Jahresrückblick: 1981 (Formel-1-WM)

 

Jahresrückblick: 1981 (Formel-1-WM)

von Michael Zeitler

Teaminterner Zwist bei Williams brachten Nelson Piquet 1981 den WM-Titel. 

| Melbourne (!NS!DE-RAC!NG) - Die Saison 1981 begann in Amerika in Long Beach. Das Rennen auf dem Stadtkurs wurde zuletzt als Klassiker der IndyCar-Szene bekannt, die Formel-1 eröffnete dort unter anderem 1981 die F1-Saison. Der auszutragende Grand Prix hieß USA-West-GP, weil in den Vereinigten Staaten der USA auch das F1-Saisonfinale stattfand, in Las Vegas. Dass die Saison 1981 in Long Beach beginnen sollte, war nicht geplant: Bereits im Februar fand der Südafrika GP statt, der von Carlos Reutemann gewonnen wurde. Doch im Nachhinein wurde entschieden, dass es für das Rennen keine WM-Punkte geben sollte, weil wegen des erbitterten Kriegs des Automobilweltverbands FISA gegen den Verband der Konstrukteure FOCA nur ein recht dezimiertes Starterfeld antrat. Der FISA-FOCA-Krieg war auch einer der Gründe für den Rückzug von Reifenhersteller Goodyear. Damit rollten alle auf den Michelin-Walzen.

Das Qualifying in Long Beach endete mit einer großen Überraschung: Riccardo Patrese, der 2008 von Rubens Barrichello in der Statistik der meisten F1-WM-Rennen überholt wurde, stellte seinen Arrows Ford sensationell auf Pole Position. Es war die einzige Pole für das 2002 Pleite gegangene Arrows-Team in der gesamten F1-Karriere. Hinter Patrese starteten die beiden Williams-Ford-Fahrer: Weltmeister Alan Jones qualifizierte sich als Zweiter, Südafrika-Sieger Carlos Reutemann als Dritter. So spektakulär die Startaufstellung war, so spektakulär war auch die Anfangsphase des Rennens: Gilles Villeneuve hatte in seinem Ferrari einen sehr guten Start, verbremste sich aber und fiel weit zurück. Und hinter der Spitze kollidierte Alain Prost mit Andrea de Cesaris. Der Unfall, der beide zum Aufgeben zwang, hatte Symbolkraft: Prost war vor der Saison trotz eines 2-Jahresvertrages bei McLaren Ford zu Renault gewechselt, Crashpilot De Cesaris war Prosts Ersatz.

Nach dem in der zweiten Runde Reutemann Jones überholen konnte, waren die Platzierungen der ersten drei zunächst lange klar besetzt: Patrese führte vor Reutemann und Jones. In Runde 25 begann Patrese jedoch Probleme mit der Treibstoffversorgung zu bekommen – letztlich auch der Grund für seinen Ausfall einige Runden später. So erbte Williams die Führung und hatte nun eine Doppelführung. Ein Fehler von Reutemann stellte auch die teaminterne richtige Reihenfolge wieder her: Jones vor Reutemann. Unauffällig fuhr Nelson Piquet im Brabham Ford auf den dritten Platz und somit noch auf das Treppchen. Dass man mit Piquet jedoch rechnen musste, zeigte der folgende Grand Prix in Brasilien: Vor den beiden Williams-Fahrer holte er sich vor heimischen Publikum die Pole Position. Doch die Pole Position erwies sich wie schon beim USA-West-GP für Patrese auch für Piquet nicht als der Schlüssel zum Erfolg: Er verzettelte sich in der Regenlotterie von Rio de Janeiro. Konkret: Er startete mit Slicksreifen, obwohl die Strecke noch zu nass war. Für Williams war damit der Weg frei zum erneuten Doppelsieg. Doch wer glaubte, im Team von Frank Williams und Patrick Head sei alles heiter Sonnenschein, der irrte: Weil Reutemann gewann und nicht die Teamorder befolgte, gab es mächtig Gezanke im britischen Traditionsteam. Patrese lieferte mit Platz drei neuerlich eine tolle Vorstellung ab.

