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Serie: Formel-1 - Die Vorbesitzer von Mercedes GP: 8. Prodrive

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Die Vorbesitzer von Mercedes GP: 8. Prodrive

von Michael Zeitler

Das Prodrive-Team versucht nach wie vor in die Formel-1 zu kommen. Als Teilhaber von BAR war man bereits an Bord.

| Brackley (!NS!DE-RAC!NG) - Hört man den Namen Prodrive, so denken viele F1-Fans freilich an ein Team, das seit Jahren vergeblich versucht, in die Formel-1 einzusteigen. Tatsächlich aber war Prodrive bereits in der Formel-1 involviert: Von 2001 bis 2004 bei BAR. Das Prodrive-Team von David Richards übernahm einige Anteile am Team, Richards wurde Teamchef und weitere Prodrive-Mitarbeiter wechselten zu BAR. So ist auch der heutige Mercedes-Geschäftsführer Nick Fry ein ehemaliger Prodrive-Mann.

Aber das Engagement bei BAR war nicht das, was Richards für seine Firma Prodrive wollte. Denn Richards will seit Jahren, dass Prodrive ein eigenständiges Team in der Formel-1 wird. So, wie auch in der Rallye-WM bis zum Ausstieg von Subaru 2008. Für den Rallye-Sport wurde Prodrive ursprünglich auch von Richards und Ian Parry gegründet. Jahrelang arbeitete man mit Subaru zusammen, wurde 1992 mit Colin McRae am Steuer britischer Meister, 1995 Rallye-Weltmeister. Vor der Zusammenarbeit mit dem japanischen Autokonzern, mit dem man sogar schon ein Straßenauto entwickelt hat, arbeitete Prodrive mit Porsche zusammen. Bei den Tourenwagen in den 80er Jahren auch mit BMW und seit wenigen Jahren in der Le-Mans-Serie, also bei den Sportwagen, mit Aston Martin. Die Sportwagenmarke ist auch im Besitz von Richards.

Die F1-Pläne verfolgt Prodrive seit 1994, als man mit der Übernahme des Simtek-Teams in Zusammenhang gebracht wurde. Auf Anfrage per Mail erklärte Richards 2009 jedoch exklusiv, dass die Verhandlungen nicht wirklich weit fortgeschritten waren. Auch bei Tyrrell waren die Gespräche bald wieder beendet, als es um eine Übernahme ein paar Jahre später gibt. Richards hatte nämlich bei Benetton den Posten des Teamchefs angeboten bekommen und nahm diesen auch an. Aber Richards wollte nicht Teamchef bleiben, stattdessen stellte er im Hintergrund ein eigenes Projekt zusammen, mit dessen Hilfe, das Benetton-Team übernommen werden sollte. Das Projekt beinhaltete den amerikanischen Automobilhersteller Ford, das Arden-Team aus der Formel-3000, in das sich Prodrive einkaufte und das heute noch Christian Horner gehört, der mittlerweile F1-Teamchef bei Red Bull ist, sowie Galmer Racing, eine Firma, die in der IndyCar Chassis baute, aber auch in der Formel-1 bereits Rennwagen für Brabham baute und die ebenfalls von Richards übernommen wurde. Aber Benetton wollte das Team nicht verkaufen, also ging Richards nach einem Jahr als Teamchef 1998 bereits wieder weg von Benetton.

Konkret wurden die F1-Projekte auch 2006 und 2009. Im März 2006 schrieb sich Prodrive für die F1-WM 2008 ein und bekam auch einen Startplatz. Doch Prodrive nahm diesen nie in Anspruch, weil der Plan, mit Kundenchassis von McLaren Mercedes zu fahren, verboten wurde. Auch als sich Prodrive 2009 für die F1-WM 2010 einschrieb, versuchte man das in Partnerschaft mit McLaren Mercedes, bekam dieses Mal aber nicht einmal einen Startplatz zugesprochen. Prodrive schließt einen F1-Einstieg in Zukunft aber weiterhin nicht aus.

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