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Serie: Brüderpaare in der F1: 2. David und Gary Brabham

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Brüderpaare in der F1: 2. David und Gary Brabham

von Michael Zeitler

Gary und David Brabham konnten nicht in die Fußstapfen des Vaters treten - aber beide kamen in die Formel-1. 

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Brüderpaare in der Formel-1 sehen oft wie folgt aus: Ein Fahrer fährt erfolgreich, irgendwann gibt man auch dem Bruder mal die Möglichkeit zu beweisen, genauso flott wie der Bruder zu sein. Im Fall Brabham ist das anders. Beide bekamen vermutlich durch ihren Namen die Chance in der Formel-1, denn der Vater Jack Brabham (der älteste noch lebende F1-Weltmeister) hat den Namen Brabham durch drei F1-Titel, einen eigenen Rennstall und eigene Fahrzeuge im Motorsport zum Fachterminus etabliert. Seine drei Söhne Gary, David und Geoff Brabham konnten nie in die Fußstapfen des Vaters treten – waren im Motorsport aber durchaus auch erfolgreich. Gary und David schafften es auch bis in die Formel-1.

Beide feierten 1990 ihr F1-Debüt. Gary Brabham absolvierte 1988 bereits F1-Tests für Benetton, 1989 für Leyton House und Brabham, 1990 sollte er dann für das Life-Team starten, das ein eigenes Chassis (jenes, das das F3000-Team First damals schon auf Kiel gelegt hatte) und einen eigenen Motor baute. Doch die Technik hinkte hinterher. Bei den beiden Auftaktrennen scheiterte Gary Brabham sogar an der Vorqualifikation! Das Life-Team gilt bis heute als eines der schlechtesten Teams in der Formel-1. Ironischerweise kam David Brabham zum Debüt, als die Karriere von Gary zu Ende war. Vor dem Imola GP verließ Gary die Formel-1, beim Imola GP selbst debütierte David Brabham beim Brabham-Team, das einst sein Vater gegründet hatte, aber den Glanz alter Tage längst verloren hatte. Gary versuchte indes bei Middlebridge in der heutigen GP2-Serie wieder Fuß zu fassen und sich auf einen neuen Anlauf in der Formel-1 vorzubereiten – aber das scheiterte.

Für David Brabham war ebenfalls nach der Saison 1990 vorerst wieder Schluss (1992 und 1993 Footwork-Testfahrer). Doch er kam wieder, nachdem sich Jack Brabham 1994 beim Simtek-Team eingekauft hat, bekam David Brabham eines der Cockpits. Genau wie Life und Brabham, war auch das Simtek-Team eines, das die hinteren Plätze für sich abonniert hatte. Brabham blieb bei seinen 24 WM-Rennen ohne Punkte.

Erfolge feierten beide aber außerhalb der Formel-1. Gary Brabham wurde 1989 erster Meister der britischen Formel-3000, damals für Bromley. Dabei rang er unter anderem Andrew-Gilbert Scott (Jordan-Team, Vizemeister) und Roland Ratzenberger (Spirit-Team, Gesamt-3.) nieder. 1993 und 1994 fuhr er jeweils noch ein IndyCar-Rennen, blieb dort aber farblos. David Brabham fährt noch heute Sportwagenrennen. 2009 gewann er gemeinsam mit den Ex-F1-Fahrern Marc Gené und Alexander Wurz das 24-Stundenrennen von Le-Mans für Peugeot. 1987 wurde er mit einem Ralt VW australischer F2-Meister, 1989 ebenfalls mit einem Ralt VW britischer F3-Champion (im Team Jack Brabham Racing). Darüber hinaus gewann er 1989 auch den F3-GP in Macau, 1996 die japanische GT-Meisterschaft mit einem McLaren BMW, 2009 und 2010 wurde er Meister in der American-Le-Mans-Serie.

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