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Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 3. Bulgarien

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 3. Bulgarien

von Michael Zeitler

Vladimir Arabadzhiev und Plamen Kralev sind in der asiatischen GP2 unterwegs. Kommt also bald ein Bulgarier in die Formel-1?

| Moskau (!NS!DE-RAC!NG) - Bulgarien:

Fahrer, die an der Formel-1 klopfen: Vladimir Arabadzhiev und Plamen Kralev: In der asiatischen GP2 fahren derzeit gleich zwei Fahrer aus Bulgarien! Bei Rapax, dem Team von Ex-F1-Weltmeister Nelson Piquet greift Vladimir Arabadzhiev ans Steuer, für Trident fährt Plamen Kralev. Der Erfolg der beiden hält sich in Grenzen: Keiner kam bisher in die Punkte. Wobei Arabadzhiev zuletzt im Sprint-Rennen in Bahrain mit Platz 7 nahe an Punkten war. Er belegt auch Rang 20 in der Gesamtwertung, Kralev ist nur Gesamt-33. Schlechter platziert ist nur Guido Van der Garde, der allerdings auch nur zwei Rennen für Addax bestritt.

Schon aus diesen Statistiken lässt sich erkennen: Arabadzhiev hat deutlich bessere Karten auf einen weiteren Karriereaufstieg als Kralev. Gegen Kralev spricht aber auch das Alter: Mit 37 Jahren ist er ein echter Opa in der Nachwuchsserie. Arabadzhiev muss sich aber auch langsam sputen, will er noch in die Formel-1 kommen: Noch im März wird er 26 Jahre alt. Seine Karriere verläuft jedoch geradlinig, auch wenn er ebenfalls ein Spätstarter war.

Aber bei Kralev lag eine Motorsportkarriere auch nie wirklich nahe: Eigentlich ist Kralev ein Geschäftsmann, der allerdings motorsportinteressiert ist. 2007 begann er seine Amateurkarriere, die mittlerweile jedoch Profi-Status hat. Zunächst fuhr er mit Ferraris GT-Rennen, etwa im Team von Loris Kessel, einem ehemaligen F1-Fahrer. Für das Endurance-Asia-Team fuhr Kralev 2009 auch einen Porsche beim 24-Stundenrennen von Le Mans. Ins Klassement kam er jedoch nicht, dafür war er bei den GT-Rennen gar nicht so schlecht unterwegs. Das Cockpit bei Trident für die asiatische GP2-Saison 2009/2010 kam trotzdem wie aus heiterem Himmel. Geld dürfte bei diesem Transfer eine zentrale Rolle gespielt haben. Kralev hat trotzdem Chancen, für Trident auch die Hauptserie zu bestreiten.

Ganz anders sieht der bisherige Werdegang von Vladimir Arabadzhiev aus. Er stieg 2006 in den Formel-Sport ein und wanderte dazu auch aus Bulgarien aus. Trotz den jüngsten Bemühungen von Bulgarien, Austragungsort eines F1-Grand Prix zu werden, ist die Motorsportinfrastruktur in Bulgarien nämlich miserabel. Arabadzhiev verschlug es nach Italien: Nach einer Saison in der italienischen Formel-3 fuhr er 2007 in der europäischen und der italienischen Formel-3000 für ASR und belegte recht soliden Platzierungen: In der italienischen Meisterschaft wurde er Gesamt-6., in der europäischen Gesamt-7. Danach fuhr er zwei Jahre lang in der Formel-Master für das JD-Team und beendete die Meisterschaft beide Mal auf Platz sieben. Das reichte zum Platz in der asiatischen GP2 in der Saison.

Andere aktuelle Nachwuchsfahrer aus Bulgarien: Nach Kralev und Arabadzhiev klafft eine große Lücke. Erst im Kartsport tummeln sich wieder einige bulgarische Nachwuchsfahrer, die aber noch keine Formel-Erfahrung haben.

Fahrer aus Bulgarien – Ein Blick in die Historie: Motorsportbegeisterung in Bulgarien ist nicht neu: Als der Ostblock in den 80er Jahre seine eigenen Formel-Serien organisierten, tummelten sich einige Fahrer in der höchsten Klasse, der Formel-Easter. Bekanntester Fahrer aus Bulgarien dort war Boncho Dunev. Er begann 1978 mit der Konstruktion eines eigenen Formel-Easter-Rennwagens, dem VGM1, oder auch Bulgaria 1300 genannt. Mit einem Lada-Motor verpackt, bestritt er damit 1979 und 1980 Rennen in der Formel-Easter. Dunev hatte natürlich auch einige Helferlein im Rücken, etwa Konstantin Nesterov, Khristo Yosifov, Neno Shishkov und Zhanin Traykov.

Über die weiteren Fahrer aus Bulgarien, die in der Formel-Easter unterwegs waren, ist wenig bekannt: Kalcho Khinov fuhr 1978/’79 und 1981/’82, Atanas Atanasov 1980, Nikolay Stanchef von 1980 bis ’82, Raycho Sergiev mit einem Metalex-Rennwagen 1981, ’83, ’85 und ’89, Petko Petkov 1982, Stoyan Apostolov 1982/’83/’88, Stamo Iliev 1983 und ’85 und Stefan Kazakov 1985.

Bulgarische Fahrer gab’s aber auch bei den Tourenwagen: Vladimir Iliev fuhr genauso wie Georgi Patermeicev 1986 in Brno einen Lauf in der europäischen Tourenwagenmeisterschaft. Vor zwei Jahren startete schließlich mit George Tanev der erste Bulgarier in der WM.

Auch bei Rallye-Rennen tauchten Fahrer aus Bulgarien auf. Ilia Czubrikov, Stoyan Kolev und Radislav Petkov um nur drei zu nennen.

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