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Serie: Formel 1 - Japanische Teambesitzer: 5. Kenji Mimura

Geschrieben von: Michael Zeitler.

 

Serie: Formel 1 - Japanische Teambesitzer: 5. Kenji Mimura

Michael Zeitler

 

Kenji Mimura war der erste Japaner, der ein eigenes F1-Team an den Start brachte. Er stampfte gemeinsam mit Howden Ganley 1974 das Maki-Team aus dem Boden.

 

 

| Tokio (!NS!DE RAC!NG) - 81 Mal konnte sich ein Fahrer des Osella-Teams nicht für einen F1-GP qualifizieren – damit ist das italienische Team natürlich Spitzenreiter, vor AGS (74) und Coloni (67). Doch alle 3 Teams schafften es zumindest einmal in die Startaufstellung eines Grand Prix Rennens. Life schaffte das nicht, bei 14 Versuchen. Und auch Maki schaffte es nicht. Man versuchte es 7-Mal. Nicht dazu gerechnet ist der Holland GP 1975, bei dem sich Hiroshi Fushida als 25. zwar für das Rennen qualifizieren konnte, aber wegen Motorenproblemen trotzdem nicht antreten konnte. Trotzdem: das Maki-Team war ein mutiges F1-Projekt. Nur ein Rennstalls aus Japan versuchte sich zuvor in der Formel-1, und zwar das Honda-Werksteam in den 60er Jahren.

Das Maki-Team gehörte dem Japaner Kenji Mimura. Mimura war im Maki-Team aber auch für die technischen Belange zuständig. Er war nämlich zugleich Technischer Direktor im Team. Der Chefdesigner, Masao Ono, der auch die F1-Renner von Kojima baute, war Mimura also sogar doppelt unterstellt. Logisch: Die Formel-1 von 1974, als das Maki-Team das F1-Debüt gab, sollte man nie mit der Formel-1 von 2008 vergleichen. Wenn man es aber müsste, dann könnte man Mimura durchaus mit Ross Brawn vergleichen, der bei Honda zwar offiziell die Rolle des Teamchefs inne hat, aber sich hauptsächlich um den Technikstab bei Honda kümmert. Eine jahrelange Vergangenheit als Techniker und vor allem Technischer Direktor hinterlässt halt seine Spuren.

Das Maki-F1-Projekt wurde neben Mimura auch von Howden Ganley aufgebaut. Der Neuseeländer war zunächst Mechaniker bei McLaren und fuhr später auch 35 F1-Rennen in der WM, zwischen 1971 und 1974 – für BRM, Williams und March. Auch bei Maki war er 1974 Fahrer. Aber Ganley war aus anderen Gründen wichtiger: Er stellte Mimura seine Werkstatt zur Verfügung. Darin wurde der Maki Ford F101 gebaut, der bis weit in die 90er Jahre übrigens im Besitz von Jan Lammers war. Der Holländer rühmt sich damit, die längste Pause in der Formel-1 eingelegt zu haben. Zwischen seinem vorderhand letzten Grand Prix in Frankreich 1982 und seinem Comebackrennen, dem Japan GP 1992, vergingen mehr als 10 Jahre oder 162 F1-Rennen.

Die erste Meldung mit Ganley:

Beim Großbritannien GP 1974 war Maki mit Ganley erstmals gemeldet, ohne vorher rennsportliche Erfahrung in der Nachwuchsserien gemacht zu haben. Maki startete zuvor weder in der japanischen Formel-3, noch in der japanischen Formel-2, noch sonst irgendwo. Natürlich verpasste Ganley die Qualifikation für das Rennen, wie auch beim Deutschland GP. Ganley zog sich bei einem Crash auf der Strecke im Training 2 Knochenbrüche zu – seine F1-Karriere beendete er anschließend. Dann paussierte Maki erst Mal. Beim Schweden GP 1975 meldete sich Maki wieder mit Dave Walker als Fahrer, reiste aber nicht nach Skandinavien. Mit Fushida kam man dann aber nach Holland. Weder Fushida, noch dessen Ersatz Tony Trimmer brachten den Maki Ford in die Startaufstellung. Erst beim Japan GP 1976 tauchte Maki mit Trimmer am Steuer nochmals auf. Aber nicht mal für das Heimrennen konnte man sich qualifizieren.

Kenji Mimura war aber nicht nur der Drahtzieher hinter dem Maki-Team. Er leitete später auch das Le-Mans-Projekt von Dome. 1985 gründete er seine eigene Firma, die sich Mim Design nannte und sich nicht nur um Autokonstruktionen beschäftigte.

 

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