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Serie: Formel 1 - Ferrari-Rennleiter: 5. Rennleiter Di Montezemolo!

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1: Alle Ferrari-Rennleiter: 5. Auch Di Montezemolo war Rennleiter

von Michael Zeitler

 

Im 5. Teil unserer Serie über die Ferrari-Rennleiter erfahren Sie alles zu Luca di Montezemolo, aber auch zu den ehemaligen Rennleiter Peter Schetty, Sandro Colombo, Guido Rosani und Daniele Audetto.

 

Peter Schetty (1971/’72)
Peter Schetty war der erste Nicht.Italiener, der bei Ferrari das Amt des Rennleiters übernahm. Schetty wurde 1942 in der Schweiz geboren. Schetty kam als Rennfahrer in den Motorsport. Mitte der 60er Jahre war Schetty bei einigen Bergrennen nicht zu schlagen, egal ob bei der Scuderia Filipinetti (Ford Mustang), bei Abarth, oder später auch bei Ferrari. Auch fuhr er einige Sportwagenrennen, 1970 bei Ferrari sogar mit Legenden wie John Surtees oder Jacky Ickx. 1971 wurde er Rennleiter bei Ferrari, aber er blieb nur bis zum Saisonende 1972. Dann übernahm er das Familienbuisness in der Schweiz und zog sich damit vom Rennsport zurück.


Sandro Colombo (1973)
Sandro Colombo war 1973 Rennleiter bei Ferrari. Der Italiener hatte seine Stärken besonders in im Technikbereich: Lange Zeit war er auch Ingenieur bei Ferrari.


Luca di Montezemolo (1974/’75)
Es ist schon mehr als 30 Jahre her, dass Luca di Montezemolo Rennleiter bei der Scuderia Ferrari war, nämlich 1974 und 1975. Es waren die beiden Jahre, als Ferrari wieder auf Trap kam. 1975 wurde Niki Lauda mit Ferrari auch Weltmeister. Heute ist Di Montezemolo Präsident von Ferrari und Fiat und ist damit nicht nur für die Formel-1 verantwortlich. Mittlerweile hat er in Jean Todt eine rechte Hand, der den adeligen Itraliener entlasten soll. Seit 1991 ist Di Montezemolo Präsident von Ferrari und damit für alle Geschäfte der Traditionsmarke zuständig, von Motorsport bis zu den Straßenautos. Dabei ist Di Montezemolo erst der 6. Prösident in der Geschichte von Ferrari: Bis 1977 übte Enzo Ferrari diese Position selbst aus, von 1978 bis 1980 trat Nicola Tufarelli als Erster in die Fußstapfen von Ferrari. Giovanni Sguazzi folgte bis 1984, Vittorio Ghidella war bis 1988 an der Reihe, Piero Fusaro schließlich bis 1991. Die GP-Rennen besucht Luca di Montezemolo nur selten, und wenn dann nur bis wenige Stunden vor dem Rennstart. Bei GT-Sportwagenrennen von Maserati ist er öfter zu sehen. Das heißt nicht, dass Di Montezemolo Sportwagenrennen F1-Rennen bevorzugt. Sein Fehlen bei Grand Prix haben andere Gründe: Seit Jahren leidet Di Montezomolo unter Herzschwäche und vor einem F1-Rennen ist er immer besonders aufgeregt. Er hat Angst in einem Sarg aus dem Fahrerlager getragen werden zu müssen. Di Montezemolo, am 31. August 1947 in Bologna geboren, ist für das F1-Team von Ferrari trotzdem ein elementarer Baustein. Es war Di Montezemolo der sich Jean Todt als Rennleiter holte, der widerrum das Weltmeisterteam mit Ross Brawn, Rory Byrne und Michael Schumacher unter anderem zusammenklaubte – mit einem riesigen Erfolg. Über 5 Jahre war man absolut nicht oder nur selten zu schlagen. Bei jeder kleinen Schraube, die nicht sorgfältig genug geputzt wurde und deshalb nur zu einem 2. Platz führte – oder noch schlimmer zu einem Ausfall – gab und gibt es von Luca di Montezemolo, der vielleicht auch deshalb von Italiens Staatschef Silvio Berlusconi in die Politik geholt werden will, lange, vor allem aber wirksame Standpauken im Ferrari-Werk von Maranello. Meistens folgt der Sieg im nächsten Rennen. Di Montezemolos Aktivitäten gingen und gehen über die Formel-1 hinaus: Er war 1990 Organisator der Fußballweltmeisterschaft in Italien, war schon für Rennen des America’s Cup (Schiffsrennen) verantwortlich und hatte seine Finger auch schon in einigen Fußballclubs drinnen, heute noch beim FC Bologna. Auch in der Politik und der italienischen Wortschaft ist Di Montezemolo kein Unbekannter. Es ist also kein Wunder, dass trotz der Unbeliebtheit des Ferrari-Teams unter den anderen teilnehmenden F1-Teams, Di Montezemolo als Präsident der Teamvereinigung FOTA bestimmt wurde – angeblich ausgerechnet von McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis vorgeschlagen.


