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Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: Formel-1 - GP-Geschichte der Auto Union: 8. Fahrer (2)

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - GP-Geschichte der Auto Union: 8.  Fahrer (2)

von Michael Zeitler

Weitere Fahrer, die für Auto Union GP-Rennen gefahren sind.  

| Ingolstadt (!NS!DE-RAC!NG) - Herrmann P. Müller: Der Deutsche war ebenfalls Motorradfahrer bei DKW, wurde unter anderem Vizemeister in der Europameisterschaft bis 500 cm³. Durch DKW kam er 1937 bei der Auto Union unter und fuhr erstmals GP-Rennen auf vier Räder. Bis 1939 wurde Müller immer bester, er wäre 1939 ein heißer Kandidat auf den EM-Titel gewesen, doch der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ließ die Meisterschaft versanden. Nach dem Krieg kehrte Müller als Rennfahrer zurück, allerdings aufs Motorrad. Mit NSU holte er 1955 den WM-Titel in der Klasse 250cm³! Mit Dieter Braun auf einer Yamaha schaffte das erst 1973 wieder ein Deutscher.

Ernst von Delius: Sein Uropa Daniel Heinrich Delius war einst Regierungschef Preußens, Ernst von Delius war ein Nachwuchsrennen und ein sympathischer Zeitgenosse. Sein Talent hinter dem Steuer war nicht so gereift wie jenes der GP-Größen der damaligen Zeit, aber Von Delius hatte seinen Platz in der Werksmannschaft der Auto Union verdient. 1937 gewann er den GP von Kapstadt. Mit gerade mal 25 Jahren erlag Von Delius 1937 seinen schweren Verletzungen, die er sich bei einer Kollision mit Mercedes-Benz-Pilot Dick Seaman beim Deutschland GP zuzog. Gerüchte halten sich bis heute, dass ein Kunstfehler der Ärzte Ursache für den Tod des Rennfahrers war, ähnlich wie auch bei Ronnie Peterson 1978 in Monza. 

Tazio Nuvolari: Über den Italiener lassen sich Bücher schreiben. Er war ein einmaliger Rennfahrer, gilt bis heute als einer der besten überhaupt. So tapfer wie er, waren nur wenige Fahrer: 1934 fuhr er mit Gipsbein beim Avusrennen, beim Monaco GP 1933 fährt er mit Motorschaden (sein Alfa Romeo brannte bereits, damals mit dem Motor vor dem Fahrer!) so lange weiter, bis nichts mehr geht und selbst dann schiebt er den Boliden weiter, beim Tripoli GP 1936 fuhr er entgegen dem Rat der Ärzte trotzdem, obschon er zuvor im Training bei einem Unfall aus seinem Alfa Romeo geschleudert wurde und sich mehrere Rippen gebrochen hat, bei der Coppa Brezzi 1946 löste sich das Lenkrad an seinem Cisitalia, doch er fuhr die restliche Runde mit den Händen an der Lenkstange weiter, während er bei der Boxenvorbeifahrt seiner Crew mit dem Schwenken des Lenkrads sein Problem zeigte, bei der Milla Maglia 1948 verabschiedete sich sein Ferrari-Sportwagen in seine Einzelteile, aber bis zuletzt fuhr Nuvolari weiter (auf einem Sack Orangen, weil sich der Fahrersitz löste!) und das mit einer durch das jahrelange Einatmen der Auspuffdämpfe der methanolbetriebenen Motoren verätzten Lunge. Als sein Ferrari nicht mehr fuhr, musste er total erschöpft aus dem Boliden geholt werden.  Nuvolari fuhr nur auf Sieg, was auch 1932 bei der Targa Florio deutlich wurde, als er als Beifahrer den erst 13-jährigen Paride Mambelli mitnahm, ein Ferarri-Mechaniker-Lehrling. Reparaturen mussten damals vom Beifahrer durchgeführt werden, aber sollte so etwas nötig sein, wäre der Sieg eh futsch gewesen und so nahm er lieber einen besonders leichten Fahrer mit. Nuvolari begann seine Karriere ebenfalls als Motorradfahrer, holte die Meisterschaft in Italien und Europa und stieg 1927 mit einem gekauften Bugatti in den GP-Sport ein. Dabei gründete er zusammen mit seinem späteren Rivalen Achille Varzi ein Privatteam. Später fuhr Nuvolari bei verschiedenen Werksteams GP-Rennen und gewann davon einige.

Hermann Leiningen: Der Adelige begann im deutschen Bugatti-Privatteam von Ernst-Günther Burgaller. Trotzdem gewann er einige GP-Rennen (unter anderem GP Tschechoslowakei), bis er Mitte der 30er Jahre zur Auto Union kam. Nach dem Krieg fuhr Leiningen nur noch wenige Rallye-Rennen.

August Momberger: Der Deutsche hatte noch eine lange Karriere vor sich. Doch die wurde 1934 beim Spanien GP beendet, als er Arthritis bekam, eine Gelenkkrankheit. Sein eher dürftiges Verhältnis zu Rennleiter Willy Walb half ebenfalls nicht. Und so hing er seinen Helm an den Nagel, nach dem er kurz zuvor noch Zweiter beim Schweiz GP wurde.

Luigi Fagioli: Der Italiener kam 1937 von Mercedes Benz, wo er einige Rennen gewann, zur Auto Union, doch Fagioli plagte 1937 die gesamte Saison über Rheuma. Noch in der Saison beendete er deswegen auch seine Karriere. Erst 1950 kehrte er im Alfa-Romeo-Werksteam wieder in den GP-Sport zurück, damals wurde erstmals die Fahrer-Automobilmeisterschaft ausgetragen, deshalb beginnt für viele die Formel-1 heute ab 1950. Alfa Romeo heuerte Farina und Fangio an, dazu fehlte aber noch ein Star, denn Farina war bereits ein bekannter Name, aber noch lange kein Star. Fangio war immer noch ein Nachwuchstalent und nun brauchte man eben eine GP-Größe vor dem Krieg. Nuvolari kam aber nicht mehr in Frage, also reaktivierte man Fagioli, der als Rennfahrer recht arrogant war und sich für den besten Rennfahrer überhaupt hielt. 1952 verstarb er an den Folgen eines Unfalls bei Sportwagentestfahrten mit einem Lancia.

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