F1 Terminkalender

Zur Zeit sind keine Eintrge vorhanden!

Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: International - Meister neuer Serien: 8. GP2-Asia 2008: Romain Grosjean

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: International - Meister neuer Serien: 8. GP2-Asia 2008: Romain Grosjean

 von Michael Zeitler

Romain Grosjean gewann 2008 die erste asiatische GP2-Meisterschaft, ein Ableger der GP2.   

| Monza (!NS!DE-RAC!NG) - Meisterschaft: Die GP2-Asia-Serie wurde 2008 erstmals ausgetragen. Die Hintergründe: 2008 führte die GP2-Serie die neuen Chassis ein, die alten Chassis konnten daher prima für eine neue Serie bereitgestellt werden. Der zweite Grund war die Tatsache, dass sich die Formel-1 wie auch heute noch (siehe Premiere in Südkorea in dieser Saison, Indien 2011, Russland 2014) gen Asien orientiert. Weil die GP2 die beste Nachwuchsserie der Formel-1, also so etwas wie die zweite Liga war, wollte man auch in Asien nach neuen Talenten Ausschau halten und führte die asiatische Ablegerserie ein. Ausgetragen werden sollte die Serie im Winter, damit die Fans auch im Winter den Motorsport aufmerksam verfolgen. Gefahren wurde ausschließlich auf asiatischen Kursen.

Doch das Asien-Prinzip setzte sich nicht durch: Die Regelung, wonach jedes Team mindestens einen Asiaten am Steuer haben muss, wurde wieder gelockert. Auch fuhren fast ausschließlich die Teams mit, die auch in der Hauptserie am Start waren, darunter waren aber keine asiatische zu finden. Nur das Meritus-Team aus Asien gesellte sich dazu, statt dem spanischen Racing-Engineering-Rennstall. Und tatsächlich hatte Meritus durchaus Erfolge zu verbuchen. Man konnte sogar schon ein Rennen gewinnen, nicht aber in der Premierensaison 2008. Nun ist Meritus aber draußen, weil ab 2011 für alle Teams der Hauptserie die Teilnahme an der asiatischen GP2-Serie verpflichtend ist, Meritus ist in der Hauptserie nicht dabei – dafür das AirAsia-Team, ebenfalls aus Malaysia, ein Satelliten-Team vom F1-Team Lotus.

Die Regelung, dass die europäischen Teams auch in der asiatischen Serie starten müssen, liegt auf der Hand: Man will die asiatische Serie aufwerten. Denn tatsächlich lief die Serie bisher unter ferner liefen, wohl weil die Serie im Winter nur wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Das wirkte sich auch auf die Anzahl der Rennen aus: Die sechs Rennwochenenden à zwei Rennen 2008 waren noch ordentlich, aber danach wurden es immer weniger. Auch 2011 werden es nur wenige Rennen sein, weil man mit den neuen GP2-Autos fahren wird, die auch 2011 in der Hauptserie eingesetzt werden. Die werden aber erst im neuen Kalenderjahr fertig. Der Schritt zu den neuen Autos ist ein zweiter Versuch, die asiatische Serie aufzuwerten. Es wird erwartet, dass die meisten Fahrer, die 2011 in der Asien-Serie fahren auch in der Hauptserie an den Start gehen werden.

So viel allgemein zur Serie. Zur Saison 2008 lässt sich sagen: Der Auftaktsieger Romain Grosjean holte sich auch den Titel. Dabei fuhr der Franzose für das ART-Team, das sich bereits in der Hauptserie als äußerst erfolgreich präsentierte. Zwar dominierte Grosjean keinesfalls, aber die Konkurrenz hielt sich in Grenzen: Der Vizemeister Sébastien Buemi war bereits weit abgeschlagen, holte erst mit vier zweiten Plätzen in den letzten vier Rennen ordentlich auf – aber zu Grosjean fehlten doch einige Punkte: Buemi unterlag 37:61. Der Endstand:

