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Serie: International - Meister neuer Serien: 4. F-Nippon 1973: Motoharu Kurosawa

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: International - Meister neuer Serien: 4. F-Nippon 1973: Motoharu Kurosawa

von Michael Zeitler

Die höchste japanische Formel-Serie ist nicht nur eine Nachwuchsserie. Viele Fahrer versuchen sich dort öfter. 1973 ging's los.  

| Monza (!NS!DE-RAC!NG) - Meisterschaft: Heute hat die Formel-Nippon etwas an Bedeutung gewonnen. Doch das war auch mal anders, etwa Mitte bis Ende der 90er Jahre, als Ralf Schumacher, Pedro de La Rosa oder Ricardo Zonta die japanische Szene aufwühlten. Auch 1973, als die Serie aus der Taufe gehoben wurde (damals noch unter dem Namen japanische Formel-2000), gab es auch einige Fahrer, die nicht aus Japan waren – auch wenn ein Japaner die Serie gewann: Motoharu Kurosawa.

Der Japaner gewann auch das Auftaktrennen in Fuji, den Nihon Grand Prix. Dabei steuerte er einen March BMW für das Heroes Racing Team. Auf das Podium kamen auch noch Brian Robertson auf einem Brabham Ford von Fred Opert und Graeme Lawrence mit einem Surtees Ford von Singapore Airlines. Schon am Treppchen dieses Rennens wird deutlich: Die Vielfalt an Autos, Motoren und Fahrer war damals recht groß. Heute gibt es in dieser Serie wie in vielen anderen Formel-Serien Einheitschassis, in der Formel-1 Nippon kommen die von Swift Engineering. Auch japanische Autos und Motoren waren in der Serie unterwegs, beispielsweise wurden einige Brabham-Boliden mit Mitsubishi-Motoren ausgestattet. Japanische Rennwagen gab es mit Mana und Jaraco zunächst deren zwei, später auch einige mehr. Einige japanische Rennwagen wie die von Kojima oder Maki schafften es später auch in die Formel-1. Jaraco setzt sich aus jeweils den zwei Anfangsbuchstaben von Japan Racing Corporation zusammen. Youchi Takizawa war der Mann dahinter. Neben der Formel-2000 bestritt man auch Rennen in der japanischen Formel-Junior 1300, genauso wie auch Mana. Kenji Mimura konstruierte die Mana-Rennwagen. Ein weiterer Clou der Serie damals war, dass es nicht für jedes Rennen die gleiche Anzahl an Punkte gab. Beim Nihon GP gab es für den Sieger jedenfalls 20 Punkte.

Als nächstes reiste die Serie nach Suzuka zum zweiten Saisonrennen. Wieder fuhr Motoharu Kurosawa im Spitzenfeld, musste sich dieses Mal aber Noritake Takahara geschlagen geben. Takahara brachte ein eigenes Team an den Start und setzte einen Brabham Ford BT36 ein. Hinter Kurosawa platzierte sich der zweite Heroes-Pilot Hiromu Tanaka. In der Fahrermeisterschaft sah es nach der Hälfte der Rennen so aus: Motoharu Kurosawa (30), Hiromu Tanaka (18), Brian Robertson (15).

Takahara hatte dagegen nur zwölf Punkte, weil es anders als beim Auftakt für den Sieg dieses Mal nur so viele Punkte gab. Gleiches gilt auch für das zweite Rennen in Suzuka, das wieder an Takahara ging. Dieses Mal rückte er in der Gesamtwertung aber auf, weil Kurosawa aufgrund eines Problems mit dem Öldruck das Rennen vorzeitig beenden musste. Noch näher kam Tanaka, der Zweiter wurde und nun auf 28 Punkte kam: Kurosawa (30), Tanaka (28), Takahara (24).

Beim Saisonfinale – wieder in Suzuka – machte Kurosawa den Sack mit einem Sieg zu. Takahara kam vor Tanaka auf Rang zwei. Der Endstand der ersten Formel-Nippon-Meisterschaft sah so aus:

1. Motoharu Kurosawa (JPN) 42 (Heroes; March BMW)
2. Hiromu Tanaka (JPN) 36 (Heroes; March BMW)
3. Noritake Takahara (JPN) 34 (Takahara; Brabham Ford)
4. Brian Robertson (USA) 15 (Fred Opert; Brabham Ford)
5. Graeme Lawrence (NZL) 12 (Singapore Airlines; Surtees Ford)
6. Michael Hall (USA) 8 (Fred Opert; Brabham Ford)
7. Masaharu Nakano (JPN) 8 (Heroes; March BMW)
8. Kuniomi Nagamatsu (JPN) 6 (Bellco; Brabham Mitsubishi)
9. Koichi Sato (JPN) 4 (Sato; Brabham Ford)
10. Osamu Masuko (JPN) 3 (Bellco; Brabham Mitsubishi)
11. Riki Okubo (JPN) 2 (Riki; Lotus Toyota)
12. Jiro Yoneyama (JPN) 1 (Yoneyama; Mana Ford)

Fahrer: Motoharu Kurosawa wurde 1973 der erste Meister der heutigen Formel-Nippon-Serie. Mit bisher drei Rennsiegen ist er in der ewigen Bestenliste aber nur eine Randnotiz. Allgemein ist der Japaner in seinem Heimatland aber bekannt, weil er jahrelang Werksfahrer bei Nissan auch im Sportwagen-Sport war. Außerdem lassen seine Söhne die Geschichte von Motoharu Kurosawa weiterleben, weil auch sie Rennen fahren. Am weitesten brachte es dabei bisher Takuya Kurosawa mit zwei Siegen in der Formel-Nippon und einigen IndyCar-Rennen 2000 für Dale Coyne.

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