Das Punktepolster von Williams war herrlich: Reutemann und Jones führten mit je 15 Punkte die WM-Wertung an, elf Punkte mehr als der Rest der Welt. Und in der Konstrukteurswertung hatte Williams sogar 26 Zähler Vorsprung auf Arrows und Brabham. Brabham startete mit Piquet aber in Argentinien eine Aufholjagd. Von Pole Position aus gewann er das Rennen vor Reutemann und Prost. In der Tabelle hatte das die Auswirkung, dass Reutemann nun 21 Punkten führte, vor Jones mit 18 und Piquet mit 13. Doch das Wochenende lief nicht ohne Reibereien ab: Williams, in der Konstrukteurswertung mit 39:13 gegenüber Brabham vorne, legte Protest gegen den Brabham-Rennwagen ein. Der Brabham BT49C soll über eine pneumatische Federung verfügt haben. Das System ermöglichte, dass sich das Auto während der Fahrt absenkte. Die Faustregel besagt: Je kleiner der Abstand zwischen dem Auto und dem Boden, desto schneller bewegt sich das Auto vor. Das Problem darin: Das Reglement schrieb 1981 eine Bodenfreiheit von mindestens 60 Millimeter vor, das dürfte bei den Brabham angeblich nicht mehr der Fall gewesen sein.

Viel mehr gestritten wurde aber im Rahmen des Argentinien GP um den Lotus Ford 88: Lotus-Chef Colin Chapman geriet im Streit der FISA und FOCA zwischen die Fronten, weil er für die eigene Rennserie, welche die FOCA plante, bereits das technische Reglement aufsetzte. FISA-Chef Jean Marie Balestre fand das wenig lustig und schrieb das F1-Reglement so um, dass die jüngsten Entwicklung von Superhirn Chapman nicht brauchbar waren, konkret ging es um die Schürzen, sowie um ein Auto, dass komplett ohne Federung fahren sollte. Beides ließ Balestre verbieten, was bei den anderen teilnehmenden Teams auf Gegenliebe stieß, weil sie befürchteten, dass Lotus nach dem Ground-Effekt 1978 eine nächste Revolution auspacke und damit wieder dominiere. Der Chef des FOCA-Vereinigung, Brabham-Chef Bernie Ecclestone, unterstützte Balestre beim Bestreben gegen Lotus und schon schienen sich beide Lager plötzlich näher zu kommen. Im weiteren Verlauf des hässlichen Streites zeigte sich aber: Nur bei diesem einen Thema bliesen die beiden Vereinigungen ins gleiche Horn.

Schon bei den ersten Saisonrennen wurde heftigst um den Lotus 88 gestritten: Tyrrell, Theodore, Wolf und Ensign legten gegen den Renner in Long Beach Protest ein. Nach einer langen Krisensitzung wurde entschieden: Das Auto darf im Rennen nicht starten. Chapman konterte damit, in dem er nach dem Rennen beim amerikanischen Motorsportverband AAA (unter diesem Namen startete einst die heutige IndyCar-Serie) Protest einlegte. Prompt erklärte der Verband den Lotus für legal. Trotzdem wurde der Bolide in Brasilien nicht zugelassen. Und dann kam der bereits angesprochene Argentinien GP, in dem der Lotus neuerlich nicht zugelassen wurde; mit einem Unterschied: Dieses Mal kam der 88 nicht einmal durch die technische Abnahme. Am 23. April tagte ein Berufungsgericht und erklärte den Lotus Ford 88 für nicht regelkonform. Während der Saison gab es noch das ein oder andere Gezanke, aber letztlich ohne Erfolg für Lotus und Chapman.

Es folgte der Europaauftakt in Imola. Und der brachte zunächst einmal einen Fahrer auf Pole Position, mit dem keiner gerechnet hätte: Gilles Villeneuve im Ferrari. Mit dem Ausgang des Rennens hatte der Kanadier, dessen Sohn Jacques Villeneuve 1997 in einem Williams Renault F1-Weltmeister wurde, aber nichts zu tun. Obwohl es nach dem Start recht gut aussah, denn mit Pironi kam Villeneuves Teamkollege auf Platz zwei. Ganz falsch machte es dagegen die Fahrerpaarung bei Williams: Reutemann und Jones kollidierten, wodurch sich Jones einen neuen Frontflügel abholen musste. Das Rennen war für den Champion damit nahezu gelaufen. Reutemann wurde währenddessen durch Patrese von Platz drei verdrängt. Der Regen ließ bald nach. Villeneuve war der erste auf Trockenreifen, musste aber erkennen, dass das keine gute Wahl war. Er holte sich wieder Regenreifen und gab damit die Führung an Pironi ab. Reutemann verlor neuerlich den dritten Platz, dieses Mal gegen Piquet. Piquet schnappte sich daraufhin auch Patrese und war damit schon Zweiter. Gegen Ende des Rennens fiel Pironi noch weiter zurück, Piquet gewann damit durch eine tolle Fahrt das Rennen vor Patrese und Reutemann, der die WM damit weiterhin anführte: Reutemann (25), Piquet (22), Jones (18). In der Konstrukteurswertung führte Williams (43) vor Brabham (25) und Arrows (10).

