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  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: Formel-1 - GP-Geschichte der Auto Union: 5. GP-Siege (2)

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - GP-Geschichte der Auto Union: 5. GP-Siege (2)

von Michael Zeitler

Die GP-Siege der Auto Union und wie es dazu kam, Teil 2.  

| Ingolstadt (!NS!DE-RAC!NG) - Schweiz GP 1936: Bernd Rosemeyer führte einen Dreifachsieg vor Achille Varzi und Hans Stuck an! Spektakulär war der Sieg eigentlich nur Beginn, als er den Mercedes Benz von Rudolf Caracciola jagte. In den Kurven war Rosemeyer deutlich schneller, aber auf den Geraden konnte er den Mercedes nicht überholen. Caracciola blockte zunächst erfolgreich, obwohl ihm bereits die blauen Flaggen geschwenkt wurden. Erst als die Mercedes-Box ihm signalisierte, dass er Rosemeyer vorbeilassen muss, will er nicht disqualifiziert werden, ließ Caracciola Rosemeyer vorbei. Später schied Caracciola eh aus, leistete sich aber abends im Hotel noch eine verbale Auseinandersetzung mit Rosemeyer, der wütend auf Caracciola war, nachdem der ihn behindert hatte.

Italien GP 1936: Wieder gewann Bernd Rosemeyer das Rennen. Vor dem Rennen durfte sogar seine Frau Elly Beinhorn zwei Testrunden im Auto Union fahren. Ganz perfekt lief das Rennen für das Team nicht: In Runde 17 schied Achille Varzi mit Motorschaden aus, während Hans Stuck einen schweren Unfall hatte. Er verbremste sich in einer Schikane, der Auto Union überschlug sich und Stuck wurde aus dem Auto geworfen. Abgesehen von einer kleinen Gehirnerschütterung blieb der Deutsche aber unversehrt. Tazio Nuvolari, der am Start kurz führte, wurde vor dem zweiten Auto Union von Ernst von Delius Zweiter.

Eifelrennen 1937: Das Wochenende begann für Auto Union nicht erfreulich: Luigi Fagioli konnte wegen seinen Rheumabeschwerden nicht starten und Ernst von Delius zerstörte im Training einen Boliden komplett, nachdem ihm ein Vogel ins Gesichte geflogen ist. Doch im Rennen war die Auto Union dank Bernd Rosemeyer wieder erfolgreich: In Runde drei übernahm er mit einem Überholmanöver gegen Mercedes-Benz-Fahrer Rudolf Caracciola die Führung und behielt sie bis zum Schluss. Die Auto-Union-Truppe legte außerdem einen Weltrekord beim Boxenstopp mit nur 25 Sekunden hin. Caracciola und dessen Teamkollegen Manfred von Brauchitsch wurden geschlagen.

Vanderbilt Cup 1937: Das Rennen in New York war ein Aufeinandertreffen der GP-Renner mit den IndyCars aus Amerika. Obschon das Rennen mit dem Belgien GP kollidierte, brachten die GP-Teams ihre Topstars nach New York, während in Belgien nur eine B-Mannschaft antrat. Die Gründe waren nicht die Prestige gegen die Amis gut dazustehen, sondern die großen Preisgelder lockten. Der Sieger strich 20.000 US-Dollar ein. Und die Europäer hatten die Nase vorne: Bernd Rosemeyer gewann das Rennen, nachdem er zu Beginn des Rennens noch von Rudolf Caracciola herausgefordert werden konnte und in einen schönen Kampf verwickelt wurde. Doch Caracciola schied mit einem Kompressor-Schaden an seinem Mercedes Benz aus. Hinter Rosemeyer wurde Dick Seaman im Mercedes Benz Zweiter, vor Rex Mays, dem ersten IndyCar-Fahrer, der in einem von Bill White eingesetzten Alfa Romeo fuhr. Der wurde 1936 von der Scuderia Ferrari bei GP-Rennen verwendet. Der erste echte IndyCar-Bolide platzierte sich auf den siebten Platz: Bill Cummings in einem Miller von Lou Moore.

Belgien GP 1937: Während die meisten Topfahrer eine Woche zuvor in Amerika unterwegs waren, war der Belgien GP unterhaltsam. Das Rennen war absolut hart, ständig fielen neue Rundenrekorde, von den verschiedensten Fahrern. Rudolf Hasse konnte dabei den Auto-Union-Star Hans Stuck schlagen, weil er sanfter mit seinen Reifen umging und deshalb nur einen Boxenstopp machen musste. Für Aufsehen sorgte auch Manfred von Brauchitsch, der im Training verunfallte, wobei sich sein Mercedes Benz überschlug und auf einer Wiese neben einigen Bäumen zum Stehen kam. Zwar zog sich Von Brauchitsch nur kleinere Verletzungen zu, dennoch rieten ihm die Ärzte von einem Rennstart ab. Aber Von Brauchitsch startete trotzdem, schied aber aufgrund technischer Probleme aus.

