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Serie: Formel 1 - SA Teammitglieder im Portrait: 3. Designer & Co.

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: F1: Super-Aguri-Teammitglieder im Portrait: 3. Designer, Mechaniker, Ingenieure

Michael Zeitler

 

Lesen Sie im 3. Teil unserer Serie über Super-Aguri-Teammitglieder kleine Portraits über Designer, Aerodynamiker, Mechaniker oder Ingenieure im Team: Peter McCool, Ian Thompson, Ben Wood, Akihiko Koike, Graham Taylor, Phil Spencer, Gerry Hughes, Antonio Cuquerella

 

Peter McCool (Chefdesigner)
Peter McCool war bei Super Aguri als Chefdesigner engagiert, auch wenn seine Kreativität stark eingeschränkt war, nachdem Super Aguri ja hauptsächlich die Vorjahres-Honda-Boliden einsetzte. An diesen durfte de am 16. November 1966 in England geborene McCool aber durchaus noch rumtüfteln, was auch gelang: Über weite Strecken war Super Aguri 2007 besser als Honda – nicht zuletzt dank der Arbeit von McCool. Auch machte McCool für 2006 den alten Arrows-F1-Renner wieder flott, den die Japaner einsetzten, der aber schon aus dem Jahre 2002 war.

In die Formel-1 kam McCool jedenfalls 1991 bei McLaren. Als Aerodynamiker war er bis 1994 angestellt, dann verließ er McLaren. Ohne feste Anstellung war er weiterhin Designer, mal hier, mal dort. Hauptsächlich war er aber bis 2001 bei Reynard am Werkeln. Damit war er auch für die BAR-F1-Renner verantwortlich, die ja hauptsächlich von der Chassisschmiede Reynard gebaut wurde. Kein Wunder. Adrian Reynard war Teilhaber bei jenem Team, das mittlerweile als Honda-Werksteam in der Formel-1 um Punkte kämpft. 2002 und 2003 übte McCool einen Job außerhalb der Formel-1 aus: Er war Technischer Direktor bei Apollo Racing. Zwischen 2003 und 2005 arbeitete er als Designer wieder bei seinem alten Team McLaren, dann gab es die bisher beste Aufgabe für McCool: Chefdesigner bei Super Aguri.

 

Ian Thomson (Designer)
Der Brite Ian Thompson war bei Super Aguri Designer. In die Formel-1 kam er 1980 bei Williams, für 6 Monate. Thompson war zu einer Zeit bei Williams, als das Team mit Alan Jones gerade den ersten WM-Titel gewann. Als Ingenieur arbeitete Thompson nach diesem halben Jahr beim Reifenhersteller Dunlop bei den Sport- und Tourenwagen, kehrte aber 1982 zu Williams zurück. Bis 1987 war er als Techniker im Team von Frank Williams und Patrick Head involviert, dann wechselte er zu March und arbeitete dort unter anderem am Design des March IndyCars. Im Sommer 1988 wurde Ian Thompson zu Ferrari geholt, wo er an der Seite des Superdesigners John Barnard arbeitete. 1991 wechselte er zu Sauber, wo er noch kurz ins Sportwagenprogramm eingebunden war, bald aber mit am F1-Einstieg für 1993 arbeitete. 2001 wechselte Thompson von Sauber zu Prost um am Prost Ferrari AP05 zu arbeiten. Doch das Prost-Team wurde Pleite, auch der Verkauf der Autos an das neue Phoenix-Team scheiterte. Besonders tragisch war die Pleite von Prost für Thompson, weil er zuvor ein Angebot zu einem Comeback bei Ferrari ablehnte. Stattdessen arbeitete er bei Asiatech am neuen F1-Team, das vom heutigen GP2-Teamchef von BCN, Enrique Scalabroni geleitet werden sollte, aus dem jedoch auch nichts wurde. Nachdem Thompson für kurze Zeit bei Renault arbeitete, trat er wieder einem Projekt bei, aus dem nichts wurde: Bei Dallara sollte er den F1-Boliden für das Midland-Team von Alexander Shnaider bauen. Doch der Russe übernahm das Jordan-Team und verzichtete deshalb auf die Hilfe von Dallara. Seine bislang letzte Station war der Designerposten bei Super Aguri, aber nach dem Spanien GP 2008 sperrte auch das japanische Team zu.

Ben Wood (Chefaerodynamiker)
Ben Wood wurde am 30. September 1970 in Oxford in England geboren und war bei Super Aguri als Chefaerodynamiker engagiert. Die ersten Formel-1-Erfahrungen sammelte der Brite 1991 bei Jordan, 1992 und 1993 hatte er eine unbedeutende Aerodynamikrolle im Fondmetal-Team inne. Von 1993 bis 1996 war er als Aerodynamiker bei Minardi beschäftigt, dann war er kurzzeitig ohne Arbeit in der Formel-1. Noch im selten Jahr heuerte er aber bei Ferrari an, wechselte 1997 zu Tyrrell, wo er aber aufgrund der Übernahme durch BAR überflüssig wurde. Bei Tyrrell war er einer der Hintermänner der X-Wings, also die bedingt attraktiven hohen Flügel auf den Seitenkästen, die 1998 schnell von fast allen F1-Teams kopiert wurden, aber auch schnell verboten wurden. Er wechselte zu Prost und war dort erstmals Chefaerodynamiker. Bei Jaguar hatte er diesen Posten 1999 und 2000 nicht. Mehr als 5 Jahre war er nicht in der Formel-1, erst als ihn Super Aguri 2006 ins Team holte.

