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Serie: Formel 1 - SA Teammitglieder im Portrait: 2. Preston Racing

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: F1: Super-Aguri-Teammitglieder im Portrait: 2. Preston Racing

Michael Zeitler

 

Ein Verdienst, dass das Super-Aguri-Team 2006 so schnell aus dem Boden gestampft werden konnte, war Preston Racing. Die Vereinigung unter Mark Preston wollte eigentlich selbst ein F1-Team gründen. Weil kein eigener Investor gefunden wurde, schlossen sich Preston und seine Mannen (Michael Boon, Paul Balaam, Paul Bowen, Rod Neumann, Kevin Lee) Super Aguri an.

 

Mark Preston (Technikchef)
Abgesehen vom Brabham-Team gab es bislang keine richtigen F1-Teams aus Australien und das obwohl Australien, Neuseeland und Tasmanien eine eigene Rennkultur haben, ja sogar eine eigene F1-Serie, die Tasman-F1-Series, in der sich gerne auch die Topstars der Weltmeisterschaft im Winter fitt hielten. Versuche, ein australisches F1-Team auf die Beine zu stellen, gab es immer wieder. Mitte der 80er Jahre wollte ein australisches Konsortium um den Malaien Sonny Rajah, der in Südostasien ein bekannter und erfolgreicher Rennfahrer war, das finanziell angeschlagene RAM-Team kaufen. Doch das Vorhaben scheiterte genauso wie die Pläne von Mark Preston, ein F1-Team auf die Beine zu stellen. Preston gründete zu diesem Zweck mit einigen ehemaligen Arrows-Teammitglieder 2004 Preston Racing und suchte aktiv nach Geldern. Aber verwirklicht wurde das Preston F1-Team nie. Optimisten würden sagen, weil Preston Racing sich Super Aguri anschloss, Pessimisten würden eher sagen, dass das Team nie aus dem Boden gestampft werden hätte können.

Mark Preston wurde am 7. November 1968 in Geelong im australischen Bundesstaat Victoria geboren. Bis 1996 lebte Preston in Australien, dann zog er nach Großbritannien um, weil er bei Arrows als Techniker unterkam. Bis zur Pleite 2002 blieb Preston dem Team treu, dann wechselte er für 2 Jahre als Techniker zu McLaren, ehe er 2004 Preston Racing gründete. Bei Super Aguri war Preston Technikchef. Bevor Preston nach England kam, durchlief er in Australien natürlich die gesamte Technik-, Ingenieur- und Designschulen. 1995 und 1996 war Mark Preston Teilhaber bei Spectrum in der australischen Formel-Ford. Spectrum ist der Name der Formel-Renner, der eigentliche Teamname ist Borland Racing Developments. Mike Borland ist Besitzer und Designer der Renner, Preston war in den beiden Jahren dessen rechte Hand. Der Onkel von Borland, Brian Shead, ist der Designer der Cheetah-Rennwagen. Die australische Chassisschmiede ist bis heute in der australischen Formel-2 engagiert, fuhr in der Vergangenheit aber alles, was mit dem Formel-Sport zu tun hatte, von Formel-Junior, bis Formel-Libre, Formel-Atlantik, australische Formel-3 und Formel-2, sowie auch in der australischen Formel-1. Jason Bargwanna wurde für das Borland-Team 1996 hinter David Besnard Vizemeister. Nebenbei arbeitete Preston auch bei der australischen Automarke Holden im Motorsportbereich.

 

Michael Boon (Techniker)
Als das Arrows-Team im Sommer 2002 Pleite ging und jegliche Bemühungen von Craig Pollock, oder amerikanischen und deutschen Investoren, das Team wiederzubeleben, scheiterten, machte sich der damalige Arrows-Techniker Mark Preston selbstständig und gründete Preston Racing. Er nahm einige Techniker mit, die zuvor bei Arrows oder TWR, der Rennfirma von Arrows-Teamchef Tom Walkinshaw. Darunter war auch Michael Boon, der sich bei Arrows auch um die Finanzen mitkümmerte. Er trat Preston Racing bei, das geplante F1-Team Preston kam nie zu Stande, erst als Preston die Chance sah bei Super Aguri einzusteigen, nahm Preston sein gesamtes Team mit zu Super Aguri. Damit arbeitete Michael Boon bei Super Aguri in der Formel-1.

Paul Balaam (Techniker)
Paul Balaam arbeitete als Techniker bei Arrows und machte so die Bekanntschaft mit Mark Preston. Als dieser Preston Racing gründete, trat er dem Team bei. Deshalb war er als Techniker auch bei Super Aguri engagiert.


Paul Bowen (Ingenieur)
1987 kam Paul Bowen mit Arrows in die Formel-1, schon dafür machte sich der Brite designtechnisch fitt. Bei Arrows war er sofort im Design eingebunden und hatte deshalb einen maßgeblichen Beitrag am 4. Platz in der Konstrukteurswertung 1988 – das beste Resultat für das britische Team in der Geschichte der Formel-1. Bowen wurde bei Arrows aber auch als Ingenieur eingesetzt, arbeitete zum Beispiel auch als Renningenieur von Eddie Cheever. 1990 arbeitete Bowen nicht mehr bei Arrows, beziehungsweise Footwork, wie es nun hieß, kam 1991 als Chefingenieur aber zurück. Fallweise wurde Bowen auch wieder als Renningenieur eingesetzt, von Michele Alboreto und Gianni Morbidelli. Unter dem neuen Chef bei Arrows, Tom Walkinshaw, wurde Bowen Chefdesigner, aber nur bis er 1999 von Egbahl Hamidy abgelöst wurde. Enttäuscht wandte sich Bowen vom Team ab und kam 2004 zu Preston Racing und dadurch 2006 zu Super Aguri. Im japanischen Rennstall übte er neuerlich die Funktion des Ingenieurs aus.

Rob Neumann (Techniker)
Dr. Rob Neumann war ebenfalls bei Arrows als Techniker beschäftigt, schloss sich Preston Racing an und kam so zu einem Technikjob bei Super Aguri.

 

Kevin Lee (Chefoperatieur)
„Meine Aufgabe spielt sich hauptsächlich in der Fabrik ab, daher besteht ein Großteil meines Jobs darin, sicherzustellen, dass die Fabrik alles unternimmt, um das Rennteam zu unterstützen und ihnen das bestmögliche Backup zu sein“, erklärte Kevin Lee im August 2007 in einer Pressekonferenz seine Aufgabe als Chefoperateur bei Super Aguri. Diesen Posten hatte Lee bereits bei Arrows, wodurch er auch den Weg zu Preston Racing fand. Lee war kein Arrows-Mann der ersten Stunde, sondern kam erst zu Arrows, als das Team von Tom Walkinshaw übernommen wurde. Lee arbeitete im TWR-Team von Walkinshaw, und zwar seit 1979. MZ
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