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Serie: Brüderpaare in der F1: 12. Manfred und Joachim Winkelhock

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Brüderpaare in der F1: 12. Manfred und Joachim Winkelhock

von Michael Zeitler

Der letzte Teil unserer Serie beschäftigt sich mit den beiden Winkelhock-Brüdern.

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Der Sommer 1985 war für Deutschland ein schwarzer Sommer. Denn der Motorsport verlor zwei Talente aus Deutschland: Stefan Bellof beim Sportwagenrennen in Spa, Manfred Winkelhock beim Sportwagenrennen in Toronto. Mit über 200 Stundenkilometer krachte er mit einem Porsche gegen die Betonmauer. Die Bergung war eine Farce, er wurde auf jene Betonmauer gelegt, gegen die er gecrasht ist – und fiel prompt von dieser herunter! Wahrscheinlich war Manfred Winkelhock nicht das Talent wie Stefan Bellof, dem ein Ferrari-Vertrag für 1986 nachgesagt wird. Aber Manfred war damals bereits fester Bestandteil der Formel-1. 1980 gab er beim Italien GP im Arrows Ford Cosworth das Debüt, nachdem er den verletzten Marc Surer ersetzt hat. Beide fuhren zusammen im BMW-Juniorteam, das damals von Jochen Neerpasch geleitet wurde. Neerpasch war rund zehn Jahre später auch für die Mercedes-Junioren um Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger verantwortlich. 1982 ergatterte Winkelhock ein Cockpit bei ATS, wurde beim Brasilien GP Fünfter – seine einzigen Punkte in der Königsklasse des Motorsports. Ende 1984 wechselte er von ATS noch zu Brabham, 1985 ging er zu RAM. Das Team war schon so gut wie Pleite, Winkelhock konnte die Saison tatsächlich nicht mehr zu Ende fahren – aber nicht, weil RAM zusperren musste, sondern wegen des Sportwagenunfalls. Den wahrscheinlich spektakulärsten Unfall hatte Winkelhock 1980 in der Formel-2, als er auf einer Kuppe abhob, in der Luft einen Salto machte und sich dann auch am Boden mehrmals überschlug.

Sein jüngerer Bruder Joachim Winkelhock machte mit dem Motorsport trotzdem weiter. Auch er schaffte es bis in die Formel-1. 1989 kam er bei AGS unter, einer französischen Mannschaft, die damals schlecht aufgestellt war. So konnte sich Winkelhock für kein Rennen qualifizieren. Umso erfolgreicher war er bei Sport- und Tourenwagen. Jahrelang fuhr er in der DTM, 1999 gewann er gemeinsam mit den Ex-F1-Piloten Pierluigi Martini und Yannick Dalmas das 24-Stundenrennen von Le Mans in einem Werks-BMW.

Noch ein dritter Winkelhock schaffte es in die Formel-1. Das war aber nicht der zweite Bruder von Manfred, Thomas Winkelhock, der noch heute einige Rennen fährt – sondern Markus Winkelhock, der Sohn von Manfred. Er fuhr 2007 beim Deutschland GP im Spyker Ferrari seinen einzigen Grand Prix – und führte diesen sogar rundenlang an, weil er bei einsetzendem Regen auf die richtigen Reifen setzte. Ein Ausfall, sowie ein Rennabbruch und Neustart verhinderte eine gute Platzierung.

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