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Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasmanien-Serie: 2. 1964/1965

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 2. 1964/1965

 von Michael Zeitler

So liefen die ersten zwei Jahre in der Tasmanien-Serie.

| Silverstone (!NS!DE-RAC!NG) -

1964:
1964 gab es die erste Tasman-Serie. Die Rennsportszene in Australien war seit Jahren schon recht stark, bis heute gibt es einen australischen Meister, teilweise wurde er durch eine australische F1-Serie gekrönt, heute durch die australische Formel-3. Bevor es für vier Rennen bei der ersten Tasman-Serie nach Australien ging, fanden auch vier Rennen in Neuseeland statt. Neben zahlreichen australischen und neuseeländischen Fahrern – viele namhafte Fahrer wie Bruce McLaren, Jack Brabham und Denny Hulme darunter – gaben sich auch außerdem Timmy Mayer und Graham Hill die Ehre. Der US-Amerikaner Mayer hat einen bekannteren Bruder: Teddy gründete gemeinsam mit Bruce McLaren das McLaren-Team, das noch heute in der Formel-1 aktiv ist. Das McLaren-Team startete 1964 auch bereits in der Tasman-Serie, allerdings mit einem Cooper Climax. Mayer war Teamkollege von McLaren bei McLaren.

Los ging es mit dem Lavin International in Lavin. Sieger war Denny Hulme mit einem Brabham Climax BT4. Im Grunde war der BT4 der gleiche Rennwagen wie der BT3 von Ron Tauranac, der erste Brabham, der auch in der Formel-1 eingesetzt wurde. Der BT4 war ein nur leicht modifizierter BT3. Das Team, das den Wagen einsetzte, nannte sich Ecurie Vitesse, war aber das gleiche Brabham-Team, das es auch in der Formel-1 gab. Brabham ließ sein Team in seiner Heimatumgebung nur unter anderem Namen laufen. Es folgte der Neuseeland GP in Pukekohe mit einem Sieg von McLaren, vor Hulme und Mayer. In Wigram und Terentonga wiederholte er den Erfolg. In Terentonga stieg ein Neuseeländer namens Jim Palmer in einem privaten Cooper Climax als Dritter auf das Treppchen.

Anschließend ging es nach Australien, erst zum Australien GP in Sandown. Zur Freude des Publikums fuhren drei Australier auf das Treppchen: Jack Brabham gewann vor Bib Stillwell und John Youl. Stillwell kaufte sich von Brabham einen Brabham Climax und setzte ihn privat ein, so tat es Youl mit einem Cooper Climax. In Lakeside wurde Youl Zweiter, fuhr also noch einmal auf’s Treppchen – nur geschlagen von Brabham, der auch das Rennen davor in Warwick Farm für sich entschied, vor McLaren und Mayer. Zum Abschluss gewann Graham Hill. Der Brite fuhr einen Brabham Climax für die Scuderia Veloce. Das Team war damals ein gut organisiertes australisches Rennteam von David McKay. Hill fuhr in Longford erst sein zweites Tasman-Rennen, verwies aber den Meister McLaren auf Rang zwei und Frank Matich in einem Brabham Climax auf Rang drei.

Die bekannten Fahrer setzten sich also durch in der Gesamtwertung: McLaren (39) wurde Meister, vor Brabham (33), Hulme (23) und Mayer (23). Bester nationaler Fahrer, der nie ein F1-WM-Rennen fuhr war Youl als Gesamt-5.

1965:
1965 folgten schon drei internationale Top-F1-Piloten dem Lockruf der Tasman-Series. Dazu gesellten sich auch die nationalen Stars, die international Erfolg hatten, wie Bruce McLaren, Denny Hulme und Jack Brabham. Hill, der bereits das Saisonfinale der Tasman-Meisterschaft 1964 für sich entscheiden konnte, gewann auch den Auftakt der Saison 1965 – den Neuseeland GP. Er fuhr einen Brabham Climax, der von der Scuderia Veloce eingesetzt wurde. Zweiter wurde Frank Gardner, der für den gleichen Rennwagen für das Team von Alec Mildren fuhr. Dritter wurde der Lokalmatador Jim Palmer, dessen Vater George einen etwas älteren Brabham Climax für ihn vorbereitet hat.

Das zweite Rennen war wieder in der Hand eines internationalen Stars: Jim Clark. Der Schotte wurde in jenem Jahr auch F1-Weltmeister. In der Tasman-Serie fuhr er natürlich ebenfalls für Lotus, allerdings fuhr er mit dem Lotus Climax 32B, einem Wagen, der für die Formel-2 konstruiert wurde. In der Tasman-Serie waren bekanntlich F1-, F2- und F5000-Fahrzeuge gestattet. Die Plätze zwei und drei waren wie beim Auftakt mit Frank Gardner und Jim Palmer belegt.

Auch die folgenden Rennen in Wigram und Teretonga, das den letzten Lauf in Neuseeland markierte, wurden von Clark gewonnen. Zweiter wurde jeweils Bruce McLaren, der mit einem eigenen Rennstall auftauchte, das noch heute in der Formel-1 aktiv ist. Noch setzte Bruce McLaren aber Fahrzeuge von Cooper ein, denn für die britische Marke ist er zuvor F1-Rennen gefahren. Palmer wurde in Wigram erneut Dritter, in Teretonga stieg Phil Hill, der F1-Weltmeister von 1961 mit auf das Treppchen. Der US-Amerikaner war ebenfalls im McLaren-Team unterwegs.

Das fünfte Rennen in Warwick war das erste in Australien. Aber der Name des Siegers, Clark, blieb gleich. Zweiter wurde Jack Brabham, der Lokalmatador stieß erst ab seinen Heimrennen in Australien zur Meisterschaft mit seinen Brabham-Fahrzeugen hinzu. Genauso wie Frank Matich, der einen Kunden-Brabham fuhr und damit in Warwick Farm Dritter wurde. Mit Jack Brabham war auch bei den folgenden Rennen zu rechnen, gewann den Lauf in Sandown und wurde in Longford zum Australien GP Zweiter, hinter Bruce McLaren. Wurde Clark in Sandown noch Zweiter, kam er beim Australien GP nicht über Rang fünf hinaus. Trotzdem wurde Clark Meister, mit Abstand: Clark (35), McLaren (24), Brabham (21), Gardner, Hill (je 15). In der ewigen Bestenliste der meisten Siege führte Clark mit vier Triumphen nun ebenfalls, gemeinsam mit McLaren und Brabham.

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