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Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 3. 1966/1967

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 3. 1966/1967

 von Michael Zeitler

Jim Clark war der erste Fahrer, der die Tasmanien-Serie zwei Mal für sich entscheiden konnte.

| Silverstone (!NS!DE-RAC!NG) -

1966:
Wurde die Saison 1965 noch von einem F2-Auto dominiert, stand 1966 wieder ein Fahrzeug der Königsklasse an vorderster Front: Der BRM P261 von Tony Rudd. Graham Hill konnte damit in der F1-WM zwei Mal den Vizetitel holen und Teamkollege Jackie Stewart sicherte sich den Titel damit 1966 in der Tasman-Serie. Das Duell Hill gegen Stewart war elektrisierend, wie man sich einen Kampf zwischen zwei Weltmeister auch vorstellt. Auch in der Tasman-Saison 1966 machten die beiden den Titel unter sich aus, Hill fuhr aber bei drei Rennen nicht und hatte daher nicht wirklich eine Chance. Es war eine leichte Saison für Stewart.

Die Rennen im Einzelnen: Den Auftakt, den Grand Prix von Neuseeland, entschied noch Hill vor sich, bevor er drei Rennwochenenden auf Tauchstation ging. Es war ein lupenreiner BRM-Doppelsieg, der drittplatzierte Jim Palmer hatte auf Hill und Stewart bereits zwei Runden Rückstand! Palmers Vater bereitete für Jim den Lotus 32B, also den Meisterwagen der Vorsaison vor. Aber gegen die BRM war damit kein Kraut gewachsen. Palmer war fahrerisch trotzdem stark, in der Tasman-Serie oftmals vorne mit dabei. Doch zum großen Durchbruch reichte es nicht. Einige Veranstalter verweigerten ihm aus Sicherheitsgründen die Lizenz, weil eines seiner Augen kaputt war. Aus gleichem Grund musste ja auch Dr. Helmut Marko, heute Meistermacher bei Red Bull, seine F1-Karriere aufgeben, obschon er bei Ferrari für 1973 einen Vertrag auf dem Tisch hatte!

Beim zweiten Lauf in Levin siegte Richard Attwood, der für Hill den BRM übernommen hatte. Attwood profitierte dabei vom Stewart-Ausfall. In der F1-WM war der zweite Platz beim Monaco GP 1966 für BRM das beste Resultat von Attwood. Der Brite stand in der Formel-1 aber auch nie regelmäßig am Start, kommt nur auf 17 WM-Rennen. Bekannter ist Attwood wegen seines Sieges beim 24-Stundenrennen von Le Mans 1970 mit dem Deutschen Hans Herrmann. Es war der erste Sieg für Porsche an der Sarthe, bis heute der erfolgreichste Hersteller beim Langstreckenklassiker. Und 2013 kehrt Porsche zurück. Die Schwestermarke Audi (Porsche und Audi gehören zum VW-Konzern) ist derzeit der Hersteller, denn es in Le Mans zu schlagen gilt. 2011 gehörte der Siegerwagen wieder ihnen, pilotiert von André Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer. Hinter Attwood wurde Clark im Lotus 39 (dieses Mal ein F1-Wagen) Zweiter, dann kam Spencer Martin ins Ziel. Er fuhr einen Brabham Climax für die Scuderia Veloce.

Stewart gewann die zwei nächsten Rennen, die letzten in Neuseeland, bevor die Tasman-Serie nach Australien weiter wanderte. Richard Attwood wurde in Wigram Zweiter, Palmer in beiden Läufen Dritter. In Wigram holte sich Clark seinen fünften Sieg in der Tasman-Serie, was Rekord war. Hill kehrte mit Rang zwei zurück, Frank Gardner fuhr zum zweiten Mal in Folge auf das Podium und wurde Dritter. Gardner fuhr einen Brabham Climax für Alex Mildren.

Zum Abschluss folgten wieder zwei Stewart-Siege, auch die Namen der anderen Fahrer auf den Plätzen zwei und drei waren mit Hill, Clark und Brabham keine unbekannten. Endstand: Stewart (45), Hill (30), Clark (25), Palmer (21), Gardner (18).

1967:
Drei Jahre, drei verschiedene Meister: McLaren, Clark, Stewart. 1967 krönte sich erstmals ein Fahrer zum zweiten Mal zum Tasman-Meister, also dem F1-Wintermeister so zu sagen. Die Saison 1967 wurde zwischen Januar und März ausgetragen, sechs Rennen zählten zur Meisterschaft, zwei weitere fanden in Neuseeland statt, wurden aber nicht zur Tasman-Meisterschaft gerechnet. Somit gab es ein Ungleichgewicht bei den Austragungsorten: Zwei Rennen wurden in Neuseeland abgehalten, doppelt so viel in Australien.

Die Saison begann mit einem Sieg von Vorjahresmeister Jackie Stewart. Noch immer fuhr er Schotte mit einem BRM 261, doch dieses Mal wurde dieser nicht mehr von BRM selbst eingesetzt, sondern von einer Mannschaft, die Reg Parnell formte und auch in der Formel-1 angetreten ist. Stewart siegte vor Clark und Attwood. Der Auftakt war freilich wieder der Neuseeland GP.

Stewart ließ auf den Sieg zwei Ausfälle folgen und nachdem Clark beide Rennen für sich entscheiden konnte, wurde Stewart bei der Titelverteidigung weit zurückgeworfen. Auch die Namen der anderen Fahrer, die die Podestplätze bei diesen beiden Rennen untereinander aufgeteilt haben, waren allesamt prominent: Attwood, Brabham, Hulme, Gardner. Alles Fahrer, die F1-WM-Rennen bestritten haben und dabei zum Teil auch sehr erfolgreich waren, speziell Brabham und Hulme.

Die Siegesserie von Clark riss in Warwick Farm, also beim Australien GP. Er wurde Zweiter, hinter Stewart. Clark fuhr übrigens mit einem Lotus Climax 33, der 1965 erstmals in der F1-WM eingesetzt wurde. Dritter beim Australien GP wurde Lokalmatador Gardner, der noch immer mit einem Brabham Climax von Alec Mildren unterwegs war. In Sandown siegte anschließend wieder Clark, vor einem gewissen Leo Geoghegan, der in den 70er Jahren zwei Mal australischer F2-Meister mit einem in Australien produzierten Birrana-Fahrzeug wurde. Geoghegan, der Gardner auf Rang drei verweisen konnte, fuhr aber nie in der F1-WM mit.

Clark beendete die Meisterschaft in Longford mit Würde als Zweiter, war damit nie schlechter als Zweiter. Der Sieg ging an den Lokalmatadoren Jack Brabham, der mit einem Brabham Repco unterwegs war. Dritter wurde Chris Irwin einem BRM. Das Ende einer kontrollierten Saison sah so aus: Clark (45), Stewart, Brabham, Gardner (je 18), Attwood (10).

 

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