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Serie: Brüderpaare in der F1: 9. Jackie, Jimmy und Ian Stewart

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Brüderpaare in der F1: 9. Jackie, Jimmy und Ian Stewart

von Michael Zeitler

Jackie Sewart hatte sogar zwei Brüder, die F1-WM-Rennen gefahren sind.

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Jackie Stewart ist natürlich jedem, der die Formel-1 nicht erst seit gestern verfolgt, ein Begriff. Wegen seiner drei WM-Titel (1969, 1971, 1973), wegen seines unermüdlichen Einsatzes für die Sicherheit – oder wegen seiner viel geschätzten Kritiken zur aktuellen Formel-1. Stewart war einer der ersten Fahrer, die ihr Geld auch mit Werbung machten. Er war quasi einer der ersten Fahrer, deren Beruf nicht nur aus dem Bändigen damals noch unberechenbarer Rennfahrzeuge bestand. Sondern auch aus dem Herumreisen durch die Welt, von Sponsortermin zu Sponsortermin. Gerade ein solcher Mann ist bis heute für Sponsoren beliebt. Jahrelang war er als Sponsorvertreter bei Williams involviert, heute als Botschafter der Lotus-Gruppe im Lotus-Team, dem Ex-Renault-Rennstall. Jackie Stewart verfolgte erst einen ganz anderen Sport: Tontaubenschießen. Der Umstieg zum Motorsport erfolgte durch die Bekanntschaft von Ken Tyrrell. Der spätere Rennstallbesitzer begleitete Stewart auch die meiste Zeit seiner Karriere, Tyrrell erlebte mit Stewart die erfolgreichste Zeit des Teams, das heute über die Stationen BAR, Honda und Brawn zum Mercedes-Team geworden ist. Die ersten drei Jahre fuhr Stewart aber für BRM. 1966 verunglückte der Schotte beim Belgien GP schwer, als er sich auf regennasser Fahrbahn überschlug und im Auto eingeklemmt war. Mehrere Liter Benzin flossen über Stewart, die Haut wurde verätzt, schlimmer noch: Ein Funke und Stewart würde in Flammen aufgehen. Stewarts Teamkollege Graham Hill, sowie Bob Bondurant befreiten Stewart aus der gefährlichen Situation. Seitdem war Stewart Kämpfer an vorderster Front um mehr Sicherheit in der Formel-1. Doch die Mühlen mahlten langsam. Beim USA GP 1973 in Watkins Glen verunglückte Stewarts Teamkollege François Cevert bei einem Unfall. Stewart trat daraufhin ein Rennen vorzeitig zurück, nach 99 WM-Rennen (100 sollten es eigentlich sein). Er trat als amtierender Champion ab. Von seinen 99 Rennen gewann Stewart 27 – erst 14 Jahre später wurde Stewart von Alain Prost 1987 übertroffen.

Jackies Brüder Jimmy und Ian begannen schon viel früher als Jackie mit dem Rennsport. Schon ihr Vater Bob Stewart fuhr Motorradrennen und handelte mit Autos, vorzugsweise mit Austins und Jaguars. Beide fuhren in der WM nur einen Grand Prix, der war wie die gesamte Saison 1953 für die Formel-2 ausgeschrieben: Der Großbritannien GP 1953. Also zwölf Jahre vor dem GP-Debüt von Jackie Stewart! Ian und Jimmy waren auch für dasselbe Team unterwegs, Ecurie Ecosse, ein Rennstall aus Schottland, das verschiedene Kundenfahrzeuge in verschiedenen Rennserien einsetzte – und von Ian Stewart mitbegründet wurde. Jimmy Stewart konnte den Grand Prix in Silverstone 1953 nicht beenden, rutschte auf der nassen Fahrbahn mit seinem Cooper Bristol von der Strecke. Nach zwei schweren Sportwagenunfällen beendete Jimmy seine Karriere. Die richtige Karriere für Ian dauerte nur unwesentlich länger – aber er ist heute noch im historischen Motorsport involviert.

Die Rennsportdynastie Stewart ist damit noch nicht komplett. Auch Paul Stewart, der Sohn von Jackie, schaffte es immerhin bis in die internationale Formel-3000, die heutige GP2. Für 1994 war er sogar bei Minardi als Fahrer im Gespräch. 1997 hievte er dann zumindest seinen eigenen Nachwuchsrennstall in die Formel-1. Mit Hilfe von Ford und seines Vaters Jackie. Obschon Johnny Herbert beim Europa GP 1999 gewinnen konnte, blieb der große Durchbruch aus. Erst jetzt, als das Team von Red Bull übernommen wurde, erlangte man mit Sebastian Vettel am Steuer zwei WM-Titel.

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