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Serie: International - Meister neuer Serien: 6. Italienische F3000 1999: Giorgio Vinella

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: International - Meister neuer Serien: 6. Italienische F3000 1999: Giorgio Vinella

 von Michael Zeitler

Die heutige Auto-GP-Serie wurde 1999 aus der Taufe gehoben und war ein Auffangbecken für alte F3000-Renner. Meister 1999 wurde Giorgio Vinella.  

| Monza (!NS!DE-RAC!NG) - Meisterschaft: Pierluigi Corbari stampfte 1999 die Serie aus dem Boden. Die Grundidee: Die älteren F3000-Autos müssen weiterhin Verwendung finden statt auf dem Schrotthaufen zu landen. Also gründete der Italiener die italienische Formel-3000-Serie, die Lola-F3000-Rennwagen einsetzte, die ein paar wenige Jahre alt waren. Die Serie wurde immer größer, wurde bald zur europäischen Formel-3000-Serie und ist die heutige Auto-GP-Serie. Paolo Coloni organisiert die Serie inzwischen, eingesetzt werden noch immer Lola-Rennwagen, allerdings alte Modelle aus der A1GP-Serie – das Niveau aber ist gleich. Im Heck schlummern Zytek-Motoren.

Die Saison erwies sich als äußerst spannend und den Organisatoren gelang auch gleich eine wichtige Verpflichtung: Mit Marco Apicella fuhr ein ehemaliger F1-Fahrer in der Serie mit. Er fuhr für das Monaco-Team, das im Besitz von Lamberto Leoni war, ebenfalls ein ehemaliger F1-Pilot. Apicella gewann auch prompt das Auftaktrennen in Vallelunga, nahe der italienischen Hauptstadt Rom. Paolo Montin wurde dahinter Zweiter. Vom Durango-Pilot war danach aber nicht mehr viel zu hören, genauso wenig wie vom Drittplatzierten, Polo Villaamil, der für das ehemalige F1-Team Coloni fuhr.

Beim zweiten Lauf in Monza konnte Apicella das Kunststück nicht wiederholen. Stattdessen war Marcelo Battistuzzi der Dominator des Wochenendes, mit Sieg, Pole und Schnellste Rennrunde. Der heute 34-Jährige blieb beim Auftakt punktlos, aber weil Apicella in Monza keine Punkte holte, führte der Brasilianer nun mit Apicella die Meisterschaft an. Danach war von Battistuzzi aber nicht mehr viel zu hören, er wechselte sogar während der Saison das Team, von Redgrave zu Coloni. Die Meisterschaft war spannend: Apicella (10), Battistuzzi (10), Giorgio Vinella (9).

Mit Giorgio Vinella war damit sang- und klanglos ein dritter Fahrer direkt dran an der Spitze. Der Italiener machte beim nächsten Lauf in Enna noch mehr von sich reden, als er das Rennen gewann. Der heute 37-Jährige kam damals von der internationalen Formel-3000, wo er für Coloni fuhr, in die italienische Formel-3000 zu Martello. Mit dem Sieg katapultierte er sich an die Tabellenspitze, die restlichen Titelaspiranten füllten ihr Konto in Enna nicht: Vinella (19), Apicella (10), Battistuzzi (10).

In Donington gab es den vierten Sieger im vierten Rennen. Erstmals fand das Rennen nicht in Italien statt und prompt gewann kein Italiener, sondern der Südafrikaner Werner Lupberger. Er fuhr für Edenbridge Racing. Die Sieger der Rennen davor blieben vom Pech verfolgt und verfehlten einmal mehr Punktplatzierung. Damit war der Stand der Dinge folgender: Vinella (19), Lupberger (16), Apicella (10). In Misano schlug Apicella mit einem Sieg zurück, weil aber auch Vinella zwei Punkte einfuhr, blieb er an der Tabellenspitze: Vinella (21), Apicella (20), Lupberger (20). Auch das vorletzte Rennen fand in Misano statt, endete dieses Mal aber mit einem Sieg für Vinella. Lupberger blieb mit Platz zwei aber dran: Vinella (31), Lupberger (26), Apicella (20).

Vinella fuhr beim Finale in Imola nicht mehr in die Punkte. Aber auch Lupberger fuhr keine Topplatzierung ein, sondern holte sich mit dem sechsten Platz nur einen Punkt. Damit konnte er Vinella aber nicht mehr gefährden und Vinella wurde Meister:

1. Giorgio Vinella (ITA) 31 (Martello)
2. Werner Lupberger (RSA) 27 (Edenbridge)
3. Marco Apicella (ITA) 20 (Monaco)
4. Thomas Biagi (ITA) 16 (GP)
5. Marcelo Battistuzzi (BRA) 13 (Redgrave, Coloni)
6. Dino Morelli (GBR) 13 (Coloni)
7. Gabriele Lancieri (ITA) 13 (Sighinolfi)
8. Mark Shaw (GBR) 9 (Redgrave)
9. Paolo Montin (ITA) 9 (Durango)
10. Alex Yoong (MAL) 8 (Monaco)
11. Polo Villaamil (ESP) 4 (Coloni)
12. Paolo Ruberti (ITA) 4 (Ghinzani)
13. Ananda Mikola (IND) 4 (Edenbridge)
14. Oliver Martini (ITA) 3 (Sighinolfi)
15. Cesare Manfredini (ITA) 2 (ADM)
16. Giandomencio Brusatin (COL) 2 (Martello)
17. Kristian Kolby (DEN) 2 (Coloni)
18. Riccardo Moscatelli (ITA) 1 (Moscatelli)
19. Viktor Maslov (RUS) 1 (Arden)

Fahrer: Als Preis für den Titelgewinn in der italienischen Formel-3000 wurde er offizieller Testfahrer bei Minardi. Insgesamt vier Mal durfte er 1999 und 2000 in einem F1-Flitzer von Minardi Platz nehmen, zu GP-Rennen kam es aber nie. Schlecht sah Vinella bei den Tests dabei nicht aus. Vinella war bei Minardi involviert und fuhr deshalb keine Rennen mehr, ausgenommen ein Gaststart in der italienischen Formel-3000 ein Jahr später für das Di-Vinci-Team. Als sich die Beziehung zu Minardi löste, wurde es um Vinella ruhig. Erst 2008 kehrte er in die professionelle Motorsport-Szene zurück und fuhr in der italienischen Tourenwagenmeisterschaft.

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