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Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 6. 1973-1975

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 6. 1973-1975

 von Michael Zeitler

Die letzte Folge der Serie über die letzten Jahre der Tasmanien-Serie.

| Silverstone (!NS!DE-RAC!NG) -

1973:
Erstmals und letztmals in der Geschichte der Tasmanien-Serie gewann 1973 ein Fahrer zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft. Die Rede ist von Graham McRae natürlich. Der Neuseeländer gewann in jener Saison auch drei Rennen, womit er in der ewigen Bestenliste mit Jim Clark an der Spitze gleichzog. Nach der Saison stand es in der ewigen Bestenliste der meisten Siege in der Tasmanien-Serie so: Clark, McRae (je 12), Stewart, Amon (je 6), McLaren, Brabham, Matich (je 5).

Graham McRae fuhr die Saison 1973 außerdem mit einem nach ihm benannten Rennwagen, dem McRae GM01, gefüttert mit einem Chevrolet-Motor. Am amerikanischen Hersteller führte damals kaum noch ein Weg vorbei. Zwar fuhr Chevrolet in vielen Nachwuchsrennserien mit, in der F1-WM tauchte die Marke aber nie auf. Derzeit dominiert Chevrolet die Tourenwagen-WM und kehrt 2012 auch wieder in die IndyCar zurück, der amerikanischen Formel-1, aber eben nicht in die WM. Der McRae GM01 war im Prinzip der Leda-Rennwagen des Vorjahres. McRae kaufte sich die Marke Leda und benannte sie um, Konstrukteur Len Terry modifizierte den Rennwagen und prompt war der McRae Chevrolet siegreich.

Nicht beim Auftakt in Pukekohe beim Neuseeland GP. Den gewann John McCormack mit einem Werks-Elfin-Repco-Holden. Der Australier war damals in Australien ebenfalls ein Spitzen-Formel-Fahrer, ohne je ein F1-WM-Rennen gefahren zu sein. Dafür fuhr er in der australischen Formel-1, der australischen Formel-2 und weiteren Rennserien, wurde auch mehrfach australischer Meister. Zweiter wurde der Brite Alan Rollinson, der einen Kunden-McRae einsetzte. Der Brite konnte sich nie für einen WM-Lauf in der Formel-1 qualifizieren, versuchte es aber immerhin einmal. Dritter wurde sein Landsmann Steve Thompson, unterwegs mit einem Chevron Chevrolet.

Bei den folgenden Läufen rückte McRae mit zwei lupenreinen Siegen das Kräfteverhältnis zurecht. Am knappsten musste sich in Levin Frank Matich und in Wigram Warwick Brown geschlagen geben. Matich fuhr wieder einen seiner eigenen Wagen, wieder mit Triebwerken von Repco Holden. Auch in Teretonga war ein McRae vorne, allerdings der von Rollinson. Zweiter wurde Sam Posey in einem Surtees Chevrolet, vor Max Stewart in einem Lola Chevrolet.

In Surfers Paradise wurde McRae schon Zweiter, hinter Matich, aber vor Stewart. In Warwick Farm siegte Thompson vor Matich und McRae. In Sandown aber war wieder McRae erfolgreich, den Saisonabschlusssieg feierte McCormack, der in Sandown hinter McRae noch Zweiter geworden war. Der Endstand: McRae (40), McCormack (29), Matich (27), Thompson (22), Rollinson (21).

1974:
1974 wurde die Titelserie von Graham McRae gestoppt. Noch schlimmer: McRae holte die gesamte Saison über keinen Sieg, um sich den Platz an der Sonne in der ewigen Bestenliste der meisten Tasmanien-Siege zu holen. Dafür war mal wieder ein Europäer erfolgreich: Peter Gethin wurde Meister, in einer hart umkämpften Saison. Gethin fuhr für das Werksteam von Chevrolet.

