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Serie: F1-Sprösslinge in den Nachwuchsserien: 2. Adrien Tambay

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: F1-Sprösslinge in den Nachwuchsserien: 2. Adrien Tambay

von Michael Zeitler

Adrien Tambay könnte Chancen auf ein Cockpit bei Villeneuve Racing haben.  

| Budapest (!NS!DE-RAC!NG) - Adrien Tambay


Der Vater: Patrick Tambay ist einer der schillernsten Figuren seiner Zeit in der Formel-1 gewesen. Bei seinem Heimrennen 1977 wollte er für Surtees sein F1-Debüt geben, schaffte aber die Qualifikation nicht. Beim Großbritannien-GP noch im selben Jahr gelang dann aber der endgültige Einstieg in die Formel-1 bei Theodore mit einem Ensign Ford. Bereits 1978 bekam er die Chance, bei einem Topteam zu fahren: Nachdem die Jahre bei McLaren aber nicht von Erfolg gekrönt waren, ging er 1981 zu Theodore zurück, wechselte aber noch während der Saison zu Ligier. 1982 sollte er eigentlich bei Arrows fahren, was aber aufgrund der Politik nicht klappte und so kehrte er erst Mitte der Saison zurück, als er bei Ferrari den verstorbenen Gilles Villeneuve ersetzte. Mit Ferrari verhandelte Tambay schon 1977. Mit Ferrari holte der Franzose zwei Siege: 1982 in Deutschland und 1983 in Imola. 1984 wechselte er zu Renault, hatte dort aber ein defektanfälliges Auto und holte nur einen zweiten Platz in Frankreich. Seine letzte Station in der Formel-1 – 1989 wollten ihn AGS und Ligier zurückholen – hieß 1986 Haas. Für das Team von Carl Haas fuhr Tambay schon vor seiner F1-Karriere in der Formel-5000 und in der CanAm. Der heute 61-Jährige fuhr danach Sportwagen, Rallye Dakar, Eisrennen und GP-Masters. Er bestritt in der Formel-1 114 WM-Rennen, wovon er zwei gewann, fünf von der Pole aus startete, zwei Mal holte er die Schnellste Rennrunde und 103 WM-Punkte konnte er sammeln.


Die Laufbahn: Adrien Tambay ist erst 19 Jahre alt und stieg 2007 in die Formel-BMW und damit in den Formel-Sport ein. In der europäischen Serie holte er sich 2008 Gesamtrang drei. Für ART fuhr Tambay 2009 in der F3-Euroserie, musste dort aber einige Rennen paussieren, nachdem er sich beim Fußballspielen Verletzungen zugezogen hat. 2010 fährt er für Charouz Gravity in der Auto-GP-Serie, der ehemaligen europäischen Formel-3000. Hinter Gravity steckt der gleichen Gerard Lopez, der auch Teilhaber im Renault-F1-Team ist.


Die F1-Chancen: Adrien Tambay hat in der Auto-GP-Serie zwar schon ein Rennen gewinnen können, liegt aber in der Gesamtwertung deutlich hinter seinem Charouz-Gravity-Teamkollege Jan Charouz. Trotzdem könnte sich eine F1-Chance ergeben, sollte Villeneuve Racing 2011 als 13. Team in die Formel-1 einsteigen. Die Beziehung der Familie Villeneuve und der Familie Tambay ist nämlich sehr gut: Patrick Tambay konnte 1982 nur von Ferrari zum F1-Comeback gebracht werden, weil der Franzose dort den Platz des tödlich verunglückten Gilles Villeneuve übernehmen konnte. Tambay wurde auch Pate von Jacques Villeneuve und könnte damit mal bei Jacques anfragen, ob das zweite Cockpit neben Jacques nicht für seinen Sohn Adrien noch frei wäre. Durango, das Team, das hinter Villeneuve Racing steckt, will aber lieber einen Italiener wie Davide Valsecchi oder Luca Filippi, die nebenbei auch zahlungskräftiger wären wie Tambay. Eine zweite Möglichkeit: Patrick Tambay kauft sich wieder in einen F1-Rennstall ein, wie er das 1994 schon bei Larrousse gemacht hat. Weil Larrousse aber finanziell ins Verderben fuhr, war Tambay nur kurz Teilhaber (etwa 13% des Teams gehörten ihm) eines F1-Rennstalls.

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