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Serie: Formel-1 - Lotus im Portrait: 6. WM-Jahre

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Lotus im Portrait: 6. WM-Jahre

von Michael Zeitler

In welchen Jahren wurde Lotus Meister? Wir blicken zurück?

| Enstone (!NS!DE-RAC!NG) - 1963 stellte Lotus erstmals den Fahrermeister. Jim Clark holte sich den Titel mit einer absolut dominanten Vorstellung. Noch zu Beginn sah es so aus, als würde Clark Pech mit technischen Problemen haben, aber ab dem zweiten Saisonrennen lief der Lotus Climax mit wenigen Ausnahmen wie ein Schweizer Uhrwerk. Clark dominierte, egal ob von Start bis Ziel, oder durch spektakuläre Aufholjagden. Auch fahrerisch war Clark eine Bank. Sein ärgster Widersacher war Graham Hill, dessen BRM aber öfter streikte. Zum Schluss der Saison wurde auch Ferrari mit John Surtees immer stärker. Clark aber behielt die Nerven und stellte mit sieben Siegen in einer Saison auch einen neuen Rekord auf!

1965 stellte Lotus zum zweiten Mal den Fahrer-Meister. Wieder war Jim Clark der dominierende Fahrer. Der Schotte leistete sich sogar den Luxus, den Monaco GP auszulassen und stattdessen das Indy-500 zu bestreiten – und zu gewinnen. Der IndyCar-Klassiker zählte seit fünf Jahren nicht mehr zur F1-Meisterschaft. Lotus baute für das Event 1965 trotzdem einen eigenen Renner und führte ihn vor versammelter amerikanischer Konkurrenz zum Erfolg. Auch IndyCar-Fahrer Parnelli Jones fuhr einen Lotus und wurde Zweiter. Clark und Lotus mussten wegen des Ausflugs nach Indianapolis zeitweise den Zorn der F1-Veranstalter ertragen. Aber sobald Clark wieder in der Formel-1 zurück war, drückte er der Szene den Stempel auf und gewann dominierend Rennen für Rennen. Erst als er beim Deutschland GP den Sack dicht machte, wurde er den Rest der Saison von technischen Problemen geplagt. Davor hielt sein Lotus Rennen für Rennen brav durch.

Mit Graham Hill holte Lotus 1968 die Meisterschaft. Die Operation 1968 war aber deutlich schwieriger: Mit dem Cosworth-DFV hatte man den besten Motor, allerdings ohne die exklusiven Nutzungsrechte, wie noch 1967. Matra und McLaren konnten Lotus mit denselben Motoren deshalb herausfordern. Das lag aber auch daran, dass das Lotus-Team ihren Star Jim Clark bei einem F2-Rennen verloren, nachdem dieser noch das Auftaktrennen in Südafrika gewinnen konnte. Der Tod von Clark löste weltweit Bestürzung aus und lahmte auch das Lotus-Team. Graham Hill hatte jedenfalls offensichtliche Mühe gegen Konkurrenten, die von Pech und Pleiten geplagt waren. So verpasste auch Jackie Stewart, ehemaliger Teamkollege von Hill, zwei Rennen durch eine Unfallverletzung. Letztlich setzte sich Hill aber in einem packenden Finale gegen Stewart und dem Vorgänger-WM Denny Hulme durch.

Nie lagen Triumph und Tragödie so dicht beisammen wie 1970, als Jochen Rindt im Lotus Ford Weltmeister wurde, aber imselben Boliden auch verstarb. Bis heute ist Rindt – Gott sei Dank – der einzige posthume Weltmeister. Der Lotus 72, mit dem Rindt Meister wurde, war ein dominierendes Auto. Die Meisterschaft war bisweilen trotzdem spannend, weil Lotus den Boliden erst mit Verzögerung an den Start gebracht hat. Die Gegner von Lotus wechselten aber: Altmeister Jack Brabham, der am Ende der Saison seinen Rücktritt verkündete, der amtierende Weltmeister Jackie Stewart im neuen March-Boliden, und am Ende auch Jacky Ickx im Ferrari. Als Ferrari so richtig gut wurde, war der Rückstand allerdings schon zu groß auf Rindt. Der Unfall ereignete sich beim Training in Monza, als die Bremse gebrochen ist – eine Schwachstelle des so starken Lotus 72.

Den nächsten WM-Titel mit Lotus fuhr Emerson Fittipaldi 1972 ein. Damit war Fittipaldi nicht nur der erste Brasilianer, der den Titel gewinnen konnte, sondern auch der bis dato jüngste Weltmeister. Erst 2005 wurde dieser Rekord unterboten, von Fernando Alonso. Inzwischen ist auch der Rekord wieder zweimal unterboten worden, erst von Lewis Hamilton 2008, nun von Sebastian Vettel 2010. Fittipaldi ging nicht als Favorit in die Saison. Doch Jackie Stewart hatte mit dem Tyrrell Ford nicht das beste Auto, dazu kamen technische Defekte und gesundheitliche Probleme. Trotzdem kam es teilweise zu fantastischen Kämpfen von Stewart und Fittipaldi. Der Titel von Fittipaldi war nach einer gewissen Zeit stets in greifbarer Nähe und beim Italien GP machte er bereits vorzeitig den Sack zu.

1978 war Mario Andretti bei Lotus die klare Nummer eins im Team. Ronnie Peterson konnte den US-Amerikaner besonders in der zweiten Saisonhälfte zwar immer öfter herausfordern, doch Gerüchten zu Folge hat Lotus Peterson stets gebremst. Konkurrenzteams wie Ferrari oder Brabham konnten nur zu Beginn der Saison mithalten, als Lotus noch mit dem alten Modell antrat. Mit dem neuen Modell, das den Ground-Effect noch besser zur Geltung brachte, war Lotus absolut überlegen. Trotzdem wurde die Saison auch überschattet – vom tödlichen Unfall von Peterson beim Italien GP. Damals lief alles zusammen…

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