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Serie: Formel 1 - Ferrari-Rennleiter: 4. 60er Jahre

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: F1: Alle Ferrari-Rennleiter: 4. 60er Jahre

von Michael Zeitler

 

!NS!DE RAC!NG über die Ferrari-Rennleiter der 60er Jahre: Von Eugenio Dragoni über Franco Lini bis hin zu Franco Gozzi.

 

Eugenio Dragoni (1962-’66)
Eugenio Dragoni war von 1962 bis 1966 bei Ferrari Rennleiter. Aber schon davor hatte er ein bewegtes Leben: Die Eltern des 1909 geborenen Italieners verstarben früh – Dragoni war erst ein Teenager. 1954 startete er in einem Alfa Romeo bei der Mille Maglia. Ende der 50er Jahre war er Chef der Scuderia Sant’Ambroeus, die mittlerweile Loris Kessel, ein ehemaliger schweizer GP-Pilot, besitzt. Die ersten Kontakte mit Ferrari machte Dragoni 1961. Er fädelte einen interessanten Deal ein. Der italienische Automobilverband FISA luchste Ferrari einen GP-Boliden ab und setzte ihn beim Frankreich GP ein. Fahrer war der Italiener Giancarlo Baghetti. Das Projekt war von Erfolg gekrönt: Baghetti gewann das Rennen – es war sein erstes WM-Rennen in der Formel-1! Außerhalb der WM fuhr er bereits 2 Rennen, die er ebenfalls gewann. Trotz der beeindruckenden Bilanz von 3 Siegen bei den ersten 3 F1-Rennen wollte ihn Ferrari noch nicht ins Werksteam hieven. Also setzte Dragoni mit seinem Scuderia Sant’Ambroeus Team einen Ferrari 156 bei 2 weiteren WM-Rennen für Baghetti ein. Dies endete mit 2 Ausfällen.

Für 1962 verpflichtete Ferrari Dragoni als Ferrari-Rennleiter. Dragoni brachte Baghetti und Lorenzo Bandini mit ins Team, die neben Phil Hill fuhren. Doch die Saison war ein Desaster und so verließ Hill, der 1961 noch mit Ferrari Weltmeister wurde, das Team. Ferrari heuerte John Surtees an, der ebenfalls bereits Weltmeister war – allerdings auf dem Motorrad. Nun versuchte der heutige Teamchef des A1 GP Team Großbritannien sein Glück und sein Geschick im Formel-Renner. 1964 holte sich Surtees mit Ferrari tatsächlich den WM-Titel. Doch die Freude darüber hielt nur ein Jahr. 1966 gab es interne Spannungen zwischen Surtees und Dragoni. Surtees verließ daraufhin das Team, aber Enzo Ferrari erkannte, dass sich auch Dragoni nicht professionell verhielt. Ende der Saison wurde er durch Franco Lini ausgetauscht. Ein Zeitgenosse von damals bestätigte die Ansichten Ferraris: „Dragoni wurde von allen Fahrern wegen seines imperialistischen Verhaltens gehasst.“

Nach seinem Intermezzo bei Ferrari wurde Eugenio Dragoni Mitglied der italienischen Motorenvereinigung CSAI. CSAI stampfte für 1974 ein nationales Formel-2-Team aus dem Boden, das in der F2-EM antrat und von Dragoni geleitet wurde. Doch Dragoni konnte nur noch die ersten Rennen des Teams miterleben: Ende April 1974 erlag er einer plötzlichen Krankheit.


Franco Lini (1967)
Franco Lini wurde 1967 Rennleiter bei Ferrari. „Bist du verrückt?“, war die erste Reaktion Linis auf die Frage des legendären Enzo Ferraris, ob er nicht Ferrari-Rennleiter werden wolle. Und tatsächlich war die Verpflichtung von Lini eine Überraschung, denn Lini war noch nie zuvor oder danach in ähnlichen Positionen. Dass Lini auch nur die Saison 1967 Ferrari-Rennleiter war, zeigt auch, dass Lini vielleicht doch nicht die Idealbesetzung für diesen Posten hatte. Noch dazu war das Lini-Jahr ein Trauriges für Ferrari, denn beim Monaco GP verstarb ihr Fahrer Lorenzo Bandini in einem hässlichem Feuercrash. Lini wurde in Mantua in Italien geboren, jener Stadt, in der auch die GP-Größe Tazio Nuvolari geboren wurde. Mit einem Nuvolaris Söhne besuchte Lini auch die Schule. Nebenher baute er eine Karriere als Motorradfahrer auf. Als er sich 1951 bei einem Unfall aber das Genick brach, beendete er seine Karriere und arbeitete fortan als Motorsportjournalist, bis zu seinem Tod im Juli 1996. Lini erlag kurz vor seinem 73. Geburtstag dem Lungenkrebs.


Franco Gozzi (1968-’70)
Franco Gozzi war von 1968 bis 1970 bei Ferrari Rennleiter. Zuvor war er Pressemann bei der Scuderia Ferrari, danach Berater. In seiner Zeit als Ferrari-Rennleiter lernte Gozzi freilich auch Enzo Ferrari kennen. Vor einigen Jahren schmückte der Italiener die legendären Charakterzüge des großen Enzos in ein 400 Seiten starkes Buch aus. MZ

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