1. Romain Grosjean (FRA) 61 (ART)
2. Sébastien Buemi (SUI) 37 (Arden)
3. Vitaly Petrov (RUS) 33 (Campos)
4. Fairuz Fauzy (MAL) 24 (Super Nova)
5. Bruno Senna (BRA) 23 (iSport)
6. Kamui Kobayashi (JPN) 22 (DAMS)
7. Adrian Valles (ESP) 19 (Fisichella)
8. Davide Valsecchi (ITA) 17 (Durango)
9. Yelmer Buurman (NED) 13 (Arden)
10. Hiroki Yoshimoto (JPN) 13 (Meritus)
11. Jérôme D’Ambrosio (BEL) 12 (DAMS)
12. Marco Bonanomi (ITA) 9 (Piquet)
13. Karun Chandhok (IND) 7 (iSport)
14. Andy Soucek (ESP) 6 (DPR)
15. Ben Hanley (GBR) 6 (Campos)
16. Milos Pavlovic (SER) 6 (BCN)
17. Luca Filippi (ITA) 4 (Meritus)
18. Harald Schlegelmilch (LET) 3 (Trident)
19. Alberto Valerio (BRA) 2 (Durango)
20. Diego Nunes (BRA) 2 (Campos)
21. Ho-Pin Tung (CHI) 1 (Trident)

Fahrer: Trotz des Titelgewinns in der asiatischen GP2 blieb Romain Grosjean der Gang in die Hauptserie nicht erspart. Mit ART hatte er zwar das beste Team, trotzdem lief es in der Hauptserie nicht mehr so recht zusammen. Sein Ziel Formel-1 hatte er aber weiterhin vor Augen, nachdem er als F1-Testfahrer bei Renault bereits mit einem Bein im GP-Zirkus stand. 2009 wechselte er zu Addax und versuchte erneut den GP2-Titel zu gewinnen. Weit war er nicht, doch während der Saison stieg er aus, weil er zum F1-Debüt gebeten wurde. Bei Renault wurde nämlich der hoffnungslos unterlegene Nelson Piquet Junior vor die Türe gesetzt. Das Talent des Vaters, immerhin ein dreimaliger Weltmeister, wurde ihm jedenfalls nicht in die Wiege gelegt, nun durfte sich Grosjean beweisen. Aber auch der heute 24-Jährige scheiterte an Fernando Alonso – damit war er nach der Saison 2009 schon wieder draußen. 2010 versuchte er in mehreren Serien parallel seine Reputation wieder zu stärken: Er fuhr hervorragende Rennen für Matech in der GT-Serie, er gewann für DAMS den Auto-GP-Titel, obschon er 33% der Saison gar nicht bestritt – und er kehrte bei DAMS auch in die GP2 zurück. Die Verbindungen zu Renault sind nach wie vor da: Sein Management ist seit einigen Wochen Gravity, deren Chef Gerard Lopez auch Hauptanteilseigner des Renault-Teams ist. Zu einer konkreten Chance scheint es bei Renault nicht zu kommen, immerhin pilotiert er jetzt fallweise aber einen Vorjahres-F1-Boliden von Toyota, im Rahmen der Testfahrten für den neuen Reifenhersteller Pirelli. Er übernahm die Arbeit von Nick Heidfeld und teilt sich die Arbeit nun mit Pedro de La Rosa. Auch mit dem neuen GP2-Auto testet er die Pirelli-Pneus, neben Ben Hanley und Giorgio Pantano.

Wir haben 89 Gäste online

Next Race:

© 2008 - 2013 !R Redaktionsgemeinschaft / !NS!DE-RAC!NG Online Magazin
Ein Angebot der RTV-WORLD MediaGroup - Fa. Roland Schäfges: Katzenberger Weg 114 - 56727 Mayen - www.rtv-world.de - redaktion@inside-racing.de