Beim Belgien GP 1981 kam es zehn Minuten vor Ende des Freitagqualis zu einem tödlichen Unfall: Ausgerechnet WM-Leader Carlos Reutemann überfuhr in der Box den Osella-Mechaniker Giovanni Amadeo. Der Unfall passierte in der Boxengasse, als Amadeo ausrutschte, und zwischen den Frontflügel und dem linken Reifen des Williams Ford von Reutemann rutschte. Amadeo, der erst im November 1980 bei Osella angestellt wurde und zuvor im Merzario-Team von Ex-F1-Fahrer Arturo Merzario in der Formel-2 arbeitete, zog sich schwere Verletzungen zu, vor allem am Schädel. Im Krankenhaus fiel Amadeo ins Wachkoma. Die Aussichten waren derart schlecht, dass sich seine Eltern dafür stark machten, die Geräte, die Amadeo noch am Leben hielten, abzuschalten. Was dann auch passierte. Der Italiener wurde nur 21 Jahre alt.

Reutemann steckte den Unfall recht gelassen weg und rauschte vor Piquet auf Pole Position. Fast wäre es beim Start zum Rennen neuerlich zu einem schrecklichen Unglück gekommen. Am Arrows Ford von Riccardo Patrese gab es Schwierigkeiten und so werkelte Dave Luckett noch am Auto des Italieners. Doch das Feld wurde bereits zum Start geschickt und ausgerechnet Siegfried Stohr, der auch für Arrows fuhr, fuhr in das Auto von Patrese. Glücklicherweise trug Luckett keine schweren Verletzungen davon. Das Rennen selbst führte zunächst Pironi vor Reutemann und Piquet an. Der Mann des Rennens war zu Beginn aber Jones, der sich in einigen Runden bis an die Spitze gearbeitet hat. Dazu schoss er jedoch auch Piquet ins Aus. Belohnt wurde Jones für diese Fahrt nicht: Nach einem Problem mit dem Getriebe crashte Jones in Runde 19, womit sein Rennen beendet war. Da auch Pironi einige Probleme hatte, übernahm Reutemann wieder die Führung und gewann vor Jacques Laffite (Ligier Matra) und Nigel Mansell (Lotus Ford). Reutemann hatte nun einen komfortablen Vorsprung in der WM: Reutemann (34), Piquet (22), Jones (18).

Beim Monaco GP fuhr Piquet vor Villeneuve auf Pole. Das Rennen war typisch für Monaco: Piquet führte vor Villeneuve und Jones. Jones kam an Villeneuve vorbei, musste aber wegen eines Problems an die Box und fiel wieder hinter Villeneuve zurück. Zu diesem Zeitpunkt ging es bereits um den Sieg, weil sich Piquet mit einem Fehler selbst verabschiedete. Villeneuve gewann also vor Jones und Laffite. In der Fahrerwertung lagen nun beide Williams-Fahrer vorne, Reutemann, der ohne Punkte blieb, hatte zehn Punkte Vorsprung auf Jones. Ferrari (17) übernahm Rang drei in der Konstrukteurswertung hinter Williams (58) und Brabham (25). Mann der Stunde war aber Laffite, der immer mehr mit den Topleuten mithalten konnte. Das zeigte auch die Pole beim darauf folgenden Spanien GP (seinem 100. Rennen). Beim Start zum Hitzerennen verlor er die Führung jedoch an die beiden Williams-Fahrer. Villeneuve arbeitete sich zu Beginn des Rennens bis auf Platz zwei vor. Jones hatte letztlich Probleme und fiel weit zurück, wodurch Villeneuve die Führung übernahm. Auch der zweite Williams bekam Probleme: Reutemanns Getriebe fing an Probleme zu machen, am Ende wurde er nur Vierter. Somit war das Endergebnis perfekt: Villeneuve gewann vor Laffite und McLaren Ford Pilot John Watson. Auch durch Platz vier verbesserte Reutemann sein Punktepolster auf 13 Punkte: Reutemann (37), Jones (24), Piquet (22). Ferrari ging bei den Konstrukteuren an Brabham vorbei: Williams (61), Ferrari (26), Brabham (25).

