F1 Terminkalender

Zur Zeit sind keine Eintrge vorhanden!

Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: Formel-1 - Lotus im Portrait: 5. Die besten Boliden

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Lotus im Portrait: 5. Die besten Boliden

von Michael Zeitler

Lotus war bekannt für viele technische Raffinessen. Ein Rückblick.

| Enstone (!NS!DE-RAC!NG) - Lotus steht für geniale technische Erfindungen und Konzepte, welche die Formel-1 revolutionierten. Eine Auswahl von speziellen Lotus-Boliden:

Für die Saison 1962 brachte Lotus das erste Monocoque-Chassis in die Formel-1. Die Idee soll bei einem Plausch zwischen Colin Chapman und Mike Costin entstanden sein. Das Design war revolutionär, denn das Auto war deutlich steifer und strukturell besser geformt als die damals üblichen GP-Renner. Gleichzeitig konnte man das Gewicht halbieren, was dazu führte, dass das Auto extrem niedrig und schmal war. Die Fahrer lagen statt saßen auch im Cockpit, eine Idee, die Gustav Baumm von NSU schon etwa zehn Jahre zuvor hatte. Die Liegeposition (genannt Badewanne) ist noch heute in Formel-1 normal. Mit 13 Siegen, 17 Pole Positions und 13 Schnellsten Rennrunde ist der Lotus 25 einer der erfolgreichsten Lotus-F1-Chassis.

1969 experimentierte Lotus wie viele Teams mit dem Allrad-Antrieb, 1971 mit einer Gasturbine. Die Idee entwickelte Lotus eigentlich für das Indy 500, bei dem man damals ebenfalls an den Start gegangen ist. In der Formel-1 kam der Lotus 56B nicht zu Ruhm und Ehre.

Mit zwölf Siegen ist der Lotus 49 das dritterfolgreichste Lotus-F1-Auto. Maßstäbe setzte vor allem der Motor, denn im Auftrag mit Lotus (man hatte einen Exklusiv-Vertrag) und Ford baute Cosworth den DFV-Motor, einen doppelten Vierventiler, der in den kompletten 70er Jahren siegreich war! Lotus schnitt den Lotus 49 exakt auf diesen Motor zu. Die Konstruktion war aerodynamisch unkompliziert, der Wagen war angenehm zu fahren, sowohl vom Motor her, als auch von der Wendigkeit des Autos. Von 1967 bis 1970 wurde der Lotus 49 eingesetzt, wobei es immer wieder Nachbesserungen gab. Vor allem experimentierte Lotus mit den hohen Flügeln, die immer wieder zu Bruch gingen und schwere Unfälle verursachten.

Der Lotus 72 war der erste GP-Bolide, der konsequent in Keilform gebaut wurde. Die Aerodynamik war für damalige Verhältnisse extrem ausgetüftelt und so wurde die Konstruktion von Maurice Philippe und Colin Chapman von 1970 bis 1975 eingesetzt, allerdings mit mehreren Updates (bis hin zum Lotus 72E). Besonders im Fahrwerk-Bereich wies der Lotus 72 einige Neuerungen auf, die bis heute Bestand haben, allerdings in oftmals nachgebesserter Version. So wanderten die Kühler erstmals in die Seitenkästen. Außerdem verwendete man erstmals innen liegende Vorderradbremsen, die allerdings auch eine Schwachstelle waren. Immer wieder gingen sie zu Bruch, auch beim tödlichen Unfall von Jochen Rindt 1970 in Monza. Der Tank wanderte erstmals zum großen Teil in die Mitte des Chassis. Der Lotus 72 kam auf 20 GP-Siege bei Meisterschaftsläufen! Außerdem holte man mit dem Boliden zwei Fahrer- und drei Konstrukteurstitel – damit gilt der Lotus 72 als einer der besten Boliden der F1-Geschichte.  

Der legendärste Lotus-Renner ist freilich der Lotus 78, der es 1977 und ’78 auf sieben Siege in der F1-WM brachte. Der Grund für seine Popularität: Erstmals nutzten die Designer Peter Wright, Ralph Bellamy, Martin Ogilvie und Colin Chapman den negativen Bodeneffekt, noch besser in Englisch als Ground Effect bekannt. Der Effekt sorgte für einen starken Anpressdruck, den Lotus überdies noch ausreizte: Durch schleifende Leisten aus Hartgummi verdichtete man den Raum zwischen Fahrzeug und Boden noch zusätzlich. Während der Widerstand im Gegensatz zu den Konkurrenten nicht gewachsen ist, verbesserte sich der Anpressdruck deutlich – eine perfekte Mischung. Mit sechs Siegen war auch das Nachfolgemodell Lotus 79 sehr erfolgreich.

Lotus hatte danach noch zwei revolutionäre Chassiskonzepte, 1981 das Doppelchassis, das allerdings nicht zugelassen wurde und 1987 den Lotus 99T mit der aktiven Radaufhängung. Der Bolide wurde von Gerard Ducarouge und Martin Ogilvie designed. Mit ihm holte Ayrton Senna die bisher letzten beiden Lotus-Siege in der Formel-1.

Die erfolgreichsten Lotus-Renner:
1. Lotus 72 (20 Siege)
2. Lotus 25 (13 Siege)
3. Lotus 49 (12 Siege)
4. Lotus 78 (7 Siege)
5. Lotus 33 (6 Siege)
5. Lotus 79 (6 Siege)
7. Lotus 18 (3 Siege)
7. Lotus 97T (3 Siege)
9. Lotus 21 (2 Siege)
9. Lotus 98T (2 Siege)

Wir haben 73 Gäste online

Next Race:

© 2008 - 2013 !R Redaktionsgemeinschaft / !NS!DE-RAC!NG Online Magazin
Ein Angebot der RTV-WORLD MediaGroup - Fa. Roland Schäfges: Katzenberger Weg 114 - 56727 Mayen - www.rtv-world.de - redaktion@inside-racing.de