F1 Terminkalender

Zur Zeit sind keine Eintrge vorhanden!

Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 4. China

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 4. China

von Michael Zeitler

Mit Ho-Pin Tung ist ein Chinese F1-Testfahrer bei Renault. Aber er ist bei weitem nicht der einzige Chinese, der nach Höherem strebt.

| Moskau (!NS!DE-RAC!NG) - China:

Fahrer, der an der Formel-1 klopft: Ho-Pin Tung: China, ein Milliardenvolk, aber noch kein Rennfahrer hat es daraus in die Formel-1 als Stammfahrer geschafft. Die Betonung liegt auf noch, denn das wird sich in naher Zukunft ändern: Das Motorsportinteresse in China wächst – und das nicht erst, seit es 2004 den ersten Grand Prix in China gab. Und mit Ho-Pin Tung hat ein Chinese zumindest einen Fuß in der Formel-1: Er ist in dieser F1-Saison Testfahrer bei Renault und ist im Gravity-Kader von Gerard Lopez, dem neuen Teilhaber beim Renault-Team. Dadurch bekam Tung auch ein GP2-Cockpit bei DAMS.

Tung hat im internationalen Formel-Geschäft schon eine routinierte Erfahrung vorzuweisen. Auch im F1-Auto saß Tung inzwischen mehrmals: Durch seine holländische Wurzeln fuhr er in Holland Kartrennen und kam durch gute Erfolge in die Formel-BMW. Als er dort 2003 mit dem Meritus-Team die asiatische Serie gewinnen konnte (vor Hanss Lin aus Taiwan und Keiko Ihara aus Japan), bekam er einen F1-Test bei BMW Williams. 2007 fuhr er Demorunden für BMW Sauber und war dort auch als Testfahrer aktiv und zuletzt im Dezember 2009 testete er für Renault.

Nach dem Gewinn der Formel-BMW Asia fuhr er 2004 in der deutschen Formel-3 und holte sich Platz sieben in der Endabrechnung. 2005 holte der JB-Fahrer sogar zwei Siege und wurde Gesamt-3. Im dritten Anlauf wurde er Meister, vor Teamkollege Ferdinand Kool und Harald Schlegelmilch (HS). Es war bis heute der letzte Titelgewinn für Tung. Im Winter fuhr er für das chinesische Team in der A1GP-Serie, unterstützt vom Astromega-Team. Obwohl große Erfolge ausblieben, verpflichtete ihn BCN für die GP2-Saison 2007. Weil das spanische Team jedoch ein Hinterbänklerteam war, konnte Tung damit keinen Blumentopfgewinnen. Trotz eines enttäuschenden 24. Platzes in der Gesamtwertung, holte ihn Trident zunächst für die asiatische GP2-Saison und 2008 schließlich auch für die Hauptserie. Wieder war Tung Dauergast im hinteren Teil des Feldes. Mit sieben Punkten wurde er Gesamt-18. Im Winter fuhr er wieder einige Rennen in der A1GP-Serie.

Mit dem Ferrari-A1GP-Renner fuhr er einen Formel-Renner auf F1-Niveau, schließlich entstand der Bolide auf der Basis des F1-Ferraris von 2004. In der Saison 2009 fuhr Tung einen weiteren kraftvollen Formel-Renner, der von der PS-Zahl nahe an den F1-Boliden dran ist: Für Alan Docking Racing und Reid Motorsport fuhr er eine Saison in der Formel-Superleague. Dabei gewann der 27-Jährige das Finalrennen in Jarama und machte damit wieder auf ihn aufmerksam. Es folgte die Verpflichtung bei Renault und bei DAMS für die GP2-Saison 2010.

Andere aktuelle Nachwuchsfahrer aus China: Aber Ho-Pin Tung ist nicht der einzige Hoffnungsträger aus dem Reich der Mitte. Derzeit bestreiten zahlreiche Fahrer die verschiedenen Nachwuchs-Formel-Serien.

