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Serie: Alle britischen GP-Sieger: Teil 2

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Alle britischen GP-Sieger: Teil 2

von Michael Zeitler

Das sinde die Briten mit den meisten Siegen - angefangen von Jim Clark bis hin zu Dauer-Vize Stirling Moss.

| Budapest (!NS!DE-RAC!NG) - 

Clark mit den meisten Siegen
Die meisten der 302 GP-Siege kommen von Jim Clark, ein Schotte. Er galt als der dominierende Fahrer seiner Zeit. Seine Zeit waren die 60er Jahre, die vielleicht gefährlichste Epoche des Rennsports. Und so erwischte es auch Jim Clark: Beim F2-Rennen in Hockenheim 1968 verunglückte er mit einem Lotus Ford Cosworth tödlich. Es war auch eine Zeit, in der die Fahrer noch an viel mehr Rennen teilgenommen haben, als nur an den F1-WM-Läufen. Für die F2-Rennen gab es oft hohe Preisgelder, also ließen F1-Fahrer manchmal sogar F1-Rennen für F2-Rennen sausen! Clark bestritt für Lotus neben F1- und F2-Rennen aber auch das Indy-500 in der amerikanischen Formel-1 und gewann das Ovalrennen 1965 zum Erstaunen der amerikanischen Konkurrenz und amerikanischen Fans. Der Blöße wurde der Gipfel aufgesetzt, als Clark sagte, er sei doch nur 600 Linkskurven gefahren… Neben den 25 GP-Siegen im Rahmen der WM kommen bei Clark auch noch 15 außerhalb der WM dazu, total also 40 GP-Siege. Natürlich muss angemerkt werden, dass die 15 GP-Siege nicht offiziell sind, je nachdem welche Rennen man halt als Nicht-WM-Rennen der Formel-1 rechnet. Gemäß dem Internet-Lexikon „Wikipedia“ hat Clark sogar 19 Nicht-WM-Rennen gewonnen! Einige prominente GP-Rennen außerhalb der WM (zum Teil später Teil der WM), die Clark gewinnen konnte, waren die Grand Prix von Pau, Sizilien, Mexiko und Südafrika. 1963 und 1965 krönte Clark seine Karriere jeweils mit dem Gewinn der F1-Weltmeisterschaft.

Clarks schottischer Landsmann Jackie Stewart holte sich in der WM mit 27 Siegen sogar zwei mehr als Jim Clark. Seine 27 F1-Siege blieben lange Rekord. Fünf weitere Siege kommen von GP-Rennen außerhalb der WM dazu, fast alle bei einen der vielen britischen Rennen der damaligen Zeit gewonnen. 32 GP-Siege steuerte also Stewart mit dazu. Er wurde drei Mal F1-Weltmeister und muss auch als Meister der Sicherheit angesehen werden, denn seit seinem schweren Crash beim Belgien GP 1966 setzte sich Stewart penetrant für die Sicherheit im Rennsport und in der Formel-1 ein. Als Botschafter dieses wunderbaren Sports ist er bis heute Teil des F1-Fahrerlagers. Gemeinsam mit seinem Sohn Paul legte Jackie Stewart mit der Teamgründung in Milton Keynes auch den Grundstein des heutigen WM-Team Red Bulls.

Nigel Mansell ist ein Fahrer einer deutlich späteren Generation. In den 80er und 90er Jahren, in denen Magic Mansell aktiv war, zählten so gut wie alle Grand Prix zur F1-Weltmeisterschaft dazu. Das letzte Nicht-WM-Rennen wurde 1983 in Brands Hatch von Keke Rosberg mit einem Williams Ford gewonnen. Mansells 31 GP-Siege stammen also alle aus der F1-WM, damit ist der in der Statistik der Brite mit den meisten F1-Siegen. Mansell hält so viele Rekorde, jenen aus der Saison 1992, als er die bis dato meisten Pole-Positions in einer Saison geholt hat (und auch sehr viele seiner 31 GP-Siege) ist er 2011 dank Sebastian Vette losgeworden. Jenen, der bittersten Tränen beim Saisonfinale 1986 wird er nicht mehr loswerden. Damals hinderte ihn ein Reifenplatzer am Gewinn der F1-WM. Mansell war schon fast 40 Jahre alt, als er 1992 endlich F1-Weltmeister wurde, seinerzeit mit einem dominierenden Williams Renault, aber der Schnauzbart-Träger hatte es nach diesem Werdegang in der Formel-1 verdient.

Dauer-Vize Moss
Stirling Moss auf Rang vier der Liste ist der erste Fahrer, der nicht auch F1-Weltmeister wurde. Gerade, weil er nicht Weltmeister wurde, ist er eine Legende geworden. Stirling Moss ist heute der Fahrer mit den meisten Vizemeisterschaften und auch mit den meisten GP-Siegen, ohne je Weltmeister geworden zu sein. Dazu gehört natürlich eine gehörige Portion Pech, aber Moss machte auch nie einen Hehl daraus, nicht die Klasse eines Juan-Manuel Fangio gehabt zu haben. Der Argentinier war der dominierende Mann der 50er Jahre. Und Als Fangio ging, kam Clark. Moss kommt auf 16 Siege in der F1-WM, zwölf weitere fuhr er bei nicht zur Meisterschaft zählenden F1-Rennen ein. In diesem Jahr fuhr Moss sein letztes Rennen, beim Legenden-Rennen vor dem 24-Stundenrennen von Le Mans.

Auf den Plätzen fünf und sechs folgen Sohn und Vater Hill: Damon und Graham Hill. Damon ist bis heute der einzige Weltmeistersohn, der in die Fußstapfen seines Vaters treten konnte und ebenfalls F1-Champion wurde. Das Duell der meisten GP-Siege entschied er mit 22:19 für sich. Als Damon 1992 in die Formel-1 kam, gab es freilich keine Nicht-WM-Rennen mehr, zu Grahams Zeiten schon noch. Fünf davon konnte er gewinnen. Den Titel seines Sohnes Damon hat Graham nicht mehr miterlebt. 1975 verstarb er mit fast der gesamten Belegschaft seines eigenen F1-Rennstalls bei einem Flugzeugabsturz. Damon hat inzwischen seinen Helm an den Nagel gehängt und kümmert sich um die Laufbahn seines Sohnes Joshua Hill.

 

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