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Serie: Formel 1 - Ferrari-Rennleiter: 7. Die neue Ära

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1: Alle Ferrari-Rennleiter: 7. Die neue Ära

von Michael Zeitler

Die Serie der ganzen Ferrari-Rennleiter findet im 7. Teil ihren Ende. Erfahren Sie mehr über die letzten Rennleiter wie Jean Todt oder Stefano Domenicali, aber auch über Claudio Lombardi und Sante Ghedini.

 

Claudio Lombardi (1991)
Claudio Lombardi war 1991 Rennleiter bei Ferrari. Der Italiener konstruierte zuvor Motoren. In den 80er Jahren war er bei Lancia angestellt und baute Sportwagen- und Rallye-Motoren. Die erfolgreichste Zeit war jene zwischen 1987 und 1992, als mit Juha Kankkunen und Massimo Biasion 4 Rallye-Weltmeistertitel erreicht wurden. Hinzu kommen 6 Konstrukteursmeisterschaften. 1988 leitete Lombardi auch den Bau des IndyCar-Motors von Alfa Romeo. Gebaut wurde er von Giovanni Roffina, Luciano Caruso und Giuseppe D’Agostino. 1991 wurde er für ein Jahr als Rennleiter bei Ferrari engagiert. Das Jahr war ein Jahr der Streitereien, denn Alain Prost, der auch schon für das Aus von Lombardis Vorgänger Cesare Fiorio verantwortlich war, lehnte sich lautstark gegen Ferrari auf. Der F1-Bolide würde sich fahren lassen wie ein LKW. Der Franzose wurde gefeuert, Lombardi behielt seine Rolle. Aber nur bis Luca di Montezemolo 1992 Präsident wurde. Der entschied nämlich: Lombardi sollte sich lieber wieder der Technik widmen und nannte ihn deshalb zum Technischen Direktor, während Sante Ghedini neuer Rennleiter wurde. Mit der fortschreitenden Zeit arbeitete sich Lombardi Stück für Stück einen Rang nach unten. Bald wurde er zum Motorenchef ernannt, Mitte der 90er Jahre war er nur noch Motorenchef im GT-Programm von Ferrari.


Sante Ghedini (1992/’93)
Sante Ghedini kam 1968 zu Ferrari. Er hatte kleinere Managementaufgaben. Bei Ferrari kam er besonders mit Niki Lauda sehr gut aus. Als der Österreicher 1978 zu Brabham wechselte, zog auch Ghedini mit. Bei Brabham blieb Ghedini bis 1982 und war vor allem für die Sponsoren tätig. Nach der Station Brabham kam lange Zeit nichts mehr. Erst 1992 und 1993 kam er wieder in die Formel-1 – als Rennleiter bei Ferrari. Kurze Zeit war er später noch an der Rennstrecke in Mugello angestellt. Dann verließ er den Motorsport endgültig.


Jean Todt (1993-2006)
Egal ob am Nürburgring oder in Silverstone bei 5 Grad Celsius, oder in Malaysia bei 35 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 80% - der am 26. Februar 1946 geborene Jean Todt (Sohn polnischer Einwanderer in Frankreich) waren die äußeren Bedingungen egal. Der Franzose war stets im Wollkragenpulover anzutreffen. Geschwitzt oder gefroren hat dieser Todt eh nie. Passenderweise wurde Todt beim Frankreich GP 1993 zum neuen Rennleiter bei Ferrari. Es war der erste Baustein von vielen, die Ferrari für lange Zeit zum unschlagbaren Team machte. Todt holte sich mit Ross Brawn, Rory Byrne und Michael Schumacher wichtige Erfolgsträge – und ab 2000 gewann man quasi alles, was man gewinnen konnte. Erst ab 2005 wurde die Überlegenheit von Ferrari wieder eingedämpft. Todt zog neben sich Stefano Domenicali auf und übergab dem Ende 2006 das Amt des Rennleiters, auch wenn Todt 2007 noch als Domenicalis rechte Hand an Bord blieb. Gleichzeitig wurde Todt bis März 2008 Geschäftsführer bei Ferrari und damit rechte Hand von Luca di Montezemolo.

Jean Todt ist ein kleiner Mann, der viel erreichte. Als Rallye-Beifahrer (unter anderem vom Deutschen Achim Warmbold) bei Peugeot stieg er in den Motorsport ein. 1990 stieg er ins Management bei Peugeot ein, war Rallye-Rennleiter der Franzosen. Jean Todt blinzelte aber in die Formel-1. Als Peugeot einen von Jean Todt angeregten Formel-1-Einstieg zunächst ablehnte (er kam dann doch), verließ Todt Peugeot und wurde 1993 zum Rennleiter bei Ferrari. Seit Todt Ende März 2008 den Posten des Ferrari-Geschäftsführers niederlegte, ist Todt weiter im Ferrari-Vorstand und damit immer wieder bei F1-Rennen zugegen. Zudem übernahm Todt einige Aufgaben bei der FIA. Jean Todt ist ein möglicher Nachfolger von Max Mosley als Präsident des Automobilweltverbandes FIA. Jean Todt ist keine unumstrittene Figur, immer wieder werden ihm Geiz und Gier nachgesagt. Keiner passt besser zur aktuellen Formel-1 wie Todt.

Jean Todt ist nicht der einzige Motorsport-Enthusiast in der Todt-Familie. Sein Sohn Nicolas Todt hat ebenfalls schon feste Wurzeln im Rennsport: Er ist einer der Besitzer des französischen ART-Teams, das 2005 mit Nico Rosberg und 2006 mit Lewis Hamilton Meister in der GP2 wurde, 2008 mit Romain Grosjean Meister in der GP2-Asia wurde und 2008 mit Nicolas Hülkenberg Meister in der Formel-3-Euroseries wurde. Gleichzeitig ist Nicolas Todt Manager mehrere F1-Fahrer. Zum einen managt er Sébastien Bourdais, der bei Toro Rosso Ferrari fährt, zum anderen Felipe Massa, der bei Ferrari engagiert ist. Dass Todt Junior Manager von Massa ist, verhalf dem Brasilianer 2006 zum Ferrari-Stammcockpit, denn damals war Todt Senior noch Rennleiter bei der Scuderia. Und auch aktuell halten sich Gerüchte hartnäckig, wonach der Todt- und Schumacher-Clan Massa gegenüber Weltmeister und Teamkollege Kimi Räikkönen bevorzugen. In regelmäßigen Abständen wird Nicolas Todt nachgesagt, das Toro-Rosso-Team übernehmen zu wollen.


Stefano Domenicali (2007/’08)
Stefano Demenicali ist seit 2007 Rennleiter bei Ferrari. Der Italiener kam 1991 zu Ferrari und arbeitete sich Stück für Stück nach oben. Zunächst wurde Domenicali mit Aufgaben vertraut gemacht, die keine große Karriere vermuten ließen. Er kümmerte sich um Sponsoren, oder um den Umbau der Rennstrecke in Mugello, die Ferrari im Besitz hat. 1996 wechselte Domenicali ins Management des F1-Teams. 2002 wurde er zum Sportdirektor ernannt und fortan war klar: Domenicali ist jener Mann, der als Ersatz für Jean Todt großgezogen werden muss. Als Todt Ende 2006 den Posten des Rennleiters für vakant erklärte, übernahm der am 11. Mai 1965 in Imola geborene Domenicali. MZ

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