Guido Rosani (1976)
Guido Rosani war nur übergangsweise für wenige Monate Rennleiter bei Ferrari. Noch im selben Jahr wurde der Italiener durch Daniele Audetto ersetzt. Rosanis Herz schlug für Autos, es gibt wohl nur wenige Menschen auf der Welt, die mehr in Autos vernarrt sind, als Rosani. Und nur wegen der Liebe zu den schönen, schnellen und protzigen Autos fand er auch den Weg zum Motorsport. Hauptsächlich war er mit der italienischen Marke Lancia verbunden. Rosani war Mitte der 50er Jahre auch im F1-Projekt von Lancia verwickelt. Rosani war technisch sehr begabt und restaurierte nach seiner Motorsportkarriere alte lancia-Oldtimerrennwagen, exportierte die auch zum Teil.


Daniele Audetto (1976)
Daniele Audetto wurde 1976 als neuer Rennleiter ins Ferrari-Team geholt, musste aber am Ende der Saison schon wieder den Posten räumen. Es war auch eine schwierige Saison für Ferrari: Der Unfall von Niki Lauda, die internen Zerwürfnisse, der verlorene WM-Titel trotz stärkerem Auto. Schon von Anfang an war Audetto mehr zu Clay Regazzoni als zur Nummer 1 bei den Roten, Weltmeister Niki Lauda, hingeneigt. Das ließ Lauda sauer aufstoßen, und der Österreicher stand bei Enzo Ferraro noch immer hoch im Kurs, weil Ferrari auch durch seine Hilfe wieder zum absoluten Spitzenteam wurde. Doch auch das änderte sich: Als Lauda seinen heftigen Feuerunfall am Nürburgring hatte, suchte Ferrari bereits nach einem Ersatzfahrer – Lauda war sauer. Der Tiefpunkt war Japan, als Lauda bei starken Regenfällen aufgab, schließlich wollte er seine Schutzengel nicht nochmal um Hilfe bitten müssen. Doch sowas hätte dem ollen Enzo natürlich gar nicht gefallen, also versuchte Audetto Lauda zu überreden, den Ausfall als Defekt abzustempeln, aber Lauda wollte bei der Wahrheit bleiben und förderte damit das Aus für Audetto bei Ferrari. Audetto kam über Luca di Montezemolo zu Ferrari. Beide lerneten sich beim Rallye-Fahren kennen. Audetto, der bis zu einem schweren Unfall, bei dem er sich schwere Beinverletzungen zuzog, selbst Rallye fuhr, unter anderem mit dem Pseudonym Sartana, kam 1968 ins Rallye-Werksteam von Lancia und wurde dort unter anderem Beifahrer von Di Montezemolo, aber auch von Sandro Munari, der später den WM-Titel holte, als Audetto bei Lancia eine Managerfunktion übernahm. Nach dem missglückten F1-Abenteuer 1976 beschäftigte sich Audetto zunächst wieder mit Rallye, oder auch der Powerboatszene. In den 80er Jahren kehrte er in den GP-Sport als Sponsorenmanager bei Arrows und Toleman zurück. Später leitete er das F1-Programm von Lamborghini, das sich hauptsächlich um den Bau von Motoren drehte. Nach dem Ausstieg von Lamborghini Ende 1993, ging er für wenige Jahre in die Superbike-WM, kehrte aber 1996 wieder zurück, als er unter Tom Walkinshaw als Manager das Arrows-Team neu aufbaute. Er blieb bis zur Pleite 2002. Von 2006 bis zur Pleite 2008 war er zuletzt Teammanager bei Super Aguri. Zuletzt wasr er im Gespräch, als Gerüchte aufkamen, er würde zusammen mit dem deutschen Automobilzulieferer Weigl versuchen das Toro-Rosso-Team zu übernehmen. MZ

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