Medien: Der Tod von Dan Wheldon in den Medien

Medien: Der Tod von Dan Wheldon in den Medien

von Daniel Geradtz

Medial schlägt der Tod von Dan Wheldon große Wellen. Sogar in Deutschland war das Schicksal des Briten ein Thema.

| Las Vegas (!NS!DE-RAC!NG) – Es sollte das größte Spektakel nach dem Indy 500 werden. Auf dem Las Vegas Motor Speedway gingen 34 Fahrzeuge auf einen Rundkurs, der gerade einmal 2,485 Kilometer misst. Jedem Fahrzeug blieben rechnerisch damit nur 73 Meter Platz. Bedenkt man, dass bei Geschwindigkeiten von 360 km/h 100 Meter pro Sekunde zurückgelegt werden, wird klar, dass nicht sehr viel Platz für Fehler bleibt.

Schon beim Indy500 ist das Teilnehmerfeld auf 33 Fahrer begrenzt. Dabei ist die Strecke mit etwa vier Kilometern mehr als anderthalbmal so lang. Und auch dort passieren Big-Ones. In Las Vegas hätte man also vorgewarnt sein müssen. Doch, dass es so schlimm kommen würde, hat niemand erwartet. Mit Dan Wheldon starb ein Sympathieträger des Sports, was in Amerika zu weitreichenden Reaktionen führte.

Formel 1 Piloten bekundeten über die sozialen Netzwerke ihre Trauer und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. Damit wurden auch die Medien in Deutschland mehr oder weniger dazu veranlasst, über den Unfall zu berichten. Nicht nur in Fachkreisen, sondern auch in den großen Medien wurde das Unglück erwähnt. Sucht man auf bild.de, dem Onlineangebot Deutschlands größter Boulevardzeitung, nach Wheldons Namen taucht insgesamt ein Duzend Artikel auf. Alle samt haben mit schweren Unfällen zu tun. Einer stammt aus dem Jahr 2006, als beim Saisonauftakt Paul Dana im Training tödlich verunglückte, ein anderer vom Indy500 2010. Die anderen sind aktuell. Doch der inhaltliche Wert hält sich in überschaubaren Grenzen. Auch die Erklärung, wie gefährlich die Serie überhaupt sei, offenbart wenig neues und ist auf ein stark vereinfachtes Maß herunter gebrochen.

Die deutsche TV Landschaft blieb auch nicht völlig unberührt. Es gab gar eine Sondersendung beim Nachrichten-Kanal n-tv, bei der Niki Lauda als Gast und Experte seine Meinung vertrat. So sagte der Weltmeister: „Wenn aber vor einem ein derartiger Massencrash passiert, wo man dann nicht mehr ausweichen kann, und das war ja das Problem, deswegen sind ja dann 14 oder 15 Autos ineinander verkeilt worden, dann kann man einfach nichts mehr machen. Das ist natürlich die Gefahr am Rennsport überhaupt und in Indianapolis besonders, weil eben alle im Oval fahren.“ Unterm Strich heißt das, dass so etwas auch in der Formel 1 passieren kann. Beispielweise bei einem Restart oder aber bei einem Überholmanöver mit KERS und DRS. Auch diese Systeme haben ein gewisses Gefahrenpotential, wenn ein Pilot mit deutlichem Überschuss von hinten näher kommt.

Doch insgesamt waren es in den Massenmedien nicht viele, die das Geschehen richtig einzuschätzen wussten. Damit bleibt insgesamt ein fader Beigeschmack auf der IndyCar Serie. Denn für die Laien ist sie nun eine unsichere US-Serie. Überhaupt, so könnte jedenfalls der Eindruck entstehen, wird in dort kein großer Wert auf Sicherheit gelegt. „Im Endeffekt war es ein Ovalrennen, natürlich nicht so toll abgesichert wie in Indianapolis, aber ein Rennen, was natürlich gefahren wurde, weil es den Sicherheitsaspekten bis heute in Amerika entsprochen hat“, sagte Lauda weiter.

Heute Abend wird es im britischen Fernsehen eine Dokumentation über das Leben Wheldons geben. Auf Sky Sport 2 und Sky Sport 2 HD wird ab 23 Uhr das Leben des zweifachen Indy 500 Siegers porträtiert. DG

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