoch bestehen.

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Alle Siege von Kojima in der japanischen F2/F3000/Formel-Nippon

Suzuka 1974: Masahiro Hasemi vor Noritake Takahara (Takahara; March BMW)

Suzuka 1977: Masahiro Hasemi vor Kazuyoshi Hoshino (Heroes; Nova BMW)

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Als die Formel-1 1976 und 1977 einen Boxenstopp in Japan einlegte, meldeten sich einige japanische Fahrer und Teams. Auch Kojima startete bei beiden Japan GP, und zwar nicht mal erfolglos: Masahiro Hasemi qualifizierte sich beim Japan GP 1976 auf den 10. Startplatz! Im Rennen wurde er 11., drehte aber die schnellste Rennrunde! Böse Zungen behaupten, dass die japanischen Veranstalter es mit der Zeitabnahme nicht so genau nahmen und eigentlich Jacques Laffite die Schnellste Rennrunde gedreht hätte. Mit Noritake Takahara ging es 1977 nicht mehr so gut: Der Japaner schied mit einem Unfall aus. Einen Kojima verkaufte man auch an Heroes Racing. Kazuyoshi Hoshino fuhr den Kojima Ford, der auf Bridgestone-Walzen fuhr. Bridgestone war damals gar kein F1-Reifenhersteller, aber für die Einsätze von Kojima rüstete Bridgestone auch mit F1-Reifen auf.

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Andere Zulieferer von Kojima waren Kayaba (Dämpfer), Ford Cosworth (Motoren) und Hewland (Getriebe). Als Ingenieur holte Kojima den Japaner Kikuo Kaira, in Japan mit großem Ansehen behaftet. Der Designer des Rennwagens war übrigens Masao Ono, der auch den Formel-1 Renner des Maki-Teams konstruierte. Maki war ein japanisches Team von Kenji Mimura. Am Kojima, den 1977 Heroes einsetzte, veränderte sich allerdings noch einiges, besonders im Bereich des Hecks war der KE009/2 auffälliger gestaltet als der KE009/1, den Kojima Engineering einsetzte.

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Kojima plante noch weitere F1-Rennen: 1977 wollte man zunächst an den Südamerika-Rennen teilnehmen. 1978, so die Pläne von Matsuhisa Kojima, sollte das Team eine ganze Saison fahren. Dafür wollte man sich ein F1-Auto kaufen, von Shadow oder Surtees. Die Kojima-Renner währenddessen sollten an den Deutschen Willi Kauhsen verkauft werden, der damit 1978 ein F1-Team einsetzen wollte. Aber es fehlte das Geld um die Chassis von Japan nach Deutschland zu bringen. 1979 gab es nochmals ein F1-Versuch von Kauhsen, mit einer Eigenkonstruktion. Diese scheiterte aber ebenfalls. Der KE009/1 ging dafür an Kenneth Heyer, Sohn des früheren F1-Fahrers Hans Heyer. Heyer startete beim Deutschland GP 1977 mit einem Penske Ford von ATS, allerdings illegal. Denn der Deutsche war eigentlich gar nicht für das Rennen qualifiziert. Der Rennleitung fiel das nicht auf. MZ

 

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