International: Auch Oreca feiert Jubiläum

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Fast alle Rennserien wurden schon einmal von Oreca besucht. 
 

International: Auch Oreca feiert Jubiläum

von Michael Zeitler

Fast alle Rennserien wurden schon einmal von Oreca besucht.

| Woking (!NS!DE-RAC!NG) - Es ist die Zeit der runden Geburtstag vieler Traditionsteams. Letztes Jahr wurde die Scuderia Coloni 30 Jahre alt, jetzt feiert McLaren den 50. Geburtstag. Und die Sportwagen-Mannschaft Oreca den 40.! Und Oreca greift 2013 zum Sieg beim 24-Stundenrennen von Le Mans: Derzeit wird der Toyota-Werksauftritt nämlich von Oreca betreut und Toyota hat Ende 2012 schon ordentlich auf Klassenprimus Audi aufgeholt. Das Duell an der Sarthe dürfte 2013 äußerst knapp werden.

Hinter Oreca steckt Hugues de Chaunac. Eigentlich ist der Franzose nur Branchenkennern bekannt. Dabei hat er aber schon einige Male in der Königsklasse ausgeholfen, also in der Formel-1. 1973 gründete er das Oreca-Team, kurze Zeit darauf leitete er mit Oreca die Einsätze von Martini-Boliden in der Formel-3 und in der Formel-2. Der Mineralölkonzern elf konnte als Sponsor und Namensgeber des Teams gefunden. Elf hatte in den 70er und 80er Jahren einen ausgesprochen guten Nachwuchskader mit vielen französischen Topfahrern. Viele davon gingen auch bei Oreca ein und aus. Allen voran Jacques Laffite, der 1975 mit Oreca-Unterstützung F2-Meister wurde und René Arnoux, F2-Champion 1977.

Mit Arnoux wurden die Pläne noch weiter geschmiedet. 1978 stieg Martini in die Formel-1 ein. Martini Racing, da denkt jeder an den Spirituosenhersteller, der als Sponsor die Fahrzeuge von Porsche bei den Sportwagen oder von Brabham in der Formel-1 zierten. Aber es gab eben auch einen Martini-Chassishersteller. Tico Martini baute für 1978 den F1-Boliden, Hugues de Chaunac und Oreca betreuten den Einsatz. Doch in der Ära des Groundeffects ist das F1-Projekt sehr schwierig und nach einem Jahr und nur einem neunten Platz in Belgien auch schon wieder beendet. 2004 wurde Martini übrigens verkauft – an Guy Ligier, der jahrelang selbst ein eigenes F1-Team leitete.

Das nächste F1-Projekt von De Chaunac sollte 1981 kommen. Damals wollte Jochen Neerpasch den französischen Hersteller Talbot zu einem F1-Comeback überzeugen. Basis sollten die Reste des F1-Projekts von BMW sein, das nie vollendet wurde. Hugues de Chaunac sollte Teamchef des Talbot-F1-Teams werden – doch auch daraus wurde nichts.

De Chaunac war dem Motorsport immer verbunden, in verschiedenen Rennserien. Angefangen von Sportwagen, bis zur Formel-2. Und auch in die Formel-1 kehrte er 1990 für einige Monate zurück: Als Teammanager des französischen Rennstalls AGS. Oreca selbst baute auch eigene Sportwagen, sowohl LMP1- wie auch LMP2-Sportwagen. Derzeit ist Oreca einer der führenden LMP2-Konstrukteure.


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