Akihiko Koike (Chefingenieur)
Akihiko Koike war als Chefdesigner bei Super Aguri an Bord. Er kam aus Japan und war dort bereits Jahre zuvor im Autobacs Racing Team Aguri von Aguri Suzuki engagiert.

Graham Taylor (Chefingenieur)
Am 31. August 1965 wurde der spätere Super-Aguri-Chefingenieur geboren, in England selbstverständlich. Mitte der 80er Jahre lernte er sein Handwerk im Ingenieurbereich und stieg 1988 bei Dragon Racing in den Motorsport ein, als Mechaniker. Mika Häkkinen sicherte sich für Dragon 1988 den Titel in der Formel-Vauxhall, 1989 stieg das Team in die britische Formel-3 auf. 1990 wechselte Graham Taylor zu Paul Stewart Racing, also dem Team von Paul Stewart, dem Sohn des 3-maligen F1-Weltmeisters Jackie Stewart. Für Taylor war das ein Schritt zurück, denn damit war er wieder in der Formel-Vauxhall. Der Erfolg brach dabei aber nicht ab: 1993 erreichte das spätere IndyCar-Ass Dario Franchitti den Titel, 1994 Owen McAuley und 1995 Johnny Kane. Bis 2000 machte Taylor dann bei Audi (bis 1997) und TWR einen Abstecher zu den Tourenwagen. Tom Walkinshaw, dem das TWR-Team gehörte, aber auch das F1-Team Arrows holte Graham Taylor 2001 zurück in den GP-Sport. Bei Arrows wurde Taylor Renningenieur von Enrique Bernoldi. Später war er sogar Chefrenningenieur. Nach der Arrows-Pleite ging Taylor 2003 nach Amerika und wurde Teammanager beim Spirit-Team von Ex-F1-Pilot Stefan Johansson. Als Fahrer war damals unter anderem der frühere IndyCar-Meister Jimmy Vasser an Bord. Bevor er 2006 als Chefingenieur bei Super Aguri unterkam, arbeitete Graham Taylor 2004 und 2005 als Ingenieur bei den Sportwagen.

Phil Spencer (Chefmechaniker)
Phil Spencer war bei Super Aguri Chefmechaniker. In gleicher Position arbeitete er zuvor bereits bei Jordan.

Gerry Hughes (Chefingenieur)
Gerry Hughes, geboren am 25. Februar 1969, kam 2006 zunächst als Renningenieur von Takuma Sato zum Team. 2007 stieg er aber zum Chefingenieur auf und wurde als Sato-Renningenieur von Richard Connell abgelöst, der zuvor bereits bei Arrows und Renault in der Formel-1 engagiert war. Hughes selbst kam 2000 als Renningenieur zu Jaguar in die Formel-1. Zuvor durchlief er sämtliche Firmen um auf seinem Gebiet Wissen zu erhalten. Seine letzten Stationen, bevor er in die Formel-1 kam, waren Lola, die berühmte Chassisschmiede mit F1-Erfahrung, und Prodrive, also jenem Rallye-Team, das 2008 eigentlich in die F1 einsteigen wollte. 2003 wechselte Hughes zu Jordan und wurde dort Chefrenn- und testingenieur. In gleicher Position arbeitete er 2005 bei Red Bull. Nach der Pleite von Super Aguri wechselte Hughes im Juli 2008 in die GP2, eine Liga unter der Formel-1. Dort bekam er bei David Price Racing eine Anstellung für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Kontakte zu DPR kamen zu Stande, weil sich Price um die Übernahme von Super Aguri durch die Magma-Gruppe kümmerte, die ja bekanntlich in letzter Sekunde scheiterten. Seine Aufgabe bei Super Aguri beschrieb Hughes einst in einem offiziellem Interview so: „Ich bin für eine ganze Reihe Leute zuständig, das reicht von Technikern bis hoch zu oberen Ingenieuren. Wir haben eine tolle Gruppe von Ingenieuren hier, die sehr effektiv zusammenarbeitet. Meine Aufgabe ist es dabei, Ziele zu setzen, Ressourcen einzuschätzen und mit anderen Abteilungen in Kommunikation zu bleiben.“


Antonio Cuquerella (Renningenieur)
Der Spanier Antonio Cuquerella kam als Renningenieur zu Super Aguri. Zuvor war er für Seat im Tourenwagensport aktiv. BMW Sauber warb Cuquerella von Super Aguri ab und setzte ihn als Renningenieur von Robert Kubica ein. MZ

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