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  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: GP-Epochen seit 1906: 11. Fahrer der sechsten Epoche

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: GP-Epochen seit 1906: 11. Fahrer der sechsten Epoche

von Michael Zeitler

Die Ära der Wilden Hunde - aber wer waren diese Wilden Hunde.

| Paris (!NS!DE-RAC!NG) - Nach Fangio kam Clark und nach Clark kam Jochen Rindt. Der Österreicher dominierte die F1-Saison 1970, aber auch dank eines überstarken Lotus Ford. Seinen Titelgewinn – und da ist er Gott sei Dank bis heute der einzige Fahrer – konnte Rindt leider nicht mehr miterleben, denn sein Lotus erwies sich nicht nur als schnell, sondern wie oftmals auch als gebrechlich. Beim Italien GP verunglückte Rindt in der schnellen Parabolica tödlich. Die Punkteausbeute bis dahin reichte zum Titelgewinn. Rindt, in Mainz geboren, hatte damals viele Fans und es tat der Formel-1 nicht gut, dass nach Clark innerhalb von drei Jahren der zweite F1-Spitzenpilot sein Leben im Rennwagen verlor.

Die Unfälle von Clark und Rindt bestätigten Jackie Stewart: Der Brite führte einen Wahlkampf ähnlichen Kampf für die Sicherheit in der Formel-1. Der heutige Berater des F1-Renault-Teams war damals der erste Verfechter, der sich voll für die Sicherheit einsetzte – nach den schmerzlichen Erfahrungen eines schweren Unfalls 1966 in Belgien. Und Stewart wurde Gehör geschenkt, denn schließlich war auch er äußerst erfolgreich: Drei Mal wurde er Weltmeister. Gefahren ist er dabei für das Tyrrell-Team des charismatischen Ken Tyrrell. Wie auch er wurde Stewart später auch F1-Teambesitzer. Gemeinsam mit dem F3000-Team seines Sohnes Paul Stewart etablierte er in Milton Keynes jene Mannschaft, aus der die aktuelle WM-Truppe Red Bull entsprungen ist.

Einer der härtesten Konkurrenten von Stewart war Emerson Fittipaldi: Weltmeister 1971: Stewart, Weltmeister 1972: Fittipaldi, Weltmeister 1973: Stewart, Weltmeister 1974: Fittipaldi. Erst lachten alle über den jungen Brasilianer, dann aber ging er in die Geschichte ein: Als jüngster F1-Weltmeister, als jüngster F1-Doppelweltmeister. Die Rekorde wurden ihm erst von Fernando Alonso entrissen. 1972 holte Fittipaldi sich den Titel mit Lotus, 1974 mit McLaren. Seine zweite WM war zugleich die erste Weltmeisterschaft für das McLaren-Team, das noch heute in der Formel-1 aktiv ist. Bekanntlich fährt 2011 auch wieder ein Lotus-Team mit, aber das hat mit der Mannschaft von Colin Chapman nur noch den Namen gemeinsam. Als Fittipaldi 1974 mit McLaren Weltmeister wurde, war Stewart nicht mehr an Bord. Er trat 1973 als Weltmeister ab, nach 99 GP-Rennen im Rahmen der WM und ein Rennen früher als geplant – denn nach dem tödlichen Trainingssturz von Teamkollege François Cevert verzichtete Stewart auf den Start beim USA GP.

Fittipaldi wurde als Weltmeister 1975 von Niki Lauda abgelöst. Der Österreicher war der Mann der 70er Jahre, keine Frage. Der geradlinige und pfiffige Lauda war lange das Gesicht der Scuderia Ferrari, und er verlor sein Gesicht beim berühmten Feuerunfall 1976 auf dem Nürburgring. Von der letzten Ölung ging es für Lauda nicht ins Grab, sondern wieder zurück in den F1-Renner – noch 1976! Noch als WM-Führender kehrte er zurück, doch in der Regenschlacht von Fuji wollte er nicht noch einmal sein Leben riskieren, er verlor den WM-Titel gegen James Hunt. Da war Lauda bereits Weltmeister, weil er bei Ferrari erstmals Ansätze zeigte, die Michael Schumacher zwei Jahrzehnte später perfektionierte: Testen, testen und testen. Rennen wurden perfektioniert, Lauda war die Leitfigur – mit Erfolg: 1977 holte er sich seinen zweiten Titel. Dann lockte das Geld zu Brabham, war dort aber erfolglos. Er trat zurück, baute eine Fluglinie auf und kehrte in den 80er Jahren wieder bei McLaren zurück. Er war langsamer als Teamkollege Alain Prost, oft aber cleverer – und wurde ein drittes Mal Weltmeister. Er war danach Berater bei Ferrari und Teamchef von Jaguar, vor allem aber harter F1-Experte beim Fernsehsender RTL. Noch heute gibt er dort seine Meinung zum Besten.

Hunt, der 1976 den Titel von Lauda schnappte, stand irgendwie im Schatten von Lauda, aber irgendwie auch nicht. Hunt gilt nicht als einer der besten Weltmeister, viele hätten eigentlich lieber Lauda den Titel gegönnt. Aber Hunt ist sicherlich einer der schillernsten F1-Weltmeister, ein Playboy, der seinesgleichen sucht. Mit McLaren wurde er 1976 Weltmeister, danach sackte er aber wieder ab. Davor war sein Werdegang auch an den ebenso schillernden Teambesitzer Alexander Hesketh gebunden. Erst durch den reichen Erben, der im Fahrerlager vor allem für Partys bekannt war, kam Hunt in die Formel-1, denn genauso wild wie dessen Lebensstil war auch seine Fahrweise. Aber Hunt und Hesketh kamen zu einem unerwarteten F1-Sieg – und Hunt so zum McLaren-Cockpit. Gerade als sein Lebenswandel einsetzte, wurde Hunt 1993 Opfer einer Herzattacke.

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