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Serie: Brüderpaare in der F1: 6. Pedro und Ricardo Rodriguez

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Brüderpaare in der F1: 6. Pedro und Ricardo Rodriguez

 von Michael Zeitler

Die beiden Mexikaner verstarben in Rennautos.

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Brüderpaare im Motorsport haben oft etwas gemeinsam, abgesehen vom Namen und manchmal ähnlichen Aussehen. Jody und Ian Scheckter kamen beide Mal in den Genuss, einen Sechsrad-F1 zu pilotieren, Emerson und Wilson Fittipaldi führten zusammen einen eigenen F1-Rennstall, Teo und Corrado Fabi teilten sich ein Cockpit bei Brabham. Auf die Gemeinsamkeit der Rodriguez-Brüder aus Mexiko hätten beide gerne verzichtet: Beide fanden den Tod im Rennwagen. Ricardo Rodriguez schon 1962, Pedro Rodriguez 1971. Was beide aber auch gemeinsam hatten: Sie waren unglaublich talentiert.

Aus einem wohlhabenden Elternhaus stammend, begannen die Rodriguez-Brüder früh mit dem Motorsport und kamen auch für damalige Verhältnisse sehr früh in die Formel-1. Ricardo, der eigentlich jüngere Bruder, sogar noch vor Pedro. Ricardo Rodriguez bekam beim Italien GP 1961 die Möglichkeit einen dritten Ferrari zu pilotieren. Prompt stellte er ihn in die Erste Startreihe. Natürlich war der Ferrari 156 damals dominant, doch im Rennen kämpfte er gegen Richie Ginther und Phil Hill, die Ferrari-Werkspiloten, um den Sieg. Ein technischer Defekt (Kraftstoffpumpe) zwang ihn zur Aufgabe. Rodriguez schlug ein wie eine Bombe – und auf den Zuschauerrängen sah es in jenem Grand Prix auch aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall Tote und Verwundete, nach dem fürchterlichen Unfall des Deutschen Wolfgang Graph Berghe von Trips, WM-Leader und Ferrari-Teamkollege von Rodriguez. Der Name Rodriguez ist mit tödlichen Unfällen also eng verbunden. 1962 fuhr Ricardo Rodriguez vier weitere Rennen für Ferrari. Der Mexikaner galt als kommender GP-Superstar. Bei seinem Heim-GP in Mexiko, damals noch ohne WM-Status, wollte Rodriguez unbedingt fahren, Ferrari ließ damals die Rennen in Amerika für gewöhnlich sausen, oder durch das amerikanische NART-Team abwickeln. Also fuhr Rodriguez einen Lotus Climax für das Team von Rob Walker. Rodriguez verunfallte dabei nach (!) Ablauf des Trainings, als er in einer Kurve gegen die Leitplanke krachte und aus dem Wrack geschleudert wurde. Mit Sicherheitsgurte hätte er den Crash wohl überleben können.

Der Unfalltod war für den Bruder Pedro ein schwerer Schlag. Beide begannen in Mexiko zusammen Rennen zu fahren (später gewannen sie zusammen das 24-Stundenrennen von Daytona). Nach einer kurzen Bedenkpause machte Pedro weiter. Den Respekt vor den Rennstrecken und den Rennautos hat er durch den Unfall seines Bruders nicht gewonnen. Im Gegenteil: Legendär bleibt sein Sieg beim Belgien GP 1970 im BRM bei verregneten Bedingungen. Andere Fahrer plädierten dafür, den Grand Prix abzusagen, Pedro aber wollte unbedingt fahren – notfalls auch alleine. Es war sein zweiter und letzter Sieg (nach Südafrika 1967 im Cooper Maserati). Insgesamt fuhr Pedro Rodriguez von 1963 bis 1971 54 WM-Rennen für Lotus, NART, Cooper, BRM, Reg Parnell und Ferrari. 1967 und 1968 wurde er jeweils Gesamt-Sechster. Nebenbei fuhr Rodriguez auch weiter Sportwagen, gewann 1968 zusammen mit Lucien Bianchi mit einem Ford GT40 von John Wyer das 24-Stundenrennen von Le Mans. Im Juli 1971 fuhr er mit einem Ferrari vom Schweizer Herbert Müller beim Sportwagenrennen am Nürburgring mit und verunfallte auch tödlich.

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