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Serie: Formel-1 - WM Red Bull: 7. Teamchef Christian Horner

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - WM Red Bull: 7. Teamchef Christian Horner

von Michael Zeitler

Vom Rennfahrer zum Teamchef. Doch bei Red Bull ist Christian Horner nur eine Marionette.

| Milton Keynes (!NS!DE-RAC!NG) - Christian Horner ist in der Formel-1 angekommen und mit dem WM-Titel 2010 für Sebastian Vettel und Red Bull hat er sich auch einen Namen gemacht. Doch Horner wäre eigentlich gerne auf zwei andere Wege in die Formel-1 gekommen: Eigentlich fasste er ins Auge, F1-Fahrer zu werden. 1991 kam er zu Manor, dem heutigen Virgin-F1-Team, in die britische Formel-Renault, zwei Jahre später zu Fortec in die britische Formel-3. Dort geriet seine Laufbahn jedoch ins Stocken. Als er 1997 in die Formel-3000 International, der heutigen GP2, eingestiegen ist, musste er das mit einem eigenen Team tun. Von Erfolg gekrönt war das Vorhaben nicht, 1999 hing er den Helm an den Nagel und leitete sein Team Arden, das noch heute in der GP2 unterwegs ist und inzwischen von seinem Bruder Guy geleitet wird.

Horner wollte aus dem Arden-Team ein F1-Team machen. Bereits in der Anfangsphase schielte er mit starken Partnern auf die Formel-1. 1998 kaufte sich Prodrive-Chef David Richards bei Arden ein, die Chassisschmiede Galmer sollte wie 1992 für Brabham ein F1-Chassis bauen. Doch die Wege trennten sich wieder, bevor das Projekt in ein viel versprechendes Stadium kam. Arden blieb in der zweiten Liga, wuchst dort zu einem richtigen Topteam heran. Bereits 2002 hätte es mit dem Titel fast geklappt, wäre der Tscheche Tomas Enge in Ungarn nicht positiv auf Cannabis getestet worden und damit disqualifiziert worden. 2004 war es mit Vitantonio Liuzzi endlich so weit: Sieben Siege in zehn Rennen sprechen eine deutliche Sprache.

Erstmals genoss Arden 2004 die Unterstützung von Red Bull. Beide planten den Schritt in die Formel-1, eigentlich aber separat davon. Horner wollte eigentlich das Jordan-Team übernehmen. Der Vertrag war so gut wie unterschriftsreif, doch eine Sache ließ sich einfach nicht aushandeln: Die Rolle von Eddie Jordan selbst. Enttäuscht wandte sich Horner von dem F1-Traum für 2005 ab, bis Red Bull ihm das Angebot machte, Teamchef im gekauften F1-Team zu werden. Mit knapp über 30 Jahren wurde Horner einer der jüngsten F1-Teamchefs in der Geschichte.

Mit Arden ging es in der GP2 währenddessen schrittweise bergab. Kämpfte Heikki Kovalainen 2005 noch um den Titel, gab es zuletzt nur noch wenige Achtungserfolge. Horner bleibt seinem Rennstall aber treu: Zwischenzeitlich engagierte man sich sogar in der A1GP-Serie, 2010 stieg man auch in die GP3-Meisterschaft ein – mit Mark Webber als Teilhaber. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Horner und Webber bekamen aber in der Formel-1 einen Knacks, weil beide Spielball der Politik wurden. Es wurde ganz offensichtlich, dass Horner in der Stunde seines größten Erfolges nicht mehr als eine Marionette von Dr. Helmut Marko ist.

Deshalb ist seine Zukunft bei Red Bull auch ungewiss.

Meisten Rennen für Arden in der GP2:
1. Nicolas Lapierre (FRA) 39 (2005/’06)
2. Viktor Maslov (RUS) 32 (1999-2001)
3. Heikki Kovalainen (FIN) 23 (2005)
4. Christian Horner (GBR) 22 (1997/’98)
4. Darren Manning (GBR) 22 (2000/’01)
4. Björn Wirdheim (SWE) 22 (2002/’03)
7. Michael Ammermüller (GER) 21 (2006)
7. Bruno Senna (BRA) 21 (2007)
9. Rodolfo Gonzalez (VEN) 20 (2010)
9. Edoardo Mortara (ITA) 20 (2010)

Meisten Siege für Arden in der GP2
1. Vitantonio Liuzzi (ITA) 7
2. Heikki Kovalainen (FIN) 5
3. Björn Wirdheim (SWE) 4
4. Tomas Enge (CHZ) 3
5. Sébastien Buemi (SUI) 2
6. Michael Ammermüller (GER) 1
6. Robert Doornbos (NED) 1
6. Edoardo Mortara (ITA) 1
6. Charles Pic (FRA) 1
6. Bruno Senna (BRA) 1

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