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Serie: Brüderpaare in der F1: 3. Vittorio und Ernesto Brambilla

Geschrieben von: Michael Zeitler.

 

Serie: Brüderpaare in der F1: 3. Vittorio und Ernesto Brambilla

  von Michael Zeitler

 

Beide wurden Meister der italienischen Formel-1. Nur Vittorio Brambilla wurde in der Formel-1 berühmt - durch seinen Unfall nach dem GP-Sieg!  

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Bisher konnte nur ein Bruderpaar Meister in der italienischen Formel-3 werden: Ernesto und Vittorio Brambilla. Ernesto holte sich den Titel 1966 (mit einem Brabham Ford der Scuderia Mandunina, Vittorio sechs Jahre später. Ironischerweise ist der Altersunterschied zwischen den beiden auch sechs Jahre! Ernesto ist auch der ältere. In der F1-WM taucht er zwar zwei Mal auf, bestritten hat er aber kein F1-Rennen. 1963 konnte er sich mit einem Cooper Maserati für die Scuderia Centro Sud nicht qualifizieren, 1969 mit einem Werks-Ferrari zwar schon, nach einem Motorradunfall waren die Schmerzen aber so stark, dass er das Rennen sausen ließ. Er begann seine Laufbahn auch erst bei den Motorrädern, wurde italienischer Meister und tauchte sogar in der Motorrad-WM auf – wurde Deutschland GP 1959 mit einer MV Augusta sogar Dritter in der Klasse bis 350ccm! Nach seiner F1-Laufbahn fuhr er noch bis 1973 Rennen in der europäischen Formel-2.

 Auch Vittorio Brambilla fuhr Motorrad-Rennen, aber erst nach seiner F1-Laufbahn und als Beifahrer bei Seifenwagenrennen. Er fing von Anfang an mit dem Formel-Sport an. Über Jahre hinweg fuhr er in der italienischen Formel-3 und der europäischen Formel-2. Selbst als er bereits ein gestandener F1-Pilot war, fuhr er noch F2-Rennen, zum Beispiel für das Project-Three-Team des heutigen McLaren-Chefs Ron Dennis oder auch mit einem Khausen Renault des Deutschen Willi Khausen. Vittorio Brambilla war ein äußerst populärer Fahrer in der Formel-1. Er war ein eher ruhiger Zeitgenosse, aber er konnte immer wieder auch sehr emotional sein. Sein überraschender Sieg beim Österreich GP 1975 im March Ford war überwältigend. Beim Überfahren der Ziellinie riss Brambilla die Arme in die Höhe und verlor dabei auf der regennassen Fahrbahn seinen Wagen außer Kontrolle und krachte mit der Schnauze voraus gegen die Leitplanken. Was bleibt, ist sich in die Riege der GP-Sieger eingetragen zu haben. Bei Regen war der eher fülligere Brambilla (Spitzname deshalb auch Gonzilla) eine Klasse für sich. Beim Italien GP 1978 war er in den Startunfall verstrickt, der Ronnie Peterson das Leben kostete – und Brambilla auch fast. Von seinen lebensgefährlichen Verletzungen erholte sich Brambilla zwar wieder, dennoch war er nicht mehr der Alte. 1979 und 1980 fuhr er nur noch sporadisch Rennen für Alfa Romeo.


 

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