Eine hart umkämpfte Saison zeichnet sich durch viele und wechselnde Sieger aus. Den Anfang machte in Levin Johnnie Walker, der 1979 auch die australische F1-Meisterschaft gewinnen konnte. In der F1-WM trat er nie auf. Dafür führte er seine Künste in Levin 1974 mit seinem Lola Repco auf und siegte vor Allan McCully und Max Stewart, der einen Lola Chevrolet unter Eigenregie einsetzte. In Pukekohe siegte Gethin, vor John McCormack aus dem Elfin-Team. Dritter wurde ein Exot beziehungsweise David Oxton mit einem exotischen Rennwagen, dem Begg-Chevrolet. George Begg ließ nur für die Formel-5000 extra Formel-Rennwagen anfertigen. Beim Neuseeland GP siegte McCormack, vor Teddy Pilette, der ebenfalls für Chevron unterwegs war und dieses Mal seinen Teamkollegen Gethin auf Rang drei verweisen und schlagen konnte.

Die nächsten zwei Rennen wurden von Max Stewart gewonnen. Einmal vor McRae und Lawrence, einmal vor Walker und Brown. In Surfers Paradise schlug Pilette zu, vor seinen Stallgefährten Gethin und Frank Matich, der erst in Surfers Paradise in die Meisterschaft einstieg. Gethin siegte in Sandown, vor McRae und Walker. Und zum Abschluss durfte sich Warwick Brown in einem Lola Chevrolet von Pat Burke den Lorbeerkranz umhängen. Gethin machte mit Rang zwei seine Meisterschaft perfekt: Gethin (41), Stewart (26), Walker, McCormack, Pilette (je 21).

1975:
Die Saison 1975 war dann das letzte Jahr der Tasmanien-Serie. Die Australier wollten ihr eigenes Ding durchziehen und die Neuseeländer auch. Die Überreste gingen in die Formel-Atlantik beziehungsweise Formel-Pazifik über. Was bleibt ist die Analyse der letzten Saison. Wichtig war: Graham McRae schaffte es tatsächlich noch, ein Rennen zu gewinnen und damit als der erfolgreiche Fahrer in der Geschichte der Tasmanien-Serie einzugehen. McRae gewann in Wigram mit seinem McRae Chevrolet. Der Endstand in der ewigen Bestenliste (Top-10).

1. Graham McRae (NZL) 13
2. Jim Clark (GBR) 12
3. Chris Amon (NZL) 7
4. Jackie Stewart (GBR) 6
5. Jack Brabham (AUS) 5
5. Frank Matich (AUS) 5
5. Bruce McLaren (NZL) 5
8. Graham Hill (GBR) 4
9. John McCormack (AUS) 3
9. Warwick Brown (AUS) 3

Auf Rang drei wird Chris Amon geführt. Der Neuseeländer machte sich im letzten Jahr nochmals auf in seine Heimat und gewann tatsächlich das Rennen in Teretonga. Dabei fuhr er für das Team von Jack McCormack einen Talon Chevrolet.

Der Meister der letzten Saison wurde, das deutete sich im letzten Rennen 1974 schon an: Warwick Brown. Er fuhr steuerte wieder einen Lola Chevrolet von Pat Burke. In der F1-WM tauchte er beim USA GP 1976 im Wolf Ford auf und wurde 14. Sein einziges F1-WM-Rennen.

Und dann gab es 1975 noch einen Premierensieg, nämlich von John Goss mit einem Matich Repco.

Die australische Formel-5000 ging noch vier Jahre weiter. Warwick Brown wurde zwei Mal Meister, Larry Perkins einmal und 1976 Vern Shuppan, der später auch in der F1-WM auftauchte. Noch viel wichtiger aber: Er fuhr damals für das Theodore-Team von Teddy Yip, dem Mäzen aus Hong Kong, der später auch in der Formel-1 mit seinen Teams Glanz und Glamour brachte – auch wenn sein Theodore-Team nie Erfolg hatte, auch nicht Ensign, wo Yip ebenfalls beteiligt war.

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