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Serie: Brüderpaare in der F1: 5. Emerson und Wilson Fittipaldi

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Brüderpaare in der F1: 5. Emerson und Wilson Fittipaldi

    von Michael Zeitler

Emerson und Wilson Fittipaldi führten sogar ein eigenes F1-Team zusammen. Der Traum eines WM-Teams aus Brasilien war nicht erfolgreich.  

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Oft ist es so, dass der jüngere Bruder der erfolgreichere ist. Und oft ist einer aus einem Bruderpaar richtig erfolgreich – der Name öffnet dann immer wieder Türen und Toren für den Bruder. Beides trifft auf die Fittipaldi-Brüder zu. Die beiden hatten eine enge Bindung, mit dem Wechsel von Emerson Fittipaldi 1976 in das eigene Rennteam seines Bruders Wilson machte sich Emerson jede Chance auf weitere Erfolge zunichte. Vergleichbar mit Jacques Villeneuve, der 1999 in das BAR-Team seines Managers Craig Pollock mit einstieg und damit vom Spitzenfeld bis zuletzt verschwand. Ironischerweise wurden sowohl das BAR-Team, wie auch das Copersucar-Team von südamerikanischen Geldern finanziert… Emerson und Wilson Fittipaldi bauten aber schon in den 60er Jahren zusammen Formel-Vee-Fahrzeuge in Brasilien. 1969 ging Emerson nach Europa, wurde dort wegen seines damals als ungewöhnlich eingestuften Nachnamens verpönt. Er antwortete, in dem er auf Anhieb Meister in der britischen Formel-3 wurde. Als erster Brasilianer. Auch aktuell gibt es einen Titelträger aus Brasilien, mit Felipe Nasr. Fittipaldi fuhr damals einen Lotus Ford – und so machte er Bekanntschaft mit Lotus-Chef Colin Chapman. Chapman ließ Fittipaldi 1970 schon erste Rennen fahren und als Jochen Rindt beim Italien GP tödlich verunglückte, stieg Fittipaldi zum Stammcockpit ein. In seinem vierten Rennen, dem USA GP, gewann Fittipaldi und sorgte dafür, dass Rindt nicht mehr eingeholt werden konnte und posthum F1-Champion wurde. Der Österreicher ist damit Gott sei Dank bis heute der Einzige. In den nächsten Jahren war Fittipaldi die große Nummer bei Lotus. 1972 wurde er zum bis dato jüngsten F1-Weltmeister. 1974 zum bis dato jüngsten Doppelweltmeister. Inzwischen war Fittipaldi bereits zum McLaren-Team gewechselt. 1976 dann der Wechsel zu Copersucar. Der Traum eines brasilianischen Spitzenteams ging nicht auf, auch wenn Fittipaldi den Fittipaldi Ford beim Brasilien GP 1978 auf Rang zwei steuerte. Ende 1980 trat Fittipaldi zurück, ging ins Management des Teams, das aber bald seine Pforten schloss.

Und Fittipaldi schloss erst einmal mit dem Kapitel Rennsport ab. 1984 die Lust auf eine Rückkehr. Verhandlungen mit dem Spirit-Team scheiterten, also ging Fittipaldi in die IndyCar. In einem Penske Chevrolet des Patrick-Teams wurde er 1989 IndyCar-Meister und gewann auch das berühmt berüchtigte Indy 500. 1993 folgte sein zweiter Streich im so genannten Nudeltopf, inzwischen in die Penske-Werksmannschaft aufgestiegen. Bei den IndyCars konnte Emerson Fittipaldi zeigen, dass er trotz seines fortgeschrittenen Alters noch nicht zum alten Eisen gehörte. Die IndyCar wurde der Formel-1 wegen ihren Stars immer gefährlicher, der F1-Boss Bernie Ecclestone versuchte deswegen, zumindest seine Stars zurückzuholen. Mario Andretti bei Ferrari, Emerson Fittipaldi bei Minardi. Nichts dergleichen klappte, was wohl auch besser so war. Fittipaldi ist dem Rennsport bis heute treu geblieben: Er fuhr noch GP-Masters (F1-Opa-Rennserie), war in der A1GP-Serie als Teambesitzer aktiv und fungiert heute fallweise als Rennkommissar in der Formel-1.

Auch Wilson Fittipaldi ist nach wie vor Bestandteil der Motorsportszene. Er fuhr nach seiner F1-Karriere noch viele Rennen in brasilianischen Tourenwagen- und Stockcarmeisterschaften, 2008 auch zusammen mit Emerson. 2004 wurde er Technischer Direktor beim WB-Team in der brasilianischen V8-Stockcar-Meisterschaft – Erfahrungen in technischen Belangen hatte er, immerhin baute er mit Emerson in den 60er Jahren eigene Formel-Vee-Fahrzeuge. In der Formel-1 fuhr Wilson Fittipaldi 35 WM-Rennen 1972 und 1973 für Brabham, 1975 für Copersucar. Beim Deutschland GP 1973 steuerte er seinen Brabham Ford Cosworth auf Rang fünf – das blieb sein bestes F1-Resultat.

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