Donington GP 1937: Das Rennen wurde an in der Boxengasse entschieden. Mercedes setzte Rudolf Caracciola auf eine Ein-Stopp-Strategie, der Rest fuhr mit zwei Stopps. Caracciola fuhr deshalb zu Beginn des Rennens etwas defensiv und verlor dadurch das Rennen. Mercedes hatte aber noch ein zweites Eisen im Feuer: Manfred von Brauchitsch. Er lieferte sich mit dem Auto-Union-Piloten Bernd Rosemeyer einen harten Kampf, der zugunsten von Rosemeyer entschieden wurde, weil Von Brauchitsch einen Reifenschaden hatte. Er wurde aber noch Zweiter, vor Caracciola.

Italien GP 1938: Mercedes Benz zeigte im Training wieder die Überlegenheit. Doch am Start war es zunächst Herrmann P. Müller, der im Auto Union die Führung übernahm. Hermann Lang fand aber schnell wieder den Weg vorbei an Müller, der auch noch eine Position an seinen Teamkollegen Tazio Nuvolari abtreten musste. Im Laufe der Renndistanz verlor Lang Motorleistung und Nuvolari konnte in Führung gehen. Lang fuhr beherzt und wollte nicht aufgeben, aber sein Auto wurde immer schlechter. Auf Rang zwei hinter Nuvolari kam dadurch sogar noch Giuseppe Farina von Alfa Romeo.

Donington GP 1938: Wegen der angespannten politischen Situation musste der Grand Prix mehrmals verschoben werden. Ende Oktober, also gut drei Wochen als ursprünglich vorgesehen, wurde das Rennen dann doch gestartet. Und die Zuschauer haben es nicht bereut. Zunächst schien es zwar so, als würde sich das Rennen etwas langweilig entwickeln, nachdem Tazio Nuvolari mit seinem Auto Union ohne Probleme führte und sein Teamkollege Herrmann P. Müller dahinter die Mercedes in Schach halten konnte. Doch Nuvolari bekam Probleme und musste einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen. Zusätzlich Spannung kam auch noch auf, als sich der Alta-Bolide von Robin Hanson mit einem Motorschaden verabschiedete und dabei Öl auf die Strecke kam. Dabei kamen nicht nur Nuvolari und Manfred von Brauchitsch ins Rutschen. Nach allen Boxenstopps führte Hermann Lang im Mercedes Benz vor Müller und Nuvolari. Letzterer drehte am Schluss noch mal richtig auf: Müller war freilich kein Problem, aber 13 Runden vor Rennende holte sich Nuvolari auch noch den führenden Lang und gewann den letzten Grand Prix in Donington bis 1993!

Frankreich GP 1939: Am Start übernahm Tazio Nuvolari im Auto Union die Führung, doch direkt dahinter fuhr Hermann Lang im Mercedes Benz und setzte den Italiener unter Druck. Das Duell war knochenhart, letztlich setzte sich Lang durch. Doch Nuvolari blieb ihm auf der Schliche, bis sein Getriebe die Tortur nicht mehr mitmachte. Es schien ein einsames Rennen für Lang zu sein, doch nach den Boxenstopps ging sein Motor hoch. Herrmann P. Müller profitierte und gewann das Rennen vor seinem Auto-Union-Teamkollegen Georg Meier. Meier hatte beim Boxenstopp eine Schrecksekunde, als sein Auto in Feuer aufging, nachdem die Mechaniker Benzin verschütteten. Meier fuhr weiter, obschon sein Arm total verbrannt war. Den verbrannten Arm hielt Meier in den Fahrtwind, mit dem anderen steuerte er seinen Auto Union auf den zweiten Platz, vor Talbot-Pilot René Le Bègue.

Belgrade GP 1939: Es war der letzte GP-Sieg für die Auto Union – herausgefahren von Tazio Nuvolari. Dabei profitierte der Italiener aber auch von einem Fahrfehler von Manfred von Brauchitsch im Mercedes Benz, sowie einem Reifenschaden von Herrmann P. Müller im Auto Union. Der Grand Prix fand statt, als der Zweite Weltkrieg bereits ausgebrochen war.

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