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Serie: Brüderpaare in der F1: 7. Jody und Ian Scheckter

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Brüderpaare in der F1: 7. Jody und Ian Scheckter

 von Michael Zeitler

Die Scheckters ist das einzige Bruderpaar, von dem beide F1-Meister wurden - Ian Scheckter aber nur in Südafrika.

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Ein solcher Absturz ist einmalig: 1979 noch Weltmeister, 1980 mit Ach und Krach zwei WM-Punkte – und das ohne das Team gewechselt zu haben, wie etwa Damon Hill 1997, als er seinen Williams Renault gegen einen Arrows Yamaha eintauschte. Hill und Scheckter waren übrigens bis heute die einzigen Fahrer, die jemals mit der Startnummer 0 in der Formel-1 an den Start gingen. Das Jahr 1980 war für Scheckter so frustrierend, dass er daraufhin seine GP-Karriere beendete und ein Vertragsangebot von Toleman dankend ablehnte. Scheckter, und das können nicht viele Motorsportler, wandte sich daraufhin gänzlich vom aktiven Rennsport ab. Nach dem tödlichen IndyCar-Unfall beim Saisonfinale 2011 in Las Vegas riet er auch seinem Sohn Tomas zu einem Rücktritt. Tomas, trotz F1-Tests für Jaguar nie mit einer Chance auf ein F1-Cockpit, will den Rat des Vaters nicht annehmen. Sein Ziel ist auch 2012 ein Cockpit in der IndyCar, dem amerikanischen Pendant zur Formel-1. Jody Scheckter ist gewiss ein ungewöhnlicher Weltmeister. Der einzige vom afrikanischen Kontinent, er kommt aus Afrika. Nach seinem WM-Titel dauerte es 21 Jahre, bis Michael Schumacher 2000 für Ferrari wieder einen WM-Titel in der Formel-1 gewann. Und er war bei Ferrari 1979 nicht unbedingt der beliebtere der beiden Fahrer – Ein Gruß an dieser Stelle an Kimi Räikkönen. Scheckter fuhr zusammen mit dem so legendären Gilles Villeneuve bei Ferrari. Der charismatische Kanadier begeisterte und verzauberte die Fans mit seinem spektakulären Fahrstil. Er unterlag 1979 nur knapp Scheckter und trotz des teaminternen Kampfes um die WM-Krone (Ferrari war so dominant, dass man keine anderen Gegner fürchten musste), verstanden sich beide prächtig.

Jody Scheckter bestritt 112 WM-Rennen, das erste beim USA GP 1972 im McLaren Ford. Damals war Scheckter auch in Amerika aktiv, gewann 1973 die amerikanische Formel-3000 mit einem Trojan Chevrolet und einem Lola Chevrolet, für die Teams von Jerry Entin und Sid Taylor. Daraufhin folgten weitere Einsätze für McLaren, ein Ferrari-Angebot lehnte Scheckter zu diesem Zeitpunkt wegen den Verbindungen zu McLaren (er fuhr auch Formel-2 für McLaren) noch ab. 1974 wechselte Scheckter zu Tyrrell. Aberglaube spielt im Motorsport eine zentrale Rolle, die Startnummer 13 wird auch 2012 nicht vergeben werden. Scheckter gewann aber ausgerechnet in seinem 13. Grand Prix das erste WM-Rennen, damals in Schweden. Scheckter fuhr 1976 auch den legendären Sechsrad-Tyrrell. 1977 folgte er den finanziellen Lockrufen des Wolf-Teams – und gewann beim Argentinien GP prompt das erste F1-Rennen der Teamgeschichte! Es war einer von insgesamt zehn F1-Siegen von Jody Scheckter.  

Das sind zehn Siege mehr als sein älterer Bruder Ian Scheckter in der Formel-1 sammeln konnte. Apropos zehn: Rang zehn beim Niederlande GP 1977 war die beste Platzierung in der F1-WM für Ian Scheckter. Damals fuhr er seine einzige volle Saison (für March), wobei auch diese Saison drei Lücken hatte, zum Beispiel beim Japan GP, als er wegen der Apartheid-Politik in Südafrika nicht starten durfte, er hatte im Gegensatz zu Bruder Jody keinen britischen Pass. 1974 beim Heimrennen in Südafrika fuhr Ian Scheckter das erste von insgesamt 18 WM-Rennen in einem vom südafrikanischen Gunston-Team eingesetzten Lotus Ford Cosworth. Die afrikanische Motorsportszene war damals stark, mit eigenen Rennserien, in denen Ian Scheckter auch eine große Nummer war (von 1976 bis 1979 mit einem March Ford, 1983 und 1984 mit einem March Mazda jeweils südafrikanischer F1-Meister!). Zum südafrikanischen Grand Prix tauchten immer wieder Lokalmatadoren, einheimische Teams und sogar Eigenkonstruktionen auf. Ian Scheckter stand in der F1-WM auch in Diensten von Lexington und Williams.

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