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Serie: Formel 1 - SA Teammitglieder im Portrait: 1. Management

Geschrieben von: Michael Zeitler.

F1: Serie: Super-Aguri-Teammitglieder im Portrait: 1. Management

Michael Zeitler

 

Über die Besitzer des 2008 Pleite gegangenen Super-Aguri-Teams hat !NS!DE RAC!NG schon viel berichtet, nun wollen wir uns auch den anderen Teammitgliedern widmen. Wir beginnen mit dem Management des Teams: Alles über Daniele Audetto, Mick Ainsley Cowlishaw und Wayne Humphries

 

Daniele Audetto (Managerdirektor)
Daniele Audetto kommt unterschiedlich gut an: Die einen mögen ihn, die anderen sind von seiner Arbeit weniger überzeugt ist. Fakt ist: Der am 4. Mai 1943 in Turin geborene Italiener ist mit allen Wässern gewaschen, aber er erlebte auch schon die ein oder andere Teampleite live und aktiv mit, zuletzt jene von Super Aguri. Der Kunstfanatiker (zunächst lief alles auf eine Kunstkarriere statt Rennkarriere hinaus) begann 1966 seine Karriere im Motorsport. Er war Rallye-Copilot unter dem Pseudonym Sartana. Lancia holte Audetto 1968 ins Werksteam der Italiener, wo er 3 Jahre blieb und Beifahrer von Sandro Munari, sowie Luca di Montezemolo war, dem heutigen Fiat-Präsidenten. Ein schwerer Unfall sorgte bei Audetto für schwere Beinverletzungen, die Motorsportkarriere war deshalb aber noch lange nicht kaputt. Lancia setzte Audetto nun als rechte Hand von Cesare Fiorio im Teammanagement ein – mit Erfolg: Mit Munari erreichte man 1974 den WM-Titel.

Ende 1975 ersetzte er Di Montezemolo als F1-Manager bei Ferrari. Die kurze Zeit bei Ferrari war nicht von Erfolg gekrönt. Von Anfang an hatte er mit dem Ferrari-Starfahrer Niki Lauda Probleme und Streitereien, was schon daraus begründet war, dass Lauda ein Anhänger Di Montezemolos war, während Audetto mit Clay Regazzoni sofort auf einer Wellenlänge war. Beim GP in Long Beach soll Audetto eine Stallorder für Regazzoni ausgesprochen haben, das führte zum endgültigem Bruch mit Lauda. Ein weiterer Tiefpunkt in der Beziehung von Lauda und Audetto war, als Audetto intensiv nach Ersatzfahrern suchte, als Lauda seinen schweren Unfall hatte. Egal ob bei Ronnie Peterson, Mario Andretti oder sonstigen Fahrern – Audetto klopfte bei einigen Topstars der Szene an, das empörte Lauda. Tatsächlich dürfte aber Enzo Ferrari selbst den Auftrag zur Pilotensuche herausgegeben haben. Mit dem chaotischen Saisonfinale in Japan, gab es auch das Ende der Beziehung Audetto-Lauda und Audetto-Ferrari. Bei starkem Regen gab Lauda auf, Audetto versuchte den Österreich dazu zu bewegen, den Medien mitzuteilen, es handelte sich um einen technischen Defekt. Lauda blieb bei der Wahrheit und war damit bei Ferrari unten durch. Audetto auch – er war seinen Posten nach nur einer Saison wieder los.

1977 kehrte er als Chef der Fiat-Rallye-Aktivitäten zu den Rallye-Autos zurück und feierte 1977 und 1980 den WM-Titel. Zudem engagierte sich Audetto auch in der Powerboatszene. Zu Beginn der 80er Jahre war er auch in der Formel-1 wieder aktiv: 1981 und 1982 kümmerte sich Audetto bei Arrows um Sponsoren, danach bei Toleman. Mitte der 80er Jahre wechselte er zu Lamborghini und wurde rasch Direktor des Motorsportprogramms. Er trieb F1-Pläne voran und beauftragte Mauro Forghieri, den er noch aus Ferrari-Zeiten kannte, zur Konstruktion eines F1-Motors. Bis 1993 leitete Audetto die F1-Einsätze von Lamborghini. In den 80 WM-Rennen erreichte Lamborghini aber nur 20 Punkte, die beste Platzierung fuhr Aguri Suzuki, der später bei Audetto auch bei Super Aguri zusammenarbeitete, mit Platz 3 beim Japan GP 1990 heraus. Lamborghini arbeitete mit Larrousse, Lotus, Ligier, eigenem Team und Minardi zusammen. 1994 sollte der Durchbruch gelingen: Unter dem Namen Chrysler baute Lamborghini einen Motor für McLaren. McLaren unterschrieb aber völlig überraschend einen Vertrag mit Peugeot – für Lamborghini bedeutete dies das F1-Aus.

