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Serie: F1-Sprösslinge in den Nachwuchsserien: 6. Jolyon Palmer

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: F1-Sprässlinge in den Nachwuchsserien: 6. Jolyon Palmer

von Michael Zeitler

Jolyon Palmer könnte F2-Meister werden, hat es aber trotzdem schwer in die Formel-1 zu kommen.  

| Budapest (!NS!DE-RAC!NG) - Jolyon Palmer:


Der Vater: Jonathan Palmer promovierte erst als Arzt und arbeitete als solcher auch in London. Zeitgleich begann er mit der Rennerei. Durch seine Erfolge machte er den Motorsport zum Beruf und es stellten sich für den heute 53-Jährigen schnelle Erfolge ein: Mit einem Ralt Toyota holte er 1981 die Meisterschaft in der britischen Formel-3, zwei Jahre später gewann er als Ralt-Werksfahrer den F2-EM-Titel. Weil er nebenher bei Williams auch Testfahrer war, gab ihm das britische Traditionsteam beim Europa GP eine Chance mit einem dritten Williams Ford. Es war das F1-Debüt für Palmer, nachdem er bereits 1982 bei Arrows im Gespräch war. 1984 wechselte er zu RAM Hart, 1985 nach gescheiterten Verhandlungen mit Brabham zu Zakspeed, wo er in den zwei Jahren viele Ausfälle zu verkraften hatte. 1987 ging er zu Tyrrell und blieb dort bis 1989. Dort erreichte er mit Rang vier beim Australien GP ’87 auch seine beste F1-Platzierung. Weil sein Tyrrell mit einem Ford-Saugermotor angetrieben wurde, hatte er gegenüber den mit Turbomotoren befeuerten Fahrern freilich einen Nachteil. Deswegen wurde eigens eine Meisterschaft für Saugermotoren eingerichtet, den Jim-Clark-Cup, den Palmer 1987 gewinnen konnte, vor Teamkollege Philippe Streiff. In der WM wurde er Elfter. Nach 82 WM-Rennen, eine Schnellste Rennrunde (Kanada ’89) und 14-WM-Punkten wurde er 1990 Testfahrer bei McLaren und wäre beinahe zum Zug gekommen, als sich Ayrton Senna mit FIA-Präsident Jean-Marie Balestre anlegte und der mit dem Entzug der Superlizenz drohte. Die Wogen konnten aber geglättet werden und Palmers F1-Karriere war beendet. Nach einigen Rennen als Kommentator für das britische Fernsehen, gründete er seine eigene Firma, die MotorSport Vision. Sie betreibt heute einige Rennstrecken in Großbritannien, darunter Brands Hatch, Snetterton und Oulton Park. Außerdem trägt sie bereits zwei Formel-Serien aus: Seit 1998 die Formel-Palmer-Audi und seit 2009 die Formel-2, wo inzwischen auch sein Sohn unterwegs ist.


Die Laufbahn: Jolyon Palmer startete seine Karriere in einer eher außergewöhnlichen Serie: In der T-Cars-Serie, in der Fahrer zwischen 14 und 17 Jahren mit Limousinen fahren! Der 19-Jährige blieb dort zwei Jahre, ist aber seit 2007 in der Obhut seines Vaters. Zunächst startete er zwei Jahre in der Formel-Palmer-Audi, wobei er 2008 sogar den dritten Platz in der Gesamtwertung belegen konnte. Seit 2009 startet er in der Formel-2, riss dort 2009 keine Bäume aus, führt jetzt aber die Meisterschaft an und kämpft gegen seinen britischen Landsmann Dean Stoneman um den Titel. Palmer soll dabei auf den gleichen Ingenieur setzen, wie der Vorjahresmeister Andy Soucek, was den Verdacht der Vetternwirtschaft aufbringt. 

 
Die F1-Chancen: Was seine F1-Chancen betrifft, so gibt es Gründe zur Hoffnung, denn erfolgreich ist er in der Formel-2 auf jeden Fall, auch wenn möglicherweise sein Vater Jonathan Palmer etwas dazu hilft. Setzt er sich in der Meisterschaft gegen Dean Stoneman durch, dann bekommt er zumindest einen F1-Test für Williams. Dort hat man mit Valtterie Bottas aber bereits einen Nachwuchsfahrer unter den Fittichen. Palmer muss also beim F1-Test überzeugen, ansonsten geht es ihm genauso wie Vorjahres-Meister Andy Soucek. Er konnte kein Stammcockpit ergattern, wurde stattdessen Testfahrer bei Virgin. Der Vertrag wurde aber kürzlich wieder aufgelöst. Nun fährt er in der Formel-Superleague. Vermutlich muss sich Palmer eher in Richtung GP2 orientieren und dort muss er erstmal gute Leistungen zeigen – das geht aber nur in einem Topteam. Und dort ist er derzeit eigentlich nicht im Gespräch.

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