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Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: GP-Epochen seit 1906: 14. Fahrer der neunten Epoche

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: GP-Epochen seit 1906: 14. Fahrer der neunten Epoche

von Michael Zeitler

In der letzten Folge unserer Serie nehmen wir die Fahrer der aktuellen Epoche unter die Lupe.

| Paris (!NS!DE-RAC!NG) - Die aktuelle Periode zeichnet sich natürlich durch jene Fahrer aus, die heute auch die stärksten sind. Selten war es in der Geschichte an der Spitze härter, wie aktuell. Mit Fernando Alonso, Sebastian Vettel und Lewis Hamilton gibt es aktuell drei absolute Topstars, Fahrer wie Jenson Button und Mark Webber haben ebenfalls starke Qualitäten. Dann gibt es auch noch Kimi Räikkönen, der als F1-Weltmeister 2007, aber auch als Vizemeister 2003 und 2005 in der aktuellen Epoche ebenfalls eine große Rolle gespielt hat. Räikkönen ist ein Fahrer, der am Rennfahren so viel Spaß hat, wie nur wenige andere Fahrer. So zumindest strahlt es nach außen. Räikkönen blüht am Steuer auf, ist außerhalb davon aber kühl und emotionslos, nicht aber arrogant oder unsympathisch. Räikkönen hat nur einfach nichts über für den Medienrummel in der Formel-1. Deshalb ist Räikkönen inzwischen auch in die Rallye-WM und zur Nascar abgewandert. Auch wenn es immer wieder Gerüchte gibt, er würde bei Red Bull in die Formel-1 zurückkehren, dürfte Räikkönens F1-Geschichte bereits geschrieben sein. Sie begann 2001 mit Sauber. Damals war Räikkönen ein unbeschriebenes Blatt und wohl nur Peter Sauber aufgefallen. Sauber brauchte wegen den wenigen Rennen, die Räikkönen bis dahin bestritt, sogar eine Sondergenehmigung. Räikkönen überzeugte aber sofort, kam deshalb 2002 zu McLaren und wurde 2003 nur knapp von Michael Schumacher im Titelrennen geschlagen. Räikkönen gewann in jenem Jahr zwar nur einen Grand Prix, aber er überzeugte durch Konstanz. Bei McLaren bekam er dann Gesellschaft von Juan-Pablo Montoya, ein Heißsporn, der 2002 bei Williams vor allem durch eine irre Pole-Serie aufgefallen ist. Räikkönen passte aber perfekt zu McLaren, wurde 2005 erneut Vizemeister. Zu oft waren die Boliden aber unzuverlässig, das kostete den Titel. 2007 wechselte er zu Ferrari – und wurde auf Anhieb Meister, auch wegen des Kriegs der Sterne bei McLaren.

Sein Nachfolger wurde Fernando Alonso. Der Spanier konnte bei Ferrari den Titel bisher aber noch nicht gewinnen. Es wäre bereits sein dritter, nachdem er 2005 und 2006 für Renault Weltmeister wurde, damals unter der Regie von Flavio Briatore. Die Parallelen zu Michael Schumacher sind offensichtlich. Alonso ist bei Ferrari inzwischen der Star, er hat das Team hinter sich gebracht, ist ein echtes Aushängeschild und eine richtige Nummer eins. Wasserträger war bei Renault Giancarlo Fisichella, jetzt bei Ferrari Felipe Massa. Alonso wird nachgesagt, bei gleichstarken Fahrern im Team unter Druck zu geraten – so gesehen 2007 bei McLaren. Alonso war von den Leistungen des GP-Neulings Lewis Hamilton derart überrascht, dass er in die Trickkiste kniff. Das kostete ihm Sympathien und den WM-Titel. Alonso gilt heute als der kompletteste Fahrer im Feld.

Lewis Hamilton konnte ihn 2007 aber herausfordern. Bereits in seiner ersten F1-Saison wurde er Vizemeister, vor Alonso im gleichen Team! Hamilton wurde von McLaren bereits von Kindesalter gefördert und für die Formel-1 bestens vorbereitet. 2006 wurde Hamilton als letzte Station dieser Aufbauarbeit GP2-Meister. 2008 wurde Hamilton Weltmeister, in einer WM, in der die Fahrer eher den Eindruck erweckten, möglichst nicht Weltmeister werden zu wollen. Seither fährt Hamilton weiteren Erfolgen aber hinterher, von einzelnen Rennsiegen abgesehen. Das macht Hamilton nervös. Er macht immer mehr Fehler, spielt aber vor allem abseits der Strecke in der Glamour-Welt der Formel-1 eine Rolle. Sein neuer Teamkollege Jenson Button ist das Gegenteil von Hamilton auf der Strecke. Ruhig, gelassen und clever. Obschon Hamilton vom Tempo her klar schneller ist, liefern sich beide ein tolles teaminternes Duell. Nicht nur die britischen Fans sind begeistert.

Jenson Button konnte damit auch den Ruf des Zufallweltmeisters ablegen. Denn als Button 2009 Weltmeister wurde, hatte damit keiner mehr gerechnet. Button fuhr bei Williams, Benetton, Renault und BAR eher im Mittelfeld, mit Honda sogar ganz hinten. Ende 2008 zog sich Honda zurück, Ross Brawn kaufte das Team – und stellte 2009 das beste Auto im Feld, dem Doppeldiffusor sei Dank! Das Märchen war perfekt und Button konnte den WM-Titel gewinnen. Viele schoben das auf den Brawn Mercedes, doch dann kam der mutige Wechsel zu McLaren 2010. Und jetzt fährt er unerwartet stark, nur knapp hinter dem Niveau von Lewis Hamilton. Der charismatische Jenson Button gehört deshalb zu dieser Epoche klar dazu – auch als Spitzenpilot.

Bleibt noch Sebastian Vettel, der aktuelle Weltmeister. Er ist auch 2011 auf dem Weg zum Titelgewinn. Dann wäre er der jüngste Doppelweltmeister aller Zeiten. Vettel gibt sich oft als sympathisch, reagiert unter Druck aber mürrisch und launisch als wäre er noch in der Pubertät. Als er in die Formel-1 kam, war er noch gewiss in dieser. Bei BMW Sauber ersetzte er den verletzten Robert Kubica beim USA GP 2007. Das Rennen von Vettel war solide, aber nicht mehr. Er wechselte zu Toro Rosso und bildete mit Teamchef und Ex-GP-Sieger Gerhard Berger ein tolles Gespann. Beim Italien GP 2008 gelang die Sensation: Vettel gewann im Regen! Der Deutsche kam deshalb ins Red-Bull-Spitzenteam und hatte schon 2009 Außenseiterchancen auf den Titel. 2010 dann war er voll im WM-Kampf, kämpfte aber auch gegen Mark Webber, den das Team eher unterdrückt – was auch Vettels Ruf immer wieder auf die harte Probe stellt. Auch aktuell deutet sich wieder ein solcher Bullen-Kampf an.

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