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Serie: Formel-1 - GP-Geschichte der Auto Union: 2. Konstrukteur Porsche

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - GP-Geschichte der Auto Union: 2. Konstrukteur Porsche

von Michael Zeitler

Ferdinand Porsche baute die ersten GP-Renner der Auto Union. Wie es dazu kam und alle Hintergründe.  

| Ingolstadt (!NS!DE-RAC!NG) - Die GP-Boliden der Auto Union für die Saison 1934 wurden von Ferdinand Porsche gebaut. Dessen Firma Porsche engagierte sich danach wieder mehrmals in der Formel-1, zum Teil als Werksteam, zum Teil nur als Motorenlieferant. Zuletzt war Porsche 1991 mit dem Footwork-Team mehr schlecht als recht vertreten. Ferdinand Porsche gründete 1930 seine eigene Firma, nachdem er zuvor bereits Rennwagen für Daimler und Austro Daimler baute. Als Geldgeber für seine eigene Firma diente Adolf Rosenberger, der dadurch auch 25% Anteile übernahm. Das Problem: Rosenberger war ein Jude und damit natürlich auf der Schwarzen Liste des Nazi-Regimes um Adolf Hitler. 1935 wurde Rosenberger verhaftet und in ein Konzentrationslager gesteckt. Nach drei Tagen kam er wieder frei, weil Gerüchten zu Folge Porsche ein gutes Wort für ihn einlegte. Rosenberger, selbst früher Rennfahrer, wanderte nach Amerika aus. Porsche war ein Leistungsträger und die standen beim Regime hoch im Kurs. Ferdinand Porsche hatte einen guten Draht zu den Nazis und konnte seine Anstellung bei Auto Union so auch mehrfach retten.

Denn eigentlich war Ferdinand Porsche bei Auto Union nicht wirklich beliebt. Sobald der erste GP-Bolide rollte, wollte man ihn bei Auto Union loshaben. Hintergründe waren wohl Streitereien um die Bezeichnung des Auto-Union-Rennwagens. Eigentlich sollte der Wagen Typ P oder Typ Porsche heißen, doch Auto Union wollte sich den Ruhm keinesfalls teilen und nannte ihn Typ A – sehr zum Unmut von Porsche natürlich.

Die Kontakte zur Auto Union kamen überhaupt erst durch Wanderer zustande. Denn Wanderer ließ Porsche und dessen neue Firma drei Fahrzeugtypen entwickeln und wollte für 1934 einen Rennwagen aus den Händen von Ferdinand Porsche haben. Dann aber kam die Wirtschaftskrise und Wanderer wurde mit Audi, Horch und DKW zusammengelegt. Noch ausschlaggebender aber war, dass die Auto Union wegen der Krise zunächst keinen Gedanken an den GP-Sport verschwendete. Auch mit Rosenberger in der Hinterhand konnte Porsche das GP-Projekt aber nicht alleine stemmen, so war es zunächst aber geplant. Erst als auch Mercedes Benz ihre GP-Pläne kundtat, zog auch die Auto Union nach.

Dabei sicherte man sich die Dienste von Porsche, was zumindest auf dem Papier ein großer Vorteil sein sollte. Porsche arbeitete ja bereits an dem Rennwagenprojekt, außerdem war er Mitglied jener Rennkommission, die für 1934 die neue 750kg-Formel, also das Reglement für die GP-Rennen, festnagelte. Man erhoffte sich dadurch von Porsche Insiderwissen, mit dem man die Konkurrenz aussehen lassen konnte. Das Projekt Auto Union und GP-Rennen war geboren.

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