Audetto ging für ein Jahr in die Superbike-WM, kehrte aber 1996 in die Formel-1 zurück, als er sich mit Tom Walkinshaw verbündete. Mit dem Schotten zog er von Ligier zu Arrows und wurde dort Teammanager – bis zur Pleite 2002. Er war danach kurz bei Renault, schloss sich dann aber dem ehemaligen IndyCar-Teambesitzer John Menard an, der die alte Arrows-Fabrik in Leafield kaufte. Als sich das Super-Aguri-Team in Leafield nieder ließ waren die Verbindungen zu Audetto schnell hergestellt: Audetto wurde neuer Teammanager, bis zur Pleite nach dem Spanien GP 2008. Zwischenzeitlich, als das Team eigentlich an die Magma-Group verkauft werden sollte, sollte Audetto kürzer treten und seinen Posten an David Price antreten, der in der GP2 das David Price Racing Team DPR besitzt.

Audetto ist nach dem Aus von Super Aguri arbeitslos. Das soll sich ändern: Franz-Josef Weigl besitzt den deutschen Automobilzulieferer Weigl. Nachdem die Magma-Gruppe Super Aguri nicht kaufen konnte, wollte eigentlich Weigl einspringen, aber das scheiterte durch ein Veto von Honda. Audetto schloss sich nun mit Weigl zusammen um nach einer neuen Möglichkeit in der Formel-1 zu suchen. Angeblich sollen beide Interesse an den 50% der Scuderia Toro Rosso haben, die Red Bull veräußern will.

 

Mick Ainsley Cowlishaw (Teammanager)
Mick Ainsley Cowlishaw hielt sich im Hintergrund auf, sowohl bei Super Aguri als Manager, als auch bei den anderen Teams zuvor. In die Formel-1 kam Ainsley Cowlinshaw kam 1981 bei Toleman in die Formel-1 und blieb dem Team treu, als es Mitte der 80er Jahre von der italienischen Modefirma Benetton geschluckt wurde. Bei Benetton kam Ainsley Cowlishaw als Chefmechaniker zur traurigen Berühmtheit am Rande des Deutschland GP 1994. Damals entfernte das Team an der Tankanlage einen Filter, der die Durchflussgeschwindigkeit regelte. Benetton erkannte nun, wieso die Durchflussgeschwindigkeit begrenzt war: Als Jos Verstappen zum Tanken an die Box kam, entzündete sich das überlaufende Benzin in einen riesigen Feuerball. Am Rande des Deutschland GP 2006 erinnerte sich Ainsley Cowlishaw an die Feuerhölle: „Das Benzin lief die Motorabdeckung Richtung Bremsen hinunter, und dann gab es einen Riesenknall. Damals waren alle noch sehr unbedacht. Ich trug nicht einmal Handschuhe. Danach veränderte sich das alles völlig. Zum Glück reagierte der Mann beim Feuerlöscher (Greg Fields) so schnell.“

Wenige Jahre später verließ er Benetton und wechselte zu Arrows, wo er keine Arbeiten mehr als Mechaniker ausführte, sondern ins Management des Teams wechselte. Ainsley Cowlinshaw blieb bis zur Arrows-Pleite im Sommer 2002. Als Aguri Suzuki und Honda für die Saison 2006 ein F1-Team aus dem Boden stampfte, passierte das mit einer Großzahl jener Teammitglieder, die 2002 noch bei Arrows angestellt waren. Also war auch Ainsley Cowlishaw dabei. Er übernahm die Aufgaben des Managers und unterstützte Geschäftsführer Daniele Audetto.

Wayne Humphries
Wayne Humphries war Finanzdirektor des Teams. Zuvor war er in selber Position bereits bei Arrows beschäftigt. MZ

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