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Serie: GP2 - Französische Meisterjahre: 12. Johnny Servoz-Gavin 1969

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: GP2 - Französische Meisterjahre: 12. Johnny Servoz-Gavin 1969

von Michael Zeitler

Johnny Servoz-Gavin wurde 1969 F2-Meister.

 

| Monza (!NS!DE-RAC!NG) - Als Johnny Servoz-Gavin 1969 F2-Meister wurde, fuhr er schon sechs WM-Rennen in der Formel-1 und beendete dabei den Italien Grand Prix 1968 im Werks-Matra-Cosworth auf Rang zwei – sein bestes Resultat. Daran konnte der Franzose nie wieder anknüpfen, denn Mitte der 70er Jahre hing er seinen Helm bereits sehr früh an den Nagel. Im Winter hatte er sich mit einem Geländewagen an den Augen verletzt, durch tief hängende Äste. Durch diese Verletzungen konnte er 1970 bei Tyrrell nicht mehr an alte Leistungen anknüpfen und er beendete seine Karriere.

Dass Servoz-Gavin in der F2-EM fuhr, obschon er längst in der Formel-1 war, zeigte die damalige Stellung der zweiten Liga. Die Fahrer fuhren dort auch, um Geld zu verdienen. Selbst einige Fahrer, die aufgrund ihrer F1-Erfolge in der F2-EM nicht mehr punktberechtigt waren, machten sich auf den Weg zu F2-Rennen. Schon beim Auftakt in Thruxton wurde das mehr als deutlich: Es siegte Jochen Rindt, vor Jackie Stewart und dem Vorjahres-Meister Jean-Pierre Beltoise – alle drei bekamen keine Punkte! So räumte der viertplatzierte Henri Pescarolo voll ab. Der Franzose, der heute vor allem durch seinen Pescarolo-Rennstall beim 24-Stundenrennen von Le Mans eine bekannte Größe ist, fuhr wie der fünftplatzierte Servoz-Gavin für Matra. Matra war in jenen Jahren sowas, wie in den 70er Jahren Renault und elf – sie förderten die französischen Fahrer und gaben ihnen Chancen und Cockpits. Sechster und damit Dritter in der Wertung: Ernesto Brambilla, der Bruder von Vittorio Brambilla. Ernesto Brambilla fuhr für das Ferrari-Werksteam.

Das nächste Rennen fand in Deutschland statt. Dieses Mal gewann auch ein Deutscher: Hubert Hahne. Er fuhr immerhin drei WM-Rennen in der Formel-1, von denen er zwei auch in den Top-10 beendete. Sein Problem war wohl, dass er erst viel zu spät mit dem Motorsport begann. In Hockenheim 1969 war er nicht der Erste im Ziel, aber der Erste von den EM-Fahrern, denn gewonnen hat der Vorjahresmeister Beltoise. Hinter Hahne wurde Piers Courage in einem Brabham Cosworth von Frank Williams Zweiter, Hahne fuhr einen Lola BMW für BMW. Dritter wurde mit Kurt Ahrens jr. wieder ein Deutscher. Die Tabelle: Pescarolo (12), Hahne (9), Servoz-Gavin (8), Courage (6), Brambilla, Ahrens jr. (je 4).

Die F2-Szene blieb in Deutschland, auf dem Nürburgring. Wieder räumte Hahne voll ab, wurde aber nur Vierter. Auf den ersten drei Plätzen fanden sich aber wieder Fahrer vor, die keine Punkte bekamen: Stewart, Siffert und Beltoise. Hahne übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung: Hahne (18), Pescarolo, Servoz-Gavin (je 12), Courage, Cevert (je 6). Wieder kein Sieg eines richtigen F2-Fahrers beim Madrid-GP: Stewart siegte, vor Beltoise und Courage. Servoz-Gavin wurde Vierter – und damit Erster in der Europameisterschaftswertung. Hahne wurde Zweiter – und blieb damit mit 24:21 Punkten vor dem Franzosen. Wie 1973 und 1974 lief es also auf den Kampf Frankreich gegen Deutschland raus – wieder mit dem besseren Ende für Frankreich.

Trotzdem litt die Bedeutung der F2-EM natürlich darunter, dass die Sieger in Wahrheit nur auf den Verfolgerplätzen ins Ziel kamen. So war es auch in Trulln, wo die ersten vier Plätze sogar von Fahrer belegt wurden, die nicht um den EM-Titel kämpfen durften. Hahne wurde in der EM als Dritter gewertet, während Servoz-Gavin ohne Punkte blieb. 28:21 hieß der neue Stand im EM-Kampf. Beim Mittelmeer-GP drehte Servoz-Gavin die Meisterschaft zum Stand 30:28. Hahne konnte wegen eines Unfalls nicht antreten, Servoz-Gavin wurde als Sieger gewertet. Aber auch in Enna das übliche Spiel: Der eigentliche Sieger hieß anders, in dem Fall Piers Courage.

Beim Saisonabschluss in Vallelunga zum Rom GP gab es dann aber auch einen richtigen Sieg von Servoz-Gavin, vor Peter Westbury, der einen Brabham Cosworth für das FIRST-Team fuhr und John Miles, der mit einem Lotus Cosworth von Roy Winkelmann auf Podestjagd ging. Damit holte sich Servoz-Gavin freilich auch den Titel: Der Endstand: Servoz-Gavin (37), Hahne (28), Cevert (21), Pescarolo (13), Westbury, Bell (je 11).

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