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Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 6. Lettland

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 6. Lettland

von Michael Zeitler

Auch Lettland hat einen Fahrer im internationalen Formel-Sport: Harald Schlegelmilchs Karriere gerät aber ins Stocken.

| Moskau (!NS!DE-RAC!NG) - Lettland:

Fahrer, der an der Formel-1 klopft: Harald Schlegelmilch: Man kann nicht sagen, dass er nicht alles versucht, um in die Formel-1 zu kommen. Um sich für Sponsoren attraktiver zu machen und es für andere einfacher ist, änderte Harald Schlegelmilch sogar seinen Namen. Eigentlich heißt er nämlich Haralds Šlēgelmilhs. Aber wer kann das schon aussprechen?

Harald Schlegelmilch ist derzeit die Rennsport-Hoffnung Lettlands. Sein Vater Vladislav betreibt in Lettland eine Rennsportanlage, auf der Harald viel trainierte. Deshalb schaffte er es wohl auch, sich über den Tourenwagensport hinaus zu heben. Denn Tourenwagen fahren und fuhren durchaus viele Letten, aber in den internationalen Formel-Sport schaffen es nur die wenigsten. Aber genau das ist der Punkt: Auch für Schlegelmilch wurde es 2010 eng: Nach einer Saison, in der er alles ein bisschen, aber nichts richtig ausprobierte, muss er 2010 auch mit den Tourenwagen Vorlieb nehmen, immerhin fährt er im Porsche-Cup, also wenigstens noch in Europa. Dabei ist er für die aktuelle Lage nicht unbedingt schuldlos, auch wenn hauptsächlich das Problem natürlich die fehlenden Sponsoren sind. Schlegelmilch hatte Angebote aus der GP2 und der Formel-World-Series-by-Renault (WSbR), lehnte diese aber ab. Er entschied sich nämlich für einen Start in der Formel-Atlantik. Dass es tatsächlich auch bei einem Start blieb (für Conquest), wusste er zu diesem Zeitpunkt freilich nicht. In der Folge, versuchte er doch wieder in Europa Fuß zu fassen: Zwei Rennen für Comtec in der WSbR, vier Rennen in der Formel-Master für Cram und immerhin acht Rennen in der deutschen Formel-3. Richtig erfolgreich war der 22-Jährige aber nicht.

Seine Karriere im Formel-Sport begann Schlegelmilch 2003 mit einem Mygale BMW in der Formel-Baltic. Über eine Saison in der skandinavischen Formel-Renault, kam er 2005 in die deutsche Formel-BMW zum Holzer-Team. Zusätzlich fuhr er auch in der österreichischen Formel-3 und erreichte den dritten Platz in der Gesamtwertung. Für HS Technik absolvierte er dort im Folgejahr eine volle Saison, die prompt mit dem Meistertitel endete. Weil HS Technik auch in der F3-Euroserie aktiv war, war der Aufstieg dorthin für 2007 ein logischer Schritt. Wieder zog sich Schlegelmilch achtbar aus der Affäre, denn immerhin gewann er ein Rennen. Es folgte ein GP2-Test für Trident. Dabei konnte er überzeugen und fuhr deshalb die Saison für Trident in der Asien-Serie der GP2 – allerdings nur im Mittelfeld. Trident wollte Schlegelmilch deshalb nicht in der Hauptserie fahren lassen, setzte ihn aber in der Formel-Master ein. Dort holte er immerhin einen Laufsieg und Platz vier in der Gesamtwertung – eine viel versprechende Bilanz. 2009 dann begann seine Karriere zu stocken, 2010 scheint sie auf dem Tiefpunkt angelangt zu sein. Fraglich, ob Schlegelmilch die Wende schafft.

Andere aktuelle Nachwuchsfahrer aus Lettland: Weil in Lettland alles auf die Tourenwagen ausgelegt ist, gibt es neben Schlegelmilch nur einen Fahrer, der ebenfalls im Formel-Sport unterwegs ist: Normunds Subeckis. Ob aus Subeckis ein großartiger Rennfahrer wird, ist aber fraglich: Bislang fuhr er lediglich in der Formel-Baltic, für AJ Motorsports wurde er dort zuletzt Gesamt-3. in der Saison 2009. Für 2010 steht er noch ohne Cockpit da.

Fahrer aus Lettland – ein Blick in die Historie: Auch einige Fahrer aus Lettland fuhren in den sovietischen Formel-Serien in den 70er und 80er Jahren mit. Einer von ihnen ist Edgars Lindgrens: 1971 wurde er Gesamt-4. der sovietischen Formel-4, von 1982 bis 1984 fuhr er in der Formel-Easter mit einem Estonia Madi. Sein größter Erfolg war der Vizetitel 1983 hinter Ulli Melkus. In der Saison 2000 fuhr er noch einmal in einer Formel-Serie, in der russischen Formel-1600. Lindgrens aber war zu alt und konnte mit den jungen Fahrern nicht mehr Schritt halten.

Sergejs Pugas fuhr 1987 in der sovietischen Formel-3 auf einen starken fünften Platz in der Gesamtwertung. Aleksandrs Romasins wurde Gesamt-7., Andris Skreija kam auf Rang 18. Letzterer fuhr aber nicht mit einem Estonia-Rennwagen, sondern mit einem Rukuts, einem Eigenbau des Letten Indulis Rukuts. Elmo Salms wurde 1972 Meister der sovietischen Formel-4, Aris Sotaks fuhr damals auf Rang fünf in der Gesamtwertung.

 

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