Traditionell war Renault beim Heimrennen in Frankreich sehr stark: René Arnoux fuhr auf Pole Position, vergeigte jedoch den Start. Das Rennen gewann aber Teamkollege Alain Prost. Der erste F1-Sieg von Prost wurde nur durch heftigen Regen in Runde 58 gefährdet. Das Rennen wurde abgebrochen und neu gestartet. Prost gewann vor Watson und Piquet. Piquet verkürzte damit den Rückstand in der Fahrerwertung auf Reutemann auf elf Punkte und zog an Jones vorbei. Außerdem ging Brabham mit 29:28 Punkten wieder an Ferrari vorbei. Renault zählte nun zum Favoritenkreis, denn in Großbritannien holte sich das Team um Teamchef Gerald Larrousse die Doppelpole. Im Rennen hielten jedoch die Motoren nicht. Also gewann Watson das Rennen vor Reutemann und Laffite. Die WM-Wertung für Reutemann wuchs wieder an: Reutemann (43), Piquet (26), Jones (24); Die Konstrukteurswertung: Williams (67), Brabham (31), Ferrari (28).

Der GP-Tross zog weiter nach Deutschland zum Deutschland GP. Prost und Arnoux sorgten wieder für eine Doppelpole. Am Start schob sich Reutemann zwischen den beiden Renaults. Arnoux verlor auch noch die Position an Pironi, danach kollidierte er mit Piquet und fiel weit zurück. Jones ging daraufhin an Piquet vorbei, und nachdem Pironi mit Motorschaden ausfiel, führte Prost vor Reutemann und Jones. Zwischen Piquet und Reutemann gab es einige Positionswechsel, während auch Jones Prost immer wieder angriff und in Runde 21 auch überholte. Die munteren Positionswechsel waren damit aber noch nicht vorbei: Jones fiel aus, während Piquet an Prost vorbei kam und so gewann Piquet vor Prost und Laffite. Piquet holte mit diesem Triumph in der WM-Wertung auf: Reutemann (43), Piquet (35), Laffite (25).

Auch beim Österreich GP waren die Turbo-Renaults nicht zu schlagen. Doch im Kampf um den Sieg waren die Renaults weniger dominant. Schon am Start übernahm Villeneuve die Führung. In Runde zwei schenkte dieser die Führung jedoch wieder durch einen Fehler her. Er ritt durch das Kiesbett und fädelte sich als Sechster wieder ein. Prost führte nun wieder vor Arnoux und Laffite. Während Prost mit einem Aufhängungsschaden ausfiel, fand Laffite den Weg vorbei an Arnoux und gewann somit das Rennen. Piquet wurde Dritter und verkürzte damit den Rückstand auf Reutemann, der als Fünfter durch das Ziel fuhr, auf 6 Punkte. Auch der Sieger Laffite war plötzlich noch ein Kandidat für die WM, mit nur elf Punkten Rückstand auf Reutemann. In der Konstrukteurswertung war Williams nicht gefährdet: Williams (72), Brabham (47), Ligier (34).

In Holland konnte Renault die gute Ausgangslage auch endlich mal im Rennen umsetzen: Prost gewann vor Piquet und Jones. Prost musste sich dabei aber heftig gegen Jones wehren, der sich allerdings bei den zahlreichen Angriffsversuchen den Reifen kaputtfuhr und damit noch hinter Piquet zurückfiel. Der WM-Kampf wurde nun aber noch mal richtig spannend, denn Reutemann und Piquet waren nun beide mit 45 Punkten vorne. Laffite hatte mit 34 Punkten kaum noch Chancen auf den WM-Titel. Beim Italien GP hatte Reutemann die bessere Ausgangslage, weil er seinen Williams Ford hinter Arnoux als Zweiter qualifiziert hat. Am Start blieb er Zweiter, nun aber hinter Prost. Reutemann fiel zunächst hinter Arnoux zurück, dann auch hinter Laffite. Laffite war schnell raus aus der Führungsgruppe, als es zu regnen begann. Der nächste Fahrer, der sich im Regen von Monza verabschiedete war Arnoux. Jones überholte zudem noch Reutemann. Damit stand das Endergebnis: Prost gewann das Rennen vor Jones und Reutemann, der nun wieder etwas Polster auf Piquet hatte: Reutemann (49), Piquet (46), Prost, Laffite (je 37). Konstrukteurs-WM: Williams (86), Brabham (57), Renault (48).