Cheng Cong Fu wurde einst von McLaren gefördert und durfte auf dem F1-Kurs in Shanghai auch Demorunden im McLaren-Mercedes-Renner fahren. Zuvor kam er aus den verschiedenen asiatischen Formel-Renault-Serien bei Manor in die britischen Formel-Renault-Serien. Über A1GP-Rennen und erfolgreiche Rennen in der nationalen Klasse der britischen Formel-3 kam Cheng Cong Fu 2008 bei RC in die F3-Euroseries, wo er allerdings nicht an die Erfolge anknüpfen konnte. Es blieb seine letzte große Station, auch wenn er im Winter als DTM-Fahrer bei Mercedes gehandelt wurde.

Auch Tengyi Jiang hat Erfahrung in der A1GP-Serie. Der 24-Jährige fuhr in Deutschland außerdem in der Formel-BMW und Formel-VW. Für Brooks Associates Racing kam er 2007 in die Formel-Atlantik, weil die IndyCar einen Lauf in China plante. Als die Pläne aber verworfen wurde, musste Tengyi Jiang seinen Platz schon nach drei Rennen wieder räumen. Seitdem fährt er für FRD in der asiatischen Formel-Renault und wurde dort 2009 Gesamt-5. In der gleichen Serie wurde ein weiterer Chinese Gesamt-10: He Xiao Le. Der beste Chinese dort war Zhi Qiang Zhang, Dritter in der Meisterschaft. Damit schaffte er für 2010 den Sprung nach Europa: Er wird in der Formel-Abarth fahren, die von Ferrari-F1-Pilot Felipe Massa unterstützt wird und dessen Meister ins F1-Förderprigramm von Ferrari aufgenommen wird. In der Formel-Abarth fährt er für Prema Power.

Chi Cong Li und Shan Qi Zhang fuhren ebenfalls in der Formel-Renault in Asien und wurden Gesamt-6. und Gesamt-8. Beide fuhren im PTRS-Team und weil die Mannschaft eine Partnerschaft mit dem australischen R-Tek-Team pflegt, durften beide für dieses Team auch fallweise in der australischen Formel-3 fahren. Zhang hat dort für 2010 sogar einen Platz beim BRM-Team fest. BRM hat mit dem gleichnamigen F1-Team, das es in den 70er Jahren gab, nichts zu tun, sondern ist eine Mannschaft von Bronte Rundle. Allerdings pflegt BRM auch historische Rennwagen und setzt sie bei historischen Rennen ein. Mit BRM wurde Zhang bei den ersten drei Rennen der australischen Formel-3 jeweils Sechster – und damit auch Letzter. Die Serie ist 2010 nur schwach besetzt.

Auch den Namen Qinghua Ma sollte man sich merken – wenn man es irgendwie schafft. Der 22-Jährige fuhr bereits in der A1GP-Serie ein Rennen. Weil das chinesische A1GP-Team von Astromega eingesetzt wird, fuhr er für Astromega auch ein Rennen in der italienischen Formel-3000 in der Saison 2005. Seither fuhr er in einigen F3-Serien in Spanien und Großbritannien für West-Tec.

Hong Wei Cao fuhr ist erst 17 Jahre alt und fuhr 2009 bereits seine zweite Saison in der pazifischen Formel-BMW. Mit dem Ao’s-Team wurde er dabei solide auf Platz acht im Schlussklassement geführt. Wong Hon Tat machte die letzten beiden Jahre erste Gehversuche in der asiatischen Formel-Renault – aber noch außerhalb der Meisterschaft. Huan Zhu fuhr 2009 insgesamt vier Rennen in der pazifischen und europäischen Formel-BMW. Und David Zhu fuhr in einer Einsteigerserie in Japan.

Fahrer aus China – Ein Blick in die Historie: Fahrer aus China gibt es tatsächlich im Formel-Sport erst seit wenigen Jahren – obwohl es auch im südostasischen Bereich einige Rennen gab, wie die Formel-Pazifik oder den prestigeträchtigen F3-GP in Macau. Aus Hong Kong gab es tatsächlich auch einige Fahrer dort, aus China selbst aber nicht.

Wir haben 43 Gäste online

Next Race:

© 2008 - 2013 !R Redaktionsgemeinschaft / !NS!DE-RAC!NG Online Magazin
Ein Angebot der RTV-WORLD MediaGroup - Fa. Roland Schäfges: Katzenberger Weg 114 - 56727 Mayen - www.rtv-world.de - redaktion@inside-racing.de