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Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 11. Indonesien

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Welche Nationen kommen als nächstes? 11. Indonesien

von Michael Zeitler

Wird Rio Haryanto der erste Indonesier in der Formel-1? In Istanbul gewann er bereits ein GP3-Rennen.

| Moskau (!NS!DE-RAC!NG) - Indonesien:

Fahrer, der an der Formel-1 klopft: Rio Haryanto: Es ist erst seine dritte Saison im Formel-Sport, und trotzdem fährt der 17 Jahre alte Indonesier Rio Haryanto 2010 bereits in der GP3-Serie, zwei Stufen unterhalb der Formel-1. Das zeugt natürlich davon, dass der junge Mann Talent hat. Wer noch einen Beweis dessen haben will, der liest sich das Ergebnis des GP3-Rennens in Istanbul durch: Lange braucht man Haryanto in den Ergebnislisten nicht suchen – er gewann das zweite Rennen! Vorsichtshalber sei hier erwähnt, dass das Rennen kein Chaosrennen war! Damit belegt Haryanto derzeit den siebten Platz in der Gesamtwertung.

Rio Haryanto fährt 2010 für Manor, also für das Team, das auch hinter dem Virgin-Team in der Formel-1 steckt. Der Vorteil ist: Natürlich sind dadurch auch schon die Kontakte zur Formel-1 da und gewinnt Haryanto sogar den GP3-Titel, könnte es durchaus zu ersten Testfahrten im Winter im Virgin Cosworth kommen. Der zweite Vorteil – und der in dieser Phase seiner Karriere noch wichtigere – ist aber die Tatsache, dass Manor in verschiedenen Serien an den Start geht. Deshalb fährt Haryanto auch nicht nur in der GP3, sondern auch in der britischen Formel-3.

Rio Haryanto könnte also der erste F1-Fahrer aus Indonesien werden. Bleibt Haryanto in der GP3 so stark wie bisher, dann könnte er im Winter bereits in der GP2 landen, wenn auch vorerst nur in der Asien-Serie. Haryanto genießt nämlich hervorragende Kontakte zum Meritus-Team, das in der asiatischen GP2 unterwegs ist – und das auch recht erfolgreich. Mit Meritus gewann Haryanto im Vorjahr die pazifische Formel-BMW, mit sechs Siegen und zwölf Podestplätzen in 15 Rennen. Wie schon 2010 fuhr er darüber hinaus auch in anderen Serien, etwa in der australischen Formel-3. In seiner ersten Formel-Saison 2008 fuhr Haryanto unter anderem für ART in Asien in der Formel-Renault – auch das natürlich mit Erfolg. In Europa ist er bereits angekommen, in der Formel-1 könnte das eventuell noch der Fall sein.

Andere aktuelle Nachwuchsfahrer aus Indonesien: In der pazifischen Formel-BMW traf Rio Haryanto im Vorjahr auch auf einen zweiten Nachwuchsfahrer aus Indonesien, auf Dustin Sofyan. Auch der 15-Jährige fuhr für Meritus, wurde aber nur Gesamt-5. und hängt deshalb 2010 noch eine Saison in der gleichen Serie dran, wieder für Meritus. In den bisher sechs Saisonrennen hat er zwar noch kein Rennen gewinnen können, liegt aber bereits auf Rang vier in der Gesamtwertung. Sofyan könnte also auch noch eine Nachwuchshoffnung in Indonesien sein, zumal er noch zwei Jahre jünger als Haryanto ist.

Fahrer aus Indonesien – ein Blick in die Historie: Die Motorsportszene in Südostasien ist durchaus bekannt. Der F3-Klassiker in Macau gilt seit Jahren als eines der prestigeträchtigsten F3-Rennen überhaupt. Auch in der Vergangenheit gab es dort schon Rennen mit verschiedenen Fahrzeugen, angefangen von der Formel-3, der Formel-Pazifik, bis hin natürlich zu ausrangierten F1-Boliden. Immer wieder tauchten bei Rennen dort auch Fahrer aus Indonesien auf, denen der Sprung nach Europa aber oft verwehrt blieb.

Hengkie Ooi Iriawan ist ein solcher Fahrer aus Indonesien: Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre fuhr er bei GP-Rennen in Singapur und Selangor mit, die damals, anders als heute, noch nicht zur F1-Weltmeisterschaft zählten. 1970 beendete er den Singapur GP auf einem Elfin auf Rang fünf. Wolfgang Prejawa fuhr vor allem in Australien, unter anderem auch in der nationalen Formel-1. 1974 stieg er von der australischen Formel-1 in die australische Formel-2 ab und wurde mit seinem privat eingesetzten Birrana Ford Gesamt-7., ging danach auch wieder in die Formel-1, fuhr aber nur fallweise mit. Mit einem Lola Ford bestritt Beng Saswanto 1977 vier Rennen der Formel-Pazifik. Er setzte aber auch Autos für Graeme Lawrence ein. Bleibt noch Harry Wiano, der 1973 beim Singapur GP mitfuhr und 1974 dann in der nationalen Klasse der britischen Formel-3 vom Ippokampos-Team für zwei Rennen gemeldet wurde. Punkte sammelte er aber nicht.

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