Der Konter von Piquet ließ aber nicht lange auf sich warten: Er stellte seinen Brabham Ford vor Reutemann beim Kanada Grand Prix auf Pole Position. Die gesamte Szene stellte sich auf ein tolles Duell um den Sieg der beiden WM-Aspiranten ein. Doch heftiger Regen machte das Rennen zu einem unvorhersehbaren Chaosrennen. Piquet endete als Fünfter, Reutemann als Zehnter. Das bedeutete vor dem WM-Finale in Las Vegas: Reutemann führte mit 49:48 gegen Piquet. Laffite hatte mit 43 Punkten als Dritter noch Außenseiterchancen. Die Konstrukteurswertung war längst entschieden: Williams (86), Brabham (59), Renault (48).

Das WM-Finale versprach ein wahrer Thriller zu werden. Auf Pole Position stand zwar Reutemann. Aber der zweite Platz von Teamkollege Jones hörte sich in der Theorie zwar recht attraktiv an, war es in dem Fall jedoch nicht: Weil sich Reutemann zu Beginn der Saison nicht an die Teamorder bei Williams hielt, zog er sich den Zorn von Jones auf sich. Der Australier hatte nichts zu verlieren und wollte in seinem vorerst letzten F1-Rennen noch mal gewinnen. Immerhin gab es bekannt, zum Saisonende hin zurückzutreten. Auch in Kanada gab es bereits eine kleine Berührung zwischen Jones und Reutemann. Während der eine den Rücktritt verkündete, kündigte ein anderer sein Comeback an: Niki Lauda gab sein Rücktritt vom Rücktritt bekannt und unterzeichnete einen Vertrag bei McLaren Ford für die Saison 1982.

Reutemann zeigte im Rennen Nerven: Bereits am Start fiel er einige Plätze zurück, es folgte eines der schwächsten Rennen seiner Karriere. Bis heute ist sich Reutemann sicher, dass Williams nicht wenig Verantwortung für sein miserables Abschneiden beim USA GP hatte. In Runde 17 passierte ein entscheidendes Überholmanöver: Piquet überholte Reutemann. Entschieden war damit noch nichts, denn beide befanden sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb der Punkteränge. Doch Piquet schaffte es tatsächlich noch zum fünften Platz und bekam damit zwei Punkte. Aus einem Punkt Rückstand wurde so ein Punkt Vorsprung: Der Brasilianer gewann die Weltmeisterschaft, als erster Brasilianer nach Emerson Fittipaldi, der 1972 und 1974 Champion wurde.

WM-Endstand:
Pos Fahrer
Team
Punkte
1 Nelson Piquet Brabham Ford 50
2 Carlos Reutemann Williams Ford 49
3 Alan Jones Williams Ford 46
4 Jacques Laffite Ligier Matra 44
5 Alain Prost Renault 43
6 John Watson McLaren Ford 27
7 Gilles Villeneuve Ferrari 25
8 Elio de Angellis Lotus Ford 14
9 René Arnoux Renault 11
10 Héctor Rebaque Brabham Ford 11
11 Eddie Cheever Tyrell ford 10
12 Riccardo Patrese Arrows Ford 10
13 Didier Pironi Ferrari 9
14 Nigel Mansell Lotus Ford 8
15 Bruno Giacomelli Alfa Romeo 7
16 Marc Surer Esign Ford 4
17 Mario Andretti Alfa Romeo 3
18 Eliseo Salazar Ensign Ford 1
19 Andre de Cesaris McLaren Ford 1
20 Slim Borgudd ATS Ford 1
21 Patrick Tambay Ligier Matra 1
Konstrukteurs-WM-Endstand:
Pos Team Punkte
1 Williams Ford 95
2 Brabham Ford 61
3 Renault 54
4 Ligier Matra 44
5 Ferrari 34
6 McLaren Ford 28
7 Lotus Ford 22
8 Arrows Ford 10
9 Tyrell ford 10
10 Alfa Romeo 10
11 Ensign Ford 5
12 Theodore Ford 1
13 ATS Ford 1
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