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Serie: Formel-1 - Die Vorbesitzer von Mercedes GP: 9. Honda

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Die Vorbesitzer von Mercedes GP: 9. Honda

von Michael Zeitler

Der japanische Autohersteller Honda baute das Nest, in das sich Mercedes nun setzt.

| Brackley (!NS!DE-RAC!NG) - Der japanische Automobilkonzern dürfte sich in den Hintern beißen: Seit 2004 kauften sie sich immer mehr Anteile des BAR-Teams, ab 2006 schluckten sie das Team komplett und der Rennstall hieß Honda. Jenson Button und Rubens Barrichello fuhren die drei Jahre für Honda und konnten nicht für Aufsehen sorgen. Nur Button gewann den chaotischen Grand Prix in Ungarn 2006. Nach drei erfolglosen Jahren und wegen des Ausbruchs der weltweiten Wirtschaftskrise, zog Honda nach der Saison 2008 den Stecker aus dem Projekt und verkaufte das Team an Ross Brawn und ein Konsortium. Um das Überleben des Teams zu sichern, pumpte Honda aber auch 2009 noch 100 Millionen Euro ins Team, vom Namen Honda war aber keine Rede mehr. Und prompt wurde das Team 2009 sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurs-WM Meister! Und nun setzt sich mit Mercedes ein Konkurrent aus Deutschland ins von Honda gemacht Nest und hat ein Weltmeisterteam gekauft.

Das erste Honda-Werksteam gab es in der Formel-1 bereits in den 60er Jahren – und anders als seit 2006, als das Team aus einem typischen britischen Rennteam hervorging, war das Team in den 60er Jahren ein wirklich japanisches: Sämtliche Spitzenpositionen wurden von Japanern bekleidet, es fehlte eigentlich nur ein japanischer Fahrer. Yoshio Nakamura wurde Teamchef, Tadashi Kume, von 1983 bis 1990 Präsident von Honda, war verantwortlich für das Design des F1-Hondas, unterstützt vom Technischen Direktor Hisakazu Sekiguchi und Fahrgestellskonstrukteur Hideo Takeda, den Honda-Motor konstruierte Shoichiro Irimagiri.

Als Fahrer fuhr aber erst ein, ab 1965 zwei US-Amerikaner: Ronnie Bucknum und Richie Ginther. Ginther war es auch, der beim Mexiko GP 1965, im elften F1-WM-Rennen von Honda, den ersten Sieg für die Japaner verbuchen konnte. Anders als bei Toyota von 2002 bis 2009, die ebenfalls wie Honda in den 60er Jahren auf den japanischen Weg setzten, war Honda also durchaus erfolgreich. 1967 folgte in Italien ein weiterer Sieg von Honda, dieses mal mit dem Briten John Surtees am Steuer, der 1964 für Ferrari Weltmeister wurde und auch auf dem Motorrad schon WM-Titel gewann. Damals war der Honda aber kein reinrassiger Honda mehr, sondern das Chassis wurde von der Chassisschmiede Lola entwickelt.

Auch als Honda für 2000 das Comeback als Hersteller vorbereitete, ließ man das Chassis von einer Chassisschmiede entwickeln, nämlich Dallara. Als jedoch Projektleiter Harvey Postlethwaite verstarb, schmiss Honda das Projekt auf dem Haufen. Man belieferte stattdessen BAR und zunächst auch noch Jordan mit Werksmotoren.

Als Motorenlieferant war Honda eine große Nummer. Die 80er Jahren wurden maßgeblich von Honda geprägt, gemeinsam mit Williams, Lotus und vor allem McLaren. Nach dem Ausstieg 1968 kam Honda 1983 als Motorenlieferant zurück, zunächst nur bei Spirit, dann aber auch bei den drei genannten Topteams. Mit Williams gewann Honda einen Titel, mit McLaren deren vier – und das auch noch in Folge. Mit McLaren holte Honda auch 44 GP-Siege in der WM, trotzdem kam nach der Saison 1992 der Rückzug – mehr war einfach nicht mehr zu gewinnen.

Die Honda-Motoren blieben in der Formel-1, weil sie die Firma Mugen kaufte und weiterwartete. Die Mugen-Honda-Motoren waren mit Jordan sogar noch siegreich, wurden abgelöst, als Honda werksseitig ab 2000 wieder zurückkehrte. Der Rest wurde bereits geschrieben